Kommentierten Lesung von Frank Meier-Barthel am 19. März 2026 um 19.30 Uhr in der Landesbibliothek Detmold, Eintritt frei.
Unter dem Titel „Bücher und Scherben“ stellt Frank Meier-Bartel drei jüdische Autorinnen aus Ostwestfalen-Lippe vor.
Josefa Metz (1871-1943) aus Minden,
Jenny Aloni (1917-1993) aus Paderborn
und Ruth Michaelis-Jena (1905-1989) aus Detmold.
Sie schrieben, sie stammten aus unserer Region, aus jüdischen Familien, und sie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt.
Josefa Metz war Kinderbuchautorin. 1937 gelang es ihr, ein letztes Buch zu veröffentlichen – „Eva. Aus einer glücklichen Kindheit“. Autobiographisch gefärbt schildert sie darin eine Bat Mizwa-Feier, als Abgesang auf die jüdische Kultur ihrer Kindheit.
Die Familie von Jenny Aloni betrieb ein Warenhaus in Paderborn, das in der Pogromnacht zerstört wurde – ein traumatisches Erlebnis, für das sie in der Erzählung „Kristall und Schäferhund“ Worte suchte.
Ruth Michaelis-Jena war Inhaberin einer Buchhandlung in Detmold, bevor sie nach Großbritannien ins Exil ging. Ihre Lebenserinnerungen sind das schönste Buch über Detmold und zugleich eine Darstellung der sich verfinsternden Atmosphäre nach dem Machtantritt der Nazis.
Die kommentierte Lesung schildert drei jüdische Lebensläufe im 20. Jahrhundert.

Die Lesung findet statt in Kooperation mit:
- Evangelische Erwachsenenbildung
- Lippische Landeskirche
- Jüdische Gemeinde Herford-Detmold
- Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Im alten Foyer der Lippischen Landesbibliothek in Detmold am Donnerstag, 19. März, um 19.30 Uhr.
Der Eintritt ist frei, Erfrischungen sind erhältlich.
Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 05231 92660-12 oder auskunft@llb-detmold.de.
(Das Beitragsbild zeigt Josefa Metz, aufgenommen von Hanna Schwarz und ist in der Public Domain)

