15. Dezember 2021 | Blog In eigener Sache | Christine Rühling

Druckfrisch unterm Weihnachtsbaum!

Kurz vor Weihnachten erreicht uns noch der von Johannes Burkardt und mir herausgegebene Sammelband zu Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820). Pauline übernahm 1802 die stellvertretende Regentschaft für ihren Sohn Leopold II. und bestimmte gut 20 Jahre die Geschicke des kleinen Landes Lippe. Sie herrschte mit Engagement und Durchsetzungswillen und brachte Reformen auf den Weg, die ihr dauerhaft Nachruhm sicherten. Wie sah sie sich selbst? Wie verstand sie ihr Regierungshandeln? Welche Ziele bestimmten ihre Entscheidungen?
Der in der Vereinsreihe der Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. publizierte Sammelband erschien mit Unterstützung des Landesarchivs und der Landesbibliothek. Er gibt neue Antworten auf den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion. Hervorgegangen aus der Fachtagung anlässlich ihres 200. Todesjahres im Frühjahr 2020, konzentrieren sich die Beiträge auf Pauline als historische und exemplarische Figur und bieten damit einen unverstellten Blick auf die Praxis weiblicher Herrschaft. Vergleichende Perspektiven über die Grenzen Lippes hinaus verorten die Fürstin im Kontext der dramatischen Umbruchzeit an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Behandelt wird auch die Bibliothek Fürstin Paulines, die in der Lippischen Landesbibliothek als Depositum aufbewahrt wird.

Zwischen Ancien Régime und Moderne?
Fürstin Pauline zur Lippe in ihrer Zeit
Hg. von Christine Rühling und Johannes Burkardt.
Petersberg: Michael Imhof Verlag 2021.
ISBN 978-3-7319-1181-4
Preis im Buchhandel: 24,95 €


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