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Die Bandel-Sammlung
(Joseph) Ernst von Bandel (1800-1876) ist der Bildhauer des Hermannsdenkmals. Schon um 1834 beschäftigte er sich mit der Idee eines Deutschen Nationaldenkmals. Von 1837 bis 1846 lebte er in Detmold und arbeitete am Hermannsdenkmal. Nach dem Erlahmen des öffentlichen Interesses (und nachdem er sein ganzes eigenes Vermögen in den Plan gesteckt hatte), musste er das Denkmal unvollendet zurücklassen. Erst nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges 1871 fand der nationale Gedanke wieder Begeisterung in der Öffentlichkeit und damit Spendenbereitschaft: Bandel machte sich wieder ans Werk. 1875 konnte das Denkmal auf der Grotenburg eingeweiht werden, nachdem Kaiser Wilhelm I. die noch fehlenden Baukosten übernommen hatte. Arminius blickt von seinem Sockel gen Westen, um Frankreich die Stirn zu bieten.
In der Bandel-Sammlung befinden sich Materialien, die sich mit Ernst von Bandel und dem Hermannsdenkmal befassen. Dazu zählt Bandels umfangreiche Korrespondenz mit den verschiedensten Zeitgenossen, sein Skizzenheft, Manuskripte, Bandel-Bildnisse, Darstellungen des Hermannsdenkmals und vieles andere mehr.
Literatur
- Hellfaier, Karl-Alexander: Die Bandel-Sammlung der Lippischen Landesbibliothek Detmold in einer Dokumentation. - Detmold : Lipp. Landesbibliothek, 1975. -103 S. : Ill. - (Nachrichten aus der Lippischen Landesbibliothek Detmold ; 6)
- Ein Skizzenheft Ernst von Bandels / bearb. u. eingel. von Detlev Hellfaier. - Detmold : Lipp. Landesbibliothek, 1975. - 16, 56 S. : Ill. - (Kleine Faksimiles aus der Lippischen Landesbibliothek Detmold ; 2)


