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Die Entwicklung der lippischen Klöster in der Reformationszeit

von Detlev Hellfaier

Druckfassung in: Machtwort! Reformation in Lippe, hrsg. von Julia Schafmeister (Kataloge des Lippischen Landesmuseums Detmold; 21), Detmold: Lipp. Landesmuseum, 2017, S. 43-67.

→ Online-Fassung (pdf).

Abstract: „Im Schicksal von Nonnen, Mönchen und Klöstern“ lassen sich „oftmals die ersten und manchmal die einzigen materiellen Ergebnisse der lutherischen Reformation“ erkennen; die Auflösung der Klöster ist „eine der nachhaltigsten politischen und ökonomischen Wirkungen der Reformation“.  Die lutherische Glaubenslehre hat „nicht nur die Theologie, sondern das bis dahin bestehende Sozial- und Wirtschaftsgefüge der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gesellschaft in ihren Grundstrukturen“ erschüttert. Besonders die Insassinnen der Frauenklöster bei der Auflösung ihrer Ordenshäuser sahen einem ungewissen Schicksal entgegen und sorgten sich um ihre persönliche existentielle Zukunft. Das alles gilt ebenso für Westfalen und hier für die Grafschaft Lippe, denn von den in Lippstadt, Lemgo, Detmold, Blomberg und im Südosten des Landes gelegenen zehn Stiftern und Klöstern überdauerten das reformatorische Zeitalter nur vier, und davon allein drei aufgrund verfassungsmäßiger und konfessioneller Neuausrichtung.