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Keysser, Adolf

von Detlev Hellfaier

Druckfassung in: SchaumburgerProfile. Ein hist.-biograph. Handbuch. T. 2. Hg. von Hendrik Weingarten (Schaumburger Studien ; 73. – Bielefeld: Verl.  für Regionalgeschichte, 2016, S. 111-117).

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Adolf Keysser 1922, aus C. Nörrenberg, A. K., ein Nachruf, Leipzig 1933.

Geb. 15.5.1850 Rinteln, gest. 5.6.1932 Hiddesen bei Detmold; ev.-ref. – Offizier, Jurist, Bibliotheksdirektor.

Eltern: Johannes Karl Keysser, geb. 29.8.1798, gest. 28.9.1877, Rentmeister, Domänenrat; Clementine Freiin Spiegel zu Peckelsheim, geb. 21.7.1807, gest. 20.4.1855, T. des Ernst Ludwig Spiegel zu Peckelsheim, Erbherrn auf Helmern (†1826).

Ledig.

Adolf Keysser wurde als zweitjüngstes von 11 Kindern des kurhessischen Rentmeisters und Domänenrates Karl Keysser in Rinteln geboren; seine adlige Mutter, eine geborene Spiegel zu Peckelsheim, verlor er bereits als Fünfjähriger. Der Vater entstammte einer alten niederhessischen Offiziers- und Beamtenfamilie, hatte selbst 25 Jahre als Offizier bei den kurfürstlichen Gardegrenadieren gedient und wurde nach dem Abschied seinem Rang gemäß mit dieser herausgehobenen Position in dem überschaubaren Weserstädtchen versorgt; die Familie zählte damit zur bürgerlichen Elite Rintelns. Dank seiner 1927 wohl aufgrund von Tagebuchaufzeichnungen verfassten Autobiografie, die bis zum Abitur 1868 reicht, ist man über seine Kindheit und Jugend recht gut unterrichtet. Über die biografischen Informationen hinaus bedeuten diese Erinnerungen eine ebenso materialreiche wie aussagekräftige Quelle zur Kultur-, Sozial- und Alltagsgeschichte der Stadt Rinteln in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts; sie sind noch heute mit Gewinn zu lesen. Nach dieser Darstellung bewohnte die Familie eine weitläufige Dienstwohnung im Gebäudekomplex der ehemaligen Universität, wo nach deren Auflösung 1809 neben dem alten Gymnasium etliche Pfarrer- und Lehrerwohnungen eingerichtet worden waren.

Im Jahre 1856 wurde Keysser in die Rintelner Bürgerschule eingeschult und kam nach erfolgreich absolvierter Aufnahmeprüfung und zusätzlichem privaten Unterricht bereits Ostern 1859 in die Oberquinta des Rintelner Gymnasiums. Nach eigener Aussage handelte es sich bei ihm um einen eher mittelmäßigen Schüler, dessen häuslicher Fleiß sich in Grenzen hielt und dem jede Ablenkung durchaus willkommen war. Während ihm die naturwissenschaftlichen Fächer und vor allem die Sprachen Latein und Französisch lagen, stand er mit der Mathematik auf Kriegsfuss. Auf Betreiben des überstrengen Vaters, der ihn zurückstellen ließ, bestand er mit sechsmonatigem Verzug im Herbst 1868 das in Rinteln „Maturus“ genannte Abitur. Seinen Lehrern am Gymnasium stellte er in der Rückschau ein recht günstiges Zeugnis aus. Das verwundert nicht, denn mit dem Direktor Dr. Heinrich Rieß und namentlich den Lehrern Dr. Georg Friedrich Eysell, Dr. Ludwig Stracke, Dr. Julius Hartmann, Dr. Hugo Ferdinand Suchier und Dr. Otto Hartwig war das Rintelner Gymnasium mit ausgewiesenen Pädagogen und Wissenschaftlern ausgestattet und brauchte den Vergleich mit anderen höheren Lehranstalten nicht zu scheuen. Besonders Hartwig, der in Rinteln nur ein kurzes Gastspiel als Geschichts-, Latein- und ev. Religionslehrer gegeben hatte, machte nach 1867 als wissenschaftlicher Bibliothekar in Marburg und seit 1876 als Direktor der Universitätsbibliothek in Halle/Saale Karriere. Er gehörte um die Jahrhundertwende zu den richtungweisenden Gestaltern des deutschen Bibliothekswesens; mit der Zeitschrift „Centralblatt für Bibliothekswesen“ schuf er 1884 das führende Fachorgan, das über 100 Jahre selbständig erschienen ist und noch heute in der „Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie“ fortlebt. Keysser veröffentlichte zahlreiche Fachaufsätze in dem von seinem ehemaligen Lehrer redigierten Blatt.

Als einziger der fünf Söhne war Adolf Keysser offenbar vom Vater für den Militärdienst vorgesehen und trat unmittelbar nach der Reifeprüfung in das Schlesische Füsilier-Regiment Nr. 38 in Schweidnitz in Niederschlesien ein. Als aktiver Seconde-Leutnant nahm er am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Die Erinnerungen an seine Kriegsteilnahme hat er 1893 in der kleinen Schrift „Frieden im Kriege“ niedergelegt, die sich vor allem durch den weitgehenden Verzicht auf Kriegsverherrlichung und auf den zeittypischen Chauvinismus auszeichnet. Der Leser erfährt vom Vorrücken der schlesischen Füsiliere durch die Vogesen über Toul, St. Dizier und Reims nach Paris, von dessen Belagerung eingehend berichtet wird. Keysser, für den der Krieg ein unvermeidliches „Element der Weltordnung“ darstellt, widmet darin insbesondere dem Etappenleben, den Einquartierungen und dem Kontakt mit der Zivilbevölkerung im besetzten Frankreich breiten Raum und ist dabei bemüht, dem Krieg menschliche Züge abzugewinnen. Zwei Jahre später nahm er seinen Abschied vom Militär und wurde nach kurzem Interim als „Diätar“ (= Behördenangestellter auf Zeit) beim Oberpräsidenten in Straßburg am 1. Mai 1874 als wissenschaftlicher Hilfsbibliothekar im Vorbereitungsdienst bei der Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg angenommen. Parallel dazu studierte er Rechts- und Staatswissenschaften und wurde 1878 in Erlangen mit einer Arbeit aus dem römischen Privatrecht zum Dr. jur. promoviert. Die näheren Umstände, die ihn bewogen hatten, den Militärdienst zu quittieren, sind nicht bekannt.

Im Bibliothekswesen hatte Keysser ganz offensichtlich seine berufliche Bestimmung gefunden. Noch im selben Jahr, am 15.10.1878, trat er in den Dienst der wissenschaftlichen Stadtbibliothek in Köln, wurde 1887 offiziell zum Stadtbibliothekar und am 1.4.1900 zum Direktor ernannt; 1903 verlieh man ihm aufgrund seiner Verdienste den Professorentitel. Es gelang ihm, die auf eine lange Tradition zurückblickende, mittlerweile ins Abseits geratene Stadtbibliothek aus der bisherigen organisatorischen und personellen Verbindung mit dem Stadtarchiv herauszulösen und im Laufe seiner Amtszeit so auszubauen, dass sie nach Ende des Ersten Weltkrieges geeignet war, zum bibliothekarische Zentrum der neugegründeten Kölner Universität aufzusteigen; die Universitätsbibliothek Köln führt noch heute den Doppelnamen „Universitäts- und Stadtbibliothek“. Bemerkenswert sind seine Eingaben an den Rat der Stadt, seine Memoranden und vor allem seine im Laufe der Jahrzehnte selbständig und unselbständig erschienenen Fachpublikationen, die von profunder bibliothekarischer Kompetenz, klaren konzeptionellen Vorstellungen und  praktischem Geschick zeugen. In vergleichweise kurzer Zeit schaffte er es, aus einer nur mäßig ausgestatteten und aus unterschiedlichen Provenienzen zusammen gewürfelten kommunalen Büchersammlung ein leistungs- und wettbewerbsfähiges Kulturinstitut zu schaffen, dessen „wissenschaftliche Sammlungen für die Zwecke der gelehrten Forschung, der ernsten Belehrung und der allgemeinen Bildung aller Bevölkerungsschichten“ ihren legitimen Standort im Organismus der Wissensvermittlung behaupten konnten. Nach dem Bezug eines eigenen neuen Bibliotheksgebäudes 1897 konnte Adolf Keysser zum 300jährigen Bestehen der Stadtbibliothek im Jahre 1902 mit stolzer Genugtuung feststellen, dass „die vollständige Neugestaltung einer Anstalt, welche unter den großen städtischen Büchereien im Deutschen Reich nicht an letzter Stelle steht, nahezu vollendet“ sei.

Keyssers großes Verdienst um das vorrangige Bildungsinstitut der Stadt wurzelt vor allem in der Einführung moderner Organisationsformen und der Durchsetzung eines gesicherten Etats ebenso wie in der Ansprache klar definierter Zielgruppen und der Formulierung eines fundierten Erwerbungsprofils. Darüber hinaus schuf er zeitgemäße Formal- und Sachkataloge und bemühte sich mit Nachdruck um ein einheitliches Regelwerk; zudem war er einer der frühen Verfechter des – damals in der Fachwelt noch umstrittenen – Zettelkataloges, dessen Vorteile er nachdrücklich vertrat. Benutzungs- und Personalfragen, die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die bibliothekarische Kooperation waren Arbeitsfelder, auf denen der Kölner Bibliotheksdirektor ein gewichtiges Wort mitzusprechen hatte. Gemeinsam mit seinem Düsseldorfer Kollegen Constantin Nörrenberg, dem er zeit seines Lebens freundschaftlich verbunden geblieben ist, gründete er 1906 den „Verband Rheinischer (seit 1928: Rheinisch-Westfälischer) Bibliotheken“, dem er anfangs selbst vorstand und der als Vorgänger des heutigen nordrhein-westfälischen Bibliotheksverbandes gelten kann. Keyssers vornehmliches Interesse aber galt dem Sammeln und Erschließen des rheinischen Regionalschrifttums und hier im Besonderen der sog. „grauen“ oder ephemeren Literatur; das wurde nicht von allen seiner Bibliothekare begrüßt, sondern gern – zu Unrecht – als unwissenschaftlich abgetan. Für das Projekt einer „Rheinischen Bibliographie“, die das Schrifttum über alle Lebensbereiche in den Grenzen der preußischen Rheinprovinz als Hilfsmittel für die historisch-landeskundliche Forschung dokumentieren soll, erarbeitete er theoretische Grundlagen und zukunftsweisende Methoden zu ihrer praktischen Umsetzung; seine diesbezüglichen Ausführungen haben erstaunlich wenig an Aktualität eingebüßt. Als er Ende Mai 1915 aus dem Dienst schied, konnte er auf ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben zurückblicken, in der die von ihm geleitete und geprägte Stadtbibliothek in Köln von ursprünglich 35.000 Bänden (1878) auf rund 250.000 Bände angewachsen war.

Nach seiner Pensionierung hat Keysser der rheinischen Metropole umgehend den Rücken gekehrt, um sich in Hiddesen bei Detmold und damit am Fuße des Teutoburger Waldes niederzulassen. Zunächst in einem eigenen Haus, wenig später als Mieter einer geräumigen Wohnung im Haus „Zweibuchen“, einem stattlichen ehemaligen Bauernhaus, verlebte er über anderthalb Jahrzehnte seines Ruhestandes; seine Kölner Haushälterin Margarete Pohlhaus, eine Witwe, hatte ihn mit ihrem noch minderjährigen Sohn nach Hiddesen begleitet und stand ihm bis kurz vor seinem Lebensende zur Seite. Über die Hintergründe, die Keysser zu seinem Wohnsitzwechsel veranlasst haben, hat er sich nicht geäußert.

Selbstverständlich war ihm die hiesige Region bekannt, die Entfernung nach Rinteln beträgt allenfalls um die 50 Kilometer. Der Landstrich um Detmold, die Externsteine und das Hermannsdenkmal hatte er bereits als Schüler kennengelernt, und die lippische Landschaft, die derjenigen seiner geliebten Heimat im Weserbergland recht nahekommt, hatte offenbar ihren besonderen Reiz auf ihn ausgeübt. Ohnehin sind die Verbindungen nach Schaumburg während der gesamten Kölner Zeit und auch später nie ganz abgerissen. Gelegentliche Besuche in Rinteln, zuletzt zum 100jährigen Jubiläum seines Gymnasiums im Jahre 1921, sowie kleinere heimatkundliche Publikationen in der Schaumburger Zeitung und anderen Blättern künden von ungebrochener Zuneigung und wachem Interesse, die er dem Schaumburger Land entgegenbrachte. Seinen alljährlichen Urlaub verlebte der Junggeselle aus Köln, über dessen Privatleben ansonsten ausgesprochen wenig bekannt ist, im lippischen Dudenhausen bei Alverdissen und damit unweit zur schaumburgischen Grenze. Dort pflegte er mit seinem Schwager zweiten Grades Wilhelm Pape (1819-1899) auf die Jagd zu gehen, eine Leidenschaft, die ihn bereits seit seiner Jugendzeit nicht mehr losgelassen hatte. Die Jagderzählungen, die „der alte Pape“ im Laufe der Jahre zum Besten gegeben hatte, waren von Keysser minutiös aufgezeichnet und im Jahre 1895 herausgegeben worden; eine zweite Auflage der kultur- und jagdgeschichtlich stoffreichen Anthologie erschien neu aufgelegt 1924. Der Alltag des Seniors war ausgefüllt mit diversen Publikationsvorhaben, umfangreicher Lektüre, Wanderungen und Vortragsbesuchen, unterbrochen von gelegentlichen Reisen, so u.a. nach Köln-Mülheim und Kassel sowie Tagesfahrten in die nähere Umgebung des lippischen Landes. Sein Herzenswunsch, einmal Weimar, die Stadt der deutschen Klassik, zu sehen, blieb unerfüllt.

Zu seinem 80. Geburtstag im Jahre 1930 erfuhr der Jubilar noch einmal zahllose Ehrungen. Aus den Grußadressen ragten zweifellos das Telegramm des Kölner Oberbürgermeisters Dr. Konrad Adenauer und der „fröhliche Glückwunsch und Dank“, den ihm seine Vaterstadt Rinteln durch eine eigene Delegation übermitteln ließ, besonders hervor. In seiner Wahlheimat Hiddesen wurde er als gütiger Wohltäter gefeiert und die Anteilnahme, die sein Tod am 5. Juni 1932 nach einem schweren Schlaganfall hier ausgelöst hat, zeigt, dass die Integration in die Dorfgemeinschaft des Luftkurortes längst vollzogen war. Seinem testamentarischen Wunsch gemäß wurde Adolf Keysser, der „Bibliotheksdirektor a.D.“ und „Veteran von 1870/71“ – so die Todesanzeige –  in aller Stille in Hannover eingeäschert und fand auf dem städtischen Johannisfriedhof in Osnabrück, wo die Schwägerin seiner früheren Haushälterin lebte, die letzte Ruhestätte.

Mit Adolf Keysser starb ein charakteristischer Vertreter des Bildungsbürgertums und zugleich der Beamtengeneration des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts: politisch konservativ mit persönlich liberaler Einstellung, Bismarck-Anhänger, kaisertreu, Kriegsveteran. Seine politischen Hoffnungen setzte er während der Weimarer Republik auf Hindenburg, die Hitler-Euphorie gegen Ende seines Lebens war ihm nach eigener Aussage zuwider. Sein vertrauter Kollege Constantin Nörrenberg, mittlerweile selbst Pensionär, verfasste für das „Zentralblatt für Bibliothekswesen“ einen großartigen Nachruf, der erweitert auch als Sonderdruck verbreitet wurde. Darin werden dem Verstorbenen hervorragendes berufliches Können, Pflichterfüllung, Vorbildcharakter und menschliche Wärme attestiert. Für das deutsche Bibliothekswesen und die Lebensstationen in Schaumburg, in Köln und in Lippe bedeutete sein Wirken zweifellos einen Gewinn.

Nachlass:

Der Verbleib des Nachlasses ist bisher unbekannt. Dem Testament folgend wurden die „Familienpapiere“ vom Testamentsvollstrecker an Prof. Dr. Franz Keysser, damals Direktor des St. Vinzenz-Krankenhauses in Berlin-Lichterfelde, einen Neffen des Verstorbenen, gesandt. Keyssers Bibliothek erhielt die Murhardsche- und Landesbibliothek in Kassel (frdl. Hinweis Dr. Rainer Pape, Herford). – Für die Zeit als Pensionär in Hiddesen vgl. den Nachlass Nörrenbergs: Universitäts- u. Landesbibliothek Düsseldorf, Nachlass Dr. Constantin Nörrenberg, Bestand 7/25.

Werke:

  • Das Verbot der Schenkung unter Ehegatten nach römischem Rechte, Straßburg 1878, Diss. Erlangen
  • Der Burchard’sche internationale uniforme Katalogzettel. – In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 48 (1881), Nr. 222, S. 4123-4125
  • Die Kölner Stadtbibliothek, Köln 1881; Über die Einrichtung der alphabetischen Hauptkataloge öffentlicher Bibliotheken. – In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 2 (1885), S. 1-19
  • Die Stadtbibliothek in Köln. Ihre Organisation und Verwaltung; Beiträge zu ihrer Geschichte (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek in Köln, 1), Köln 1886; Die Stadtbibliothek. – In: Köln. Festschrift für die Mitglieder und Theilnehmer der 61. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte. Köln 1888, S. 589-593
  • Zur Begründung einiger Mehrforderungen für den Haushalt 1891/92; Stadtbibliothek Köln, Köln 1890; Die Büchererwerbungen der Kölner Stadtbibliothek. Denkschrift. Bestimmungen über die Verwaltung und Benutzung der Stadtbibliothek (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek in Köln, 3), Köln 1890
  • Zur geschichtlichen und landeskundlichen Bibliographie der Rheinprovinz (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek in Köln, 4), Köln 1891
  • Frieden im Kriege. Erinnerungen eines vormaligen preußischen Linienofficiers aus dem Feldzuge 1870/71, Köln 1893; (zus mit Joseph HANSEN u. Friedrich Carl HEIMANN)
  • Das Archiv und die Bibliothek der Stadt Köln. Festschrift zur 23. Jahres-Versammlung des Hansischen Geschichtsvereins zu Köln Pfingsten 1894 und der bei dieser Gelegenheit am 16. Mai vollzogenen Grundsteinlegung des neuen Archiv- und Bibliotheksgebäudes, Köln 1894
  • Der „alte Pape“. (Charakterköpfe aus Deutschlands Wäldern, V). – In: Das Waidwerk in Wort und Bild 5 (1895), Nr. 4 vom 15.11., S. 51-55
  • Der alte Pape. Bilder aus dem Leben eines Lippischen Waidmannes, Neudamm 1895; 2. erw. Aufl. Neudamm 1924
  • Bibliographische Übersicht über die Schriften von Dr. Johann Merlo, Köln 1896
  • Katalog einer Ausstellung von Druckwerken bei Gelegenheit der Gutenberg-Feier 1900, Köln 1900
  • Mitteilungen über die Stadtbibliothek in Köln 1602-1902. Führer für ihre Besucher (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek in Köln, Beih. 4), Köln 1902; 2., erw. Aufl. 1903; 3. Aufl. 1904; 4. bis 1905 weitergef. Aufl. 1905
  • Die öffentlichen Bibliotheken und die Schöne Literatur. Mit besonderer Beziehung auf die Kölner Stadtbibliothek (Veröffentlichungen der Stadtbibliothek in Köln, Beih. 5), Köln 1903
  • Das Bibliothekswesen als Gegenstand der öffentlichen Verwaltung, Köln 1905
  • Die rheinische Landesliteratur. Denkschrift über das Sammeln von Drucksachen zur Geschichte und Landeskunde der Rheinprovinz, Köln 1907
  • Die Landesliteratur und die öffentlichen Bibliotheken mit besonderer Beziehung auf die Rheinprovinz. – In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 25 (1908), S. 348-355
  • Oberst Weiß 1796-1875. Ein Lebensbild aus der kurhessischen Heeresgeschichte, Kassel 1910
  • Die Stadtbibliothek. – In: Die Stadt Cöln im ersten Jahrhundert unter preußischer Herrschaft 1815-1915, Bd. 2, Cöln 1915, S. 143-149
  • Die Standortskataloge der Kölner Stadtbibliothek. – In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 33 (1916), S. 172-182
  • Recht und Juristen im Spiegel der Satire, Bde. 1-2, Rothenfelde 1919
  • Zur Erinnerung an Hermann Weibezahn (1820-1909, Numismatiker. – In: Hessenland 34 (1920), Nr. 7/8, S. 56-57
  • Die Lippische Landesbibliothek. – In: Lippische Landeszeitung 156 (1922), Nr. 18 vom 21. Jan.
  • Die Jugendtage eines Kleinstädters. Allerlei aus dem alten Rinteln an der Weser. Ein Heimatbuch, Rinteln 1927.

Miszellen und Diskussionsbeiträge erschienen in verschiedenen Jahrgängen des Zentralblattes für Bibliothekswesen, zahlreiche, meist heimatkundliche Artikel finden sich in Kölner, Schaumburger und lippischen Zeitungen und Heimatblättern.

Darstellungen:

  • Constantin NÖRRENBERG, Adolf Keysser. Ein Nachruf, Leipzig 1933 (Kurzfassung auch in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 50 (1933), S. 322-325)
  • Keysser, Adolf. – In: Alexandra HABERMANN (Hg.), Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare 1925-1980 (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderh. 42), Frankfurt/Main 1985, S. 156-158
  • Wolfgang BRÜSKE, Adolf Keysser. – In: Severin CORSTEN (Hg.), Lexikon des gesamten Buchwesens, 2. Aufl., Bd. 4, Stuttgart 1995, S. 205-206
  • Rudolf JUNG, Adolf Keysser, Direktor der Stadtbibliothek Köln 1880-1915: Eine Annäherung über seine Publikationen. – In: Gernot GABEL (Hg.), De officio bibliothecarii. Beiträge zur Bibliothekspraxis. Hans Limburg zum 65. Geburtstag gewidmet,  Köln 1998, S. 232-260
  • Detlev HELLFAIER, Aus der Frühzeit der regionalbibliographischen Theorie: die Vorstellungen Adolf Keyssers von einer Rheinischen Bibliographie. – In: Ludger SYRÉ, Heidrun WIESENMÜLLER (Hg.), Die Regionalbibliographie im digitalen Zeitalter. Deutschland und seine Nachbarländer (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderbd. 90), Frankfurt/Main 2006, S. 15-31 →Hier online.
  • Detlev HELLFAIER, „Freund des Lipperlandes“. Adolf Keysser, Bibliothekar in Köln, Pensionär in Hiddesen. – In: Heimatland Lippe 102 (2009), S. 197-199 →Hier online.
  • Detlev HELLFAIER, Adolf Keysser (1850-1932) – Bibliothekar, Waidmann, Pensionär. – In: Detlev HELLFAIER, Helwig SCHMIDT-GLINTZER, Wolfgang SCHMITZ (Hg.), Der wissenschaftliche Bibliothekar. Festschrift für Werner Arnold (Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, 44), Wiesbaden 2009, S. 79-105. →Hier online.

Porträts:

Foto 1866, Adolf Keyssser im Kreise seiner Klassenkameraden, in: A.K., Die Jugendtage eines Kleinstädters, 1927, nach S. 64 „Ein Pennälerbild“; Foto um 1898, Nachlass Nörrenberg, ULB Düsseldorf, Bestand 7/25, unpag.; Foto 1922, in: C. Nörrenberg,  Adolf Keysser. Ein Nachruf, 1933.