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Freiligrath und Brockhaus (1). Briefe 1829-1864

Wilhelm Freiligrath an Heinrich Brockhaus, 20. Juni 1829, 1. Seite. Sign. FrS 637, 16

von Joachim Eberhardt

Druckfassung in: Grabbe-Jahrbuch 34 (2015), S. 187-211.

→Text als PDF.

Zusammenfassung: Über Freiligraths Beziehung zum Brockhaus-Verlag und seinen Repräsentanten ist wenig bekannt. Fleischhacks Bibliographie von 1993 dokumentiert dies eindrucksvoll, denn „Brockhaus“ hat dort im gemeinsamen Sach- und Personenregister keinen Eintrag. Zwar bot Buchners Briefbiographie im zweiten Band einen langen Brief Freiligraths vom 9. Juli 1852 an den Verlag, doch taugt dieser weniger als Dokument einer Beziehung zwischen Verlag und Autor denn als Dokument seines Lebens. Freiligrath formulierte darin die Ereignisse und Entwicklungen seiner Biographie, die er sich als Ergänzung zu seinem biographischen Eintrag im bekannten Konversationslexikon des Verlagshauses wünschte – eine Art von Brief, wie sie sicher viele Autoren an diesen Verlag geschrieben haben.

Nun sind 2014 bei der Frühjahrsauktion des Hauses Stargardt Autographen aus dem Archiv des Brockhaus-Verlages in den Handel gekommen. Ein Konvolut mit 14 (bis auf einen) unveröffentlichten Freiligrath-Briefen konnte die Lippische Landesbibliothek dank einiger Spenden erwerben; zwei weitere interessante, ebenfalls unveröffentlichte Stücke kamen im Frühjahr 2015 hinzu. Sie erweitern das Bekannte um überraschende Facetten. Der Beitrag stellt den ersten Teil des Briefwechsels dar und gibt die Briefe im Volltext wieder.