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„Thu nicht gerührt und albern.“
Zum 100. Geburtstag des Detmolder Grabbe-Archivs und zum 2000. Jahrestag der Hermannsschlacht

von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen

Druckfassung in: Grabbe-Jahrbuch 26.2007/2008 (2009), S. 39-75.

Einleitung
Das Grabbe-Archiv – eine Gründung des Jahres 1909
↓ Die „Hermannsschlacht“ – Erwerbung von Autographen seit 1961
Bruchstück 103
Bruchstück 104
Bruchstück 105
Bruchstück 106
Bruchstück 107
Bruchstück 108
Bruchstück 109
Bruchstück 110
Anmerkungen

Im Jahr 2009 begeht das von Alfred Bergmann begründete Grabbe-Archiv der Lippischen Landesbibliothek Detmold seinen 100. Geburtstag. Ebenfalls 2009 jährt sich zum 2000. Mal das Ereignis der Schlacht am Teutoburger Wald, dem Christian Dietrich Grabbe 1836 ein Drama gewidmet hat, das nach 68 aufführungsfreien Jahren 2009 in Detmold und Osnabrück erstmals wieder auf die Bühne kommt und seine Tauglichkeit, den Ursachen des deutschen Nationalismus auf den Grund zu kommen, erweisen soll. Das Ineinanderfallen der beiden Gedenkjahre ist Anlass dafür, an die Geschichte des Grabbe-Archivs zu erinnern und die acht seit dem Erscheinen der Historisch-Kritischen Grabbe-Ausgabe erworbenen und bisher nicht edierten Manuskripte Grabbes zu seiner „Hermannsschlacht“ aus dem Besitz des Archivs vorzustellen.

Das Grabbe-Archiv – eine Gründung des Jahres 1909

„Ha Sonne! könnt’
Ich dich einmal bei deinem Strahlenhaare packen –
Am Felsen wollt’ ich dein Gehirn zerschmettern,
Und dich, was Schmerz heißt, fühlen lassen!“

Das Grabbe-Archiv der Lippischen Landesbibliothek existiert seit 1938, als der Literaturwissenschaftler Alfred Bergmann (1887-1975) seine private Grabbe-Sammlung dem Freistaat Lippe übereignete.[1] Es ist ein Schriftsteller-Archiv in seltener Fülle und Geschlossenheit, als Quellensammlung zur deutschen Literatur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von besonderem Wert. Bergmann hatte sich in Dresden 1904 während einer Schulstunde von den zitierten Versen aus Grabbes „Herzog Theodor von Gothland“ erschüttern lassen und seine spätere wissenschaftliche Laufbahn darauf gegründet. Er widmete Grabbe sein gesamtes Lebenswerk, dessen quellenkritische Leistung für die Grabbe-Forschung bis heute unverzichtbar ist, und sammelte zu diesem Zweck planmäßig und mit größtmöglicher Vollständigkeit alles auf dem Antiquariatsmarkt Angebotene. Grabbe selbst hatte nichts Schriftliches hinterlassen, sämtliche Manuskripte und Briefe waren verstreut in privater Hand überliefert. Ein ansehnliches Privatvermögen erlaubte Bergmann von 1909 bis zu dessen inflationsbedingtem Verlust 1923 den großzügigen Ankauf von Antiquaria und Handschriften als Arbeitsgrundlage für seine Forschungen. Konkurrierende Grabbe-Sammler gab es zunächst nicht.

1935 kam Bergmann in Kontakt mit Eduard Wiegand, dem Direktor der Lippischen Landesbibliothek.[2] Dieser ergriff die Chance der aktuellen Grabbe-Konjunktur – im Rahmen der ersten Detmolder „Grabbe-Woche“ 1936 feierte Detmold mit reichsweitem Echo den Sohn der Stadt als faschistischen Klassiker – und leistete erfolgreich Überzeugungsarbeit in der Lippischen Landesregierung. Bis dahin hatte sich Grabbes lippische Heimat an der schriftlichen Hinterlassenschaft ihres Landsmannes nicht sonderlich interessiert gezeigt. Schon 1874 war das Angebot ausgeschlagen worden, die eigenhändigen bzw. eigenhändig durchkorrigierten Werkmanuskripte zu „Herzog Theodor von Gothland“, „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, „Nannette und Maria“, „Marius und Sulla“ und „Aschenbrödel“ sowie den Briefwechsel Grabbes mit seinem Verleger Kettembeil aus dem Besitz des Grabbe-Forschers Oscar Blumenthal für Detmold zu erwerben; die Handschriften kamen 1917 an Fürst Leopold zur Lippe, der sie 1925 als Privateigentum an Bergmann verkaufte. Das Originalmanuskript der Fassung letzter Hand von Grabbes „Hermannsschlacht“ gelangte 1901 über den Autographenhandel an die Königliche Bibliothek in Berlin. Und noch 1932 ging die vorläufige Reinschrift der 1834/35 in Düsseldorf entstandenen Tragödie „Hannibal“ an die Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf. Nun aber sollte das Versäumnis wieder gutgemacht werden. Wiegand sicherte Lippe das Vorkaufsrecht vor der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund und der Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf, die ebenfalls Grabbe-Autographen besaßen und Interesse an der Sammlung hatten. 1936 zeigte Lippe während der „Grabbe-Woche“ eine Ausstellung aus den Beständen von Bergmanns Grabbe-Archiv im Landestheater. 1938 erwarb die Lippische Landesregierung den ersten, 1942 den zweiten Teil des Archivs.

Zu diesem Zeitpunkt umfasste das Grabbe-Archiv die vollständigen Werkhandschriften zu sechs Dramen und 45 Prosatexten sowie zahlreiche Entwürfe und Skizzen zu Grabbes Werken, 102 Briefe von Grabbe und ca. 50 Briefe und Manuskripte von anderen Verfassern. Eine seit 1920 aufgebaute Bildsammlung mit mehr als 300 zeitgenössischen Portraits und Stadtansichten diente der Illustration von Grabbes Biographie. Ergänzt wurde das handschriftliche und graphische Material durch eine 12.000 Bände zählende Bibliothek, in der außer den Erstausgaben, Gesamt-, Teil- und Einzelausgaben und unselbständig erschienenen Erstdrucken von Grabbes Werken auch die gesamte Forschungsliteratur zu Grabbe versammelt war. Es war Bergmann sogar gelungen, einige Bände aus Grabbes persönlichem Bücherbesitz aufzuspüren. Darüber hinaus hatte er die von Grabbe als Leser rezipierte und kritisierte Literatur und die von Grabbe als Theaterbesucher gesehenen und besprochenen Dramen für sein Archiv erworben, überhaupt möglichst alle Werke von Grabbes literarischen Zeitgenossen in Erstausgaben, auch und gerade die anderwärts kaum überlieferte Bestseller-Produktion des leichten Genres. Hinzu kamen die literarisch-schöngeistigen Almanache und Journale der Zeit, darunter Rarissima wie der „Komet“, die „Europa“ und der „Phönix“. Bergmann hatte auch Grabbes „literarischen Hintergrund“ ausleuchten wollen und damit eine bis heute in ihrer Vielfalt herausragende Bibliothek schöner Literatur des Zeitraums 1750-1850 zusammengestellt. Indem er auch noch die Grabbes Dramen als Stoffquelle dienende und die zu ihnen motivverwandte Literatur aller Zeiten – Faust-, Don Juan-, Hohenstaufen-, Römer-, Germanen- und speziell Arminius-Dichtungen – in seinen Besitz gebracht hatte, ist aber auch diese Bibliothek über ihre zeitlichen Grenzen hinaus erweitert worden. Die Bibliothek des Grabbe-Archivs ist bereits rekatalogisiert worden und damit im Nordrhein-Westfälischen Katalogverbund und im elektronischen Benutzerkatalog der Lippischen Landesbibliothek zu finden; die zum Teil einzigartigen historischen Zeitschriftenbestände sind in der überregionalen Zeitschriftendatenbank erfasst. In Kästen aufbewahrt und bis heute laufend ergänzt ist eine mehrere Tausend Artikel umfassende Zeitungsausschnitt-Sammlung, darunter auch die Kritiken zu Theateraufführungen von Grabbes Dramen in Original oder Abschrift. Dieses Material war durch Regie- und Soufflierbücher, Theaterzettel, Plakate, Programmhefte und Szenenfotos überdies zu einer vollständigen Dokumentation der Bühnenrezeption des Dramatikers Grabbe ergänzt.

Bergmann, bis dahin Bibliothekar am Goethe- und Schiller-Archiv, zog von Weimar nach Detmold und betreute als Angestellter der Bibliothek bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Dienst 1952 das Grabbe-Archiv weiter. Bis 1940 konnte er ihm noch 16 neue Grabbe-Autographen hinzufügen. Das Archiv profitierte zudem vom Grabbe-Boom auf dem deutschen Theater der Jahre 1936-1942 durch Übernahme bis dahin nicht gesammelter Bühnenbild- und Kostümentwürfe verschiedenster Inszenierungen – eine Sammlung, die heute etwa 400 Blätter umfasst. 1953 beauftragte die Göttinger Akademie der Wissenschaften Alfred Bergmann mit der Erarbeitung der historisch-kritischen Ausgabe der Werke und Briefe Grabbes, die er durch den Aufbau seiner Sammlung fast fünfzig Jahre lang vorbereitet hatte und in den folgenden zwanzig Jahren im Alleingang fertigstellte.[3] Ihr sechster und letzter Band erschien 1973, im 87. Lebensjahr Bergmanns. Im gleichen Jahr veröffentlichte er zum Abschluss seiner jahrzehntelangen wissenschaftlichen Arbeit auch seine Grabbe-Bibliographie.[4]

Mit Rechnung vom 1. März 1950 erwarb die Lippische Landesbibliothek die ersten Grabbe-Handschriften in der neuen Trägerschaft des Landesverbandes Lippe: das Fragment einer eigenhändigen Niederschrift Grabbes zur „Hermannsschlacht“ und drei Briefe des ebenfalls in Detmold geborenen Ferdinand Freiligrath an Luise Christiane Grabbe, des Dichters Witwe. Dass mit Bergmanns Anspruch an Vollständigkeit konsequent auch weiterhin alle Originalquellen wie Handschriften, Dokumente und Graphiken, alle Textausgaben und Übersetzungen sowie alle Rezeptionszeugnisse aus den Bereichen Dichtung, Musik, Kunst, Film und Theater zu sammeln und zu erschließen seien, stand unter seinen Nachfolgern Ernst Fleischhack und Klaus Nellner immer außer Frage, ebenso wie die gesamte Sekundärliteratur inklusive der Hausarbeiten von Schülern und Studenten und erreichbarer Vortrags- und Rundfunktyposkripte möglichst lückenlos beschafft und jeder relevante Zeitungsartikel ermittelt wurde und wird. Dem Medienwandel folgend, liegen Fotos und Ausstattungsentwürfe von Theateraufführungen heute oft nur noch digital vor; Online-Publikationen, deren Nutzungsrechte nicht bei der Lippischen Landesbibliothek liegen, werden sicherheitshalber noch immer ausgedruckt und in Papierform in den Bestand integriert.

Die Handschriftensammlung des Grabbe-Archivs umfasst gegenwärtig 624 Stücke, davon 264 Briefe von Christian Dietrich Grabbe. Weitere mehr als 200 Briefe stammen aus dem Verwandten- und Freundeskreis, beispielsweise von Norbert Burgmüller, Eduard Duller, Ferdinand Freiligrath, Heinrich Heine, Karl Immermann und Karl Köchy, davon sind 39 Briefe an Grabbe selbst adressiert. Unter den Handschriften werden auch biographische Dokumente aufbewahrt: Schulzeugnisse, Stammbuchblätter, Quittungen, Vollmachten, ein Verlagskontrakt, die Hochzeitsanzeige und Protokolle aus Grabbes juristischer Tätigkeit.

Das Lippische Literaturarchiv leistet heute als einzige bestandshaltende Institution aktive Unterstützung für die Grabbe-Forschung. Handschriften-Neuerwerbungen werden im Jahrbuch der Grabbe-Gesellschaft bekannt gemacht. Die Grabbe-Bibliographie mit hoher Erschließungstiefe auch für die Bühnengeschichte von Grabbes Dramen wird in der Lippischen Landesbibliothek bearbeitet; sie steht im Grabbe-Jahrbuch gedruckt und ab Berichtsjahr 1998 auf den Webseiten der Landesbibliothek online zur Verfügung. Die Bibliothek pflegt eine Webseite „Grabbe online“,[5] die auf eigene und fremde Web-Informationen zu Grabbe verweist; hier wird auch auf Neuerwerbungen, Neuerscheinungen und aktuelle Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Ab der Spielzeit 2000/2001 sind sämtliche Theateraufführungen von Grabbes Stücken online archiviert und mit den zugehörigen Informationen der Spielstätten verlinkt, dazu sind die jeweiligen Kritiken verzeichnet. Bereitgestellt ist auch eine Übersicht über die aus zweihundert Jahren vorhandenen Theatermaterialien zu sämtlichen Grabbe-Inszenierungen. Wissenschaftler, Verlage, Journalisten und Theaterleute finden oft über diese Webseiten den Weg zum Detmolder Grabbe-Archiv.

Immer wieder werden die Bestände des Grabbe-Archivs der Öffentlichkeit in Dokumentationen und Ausstellungen präsentiert, zuletzt in der 200 Exponate umfassenden Ausstellung „Grabbe im Original“ zum 200. Geburtstag des Dramatikers 2001. Die Ausstellung, die die Sammlung in ihrem ganzen Reichtum sinnfällig machte, wurde in Detmold vollständig gezeigt und wanderte anschließend auszugsweise in die Universitätsbibliothek Hagen und ins Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. Ein gleichnamiges Buch brachte erstmals Farbe in die Grabbe-Literatur und bietet anhand abgebildeter Autographen, Bilder und Dokumente einen anschaulichen Überblick über Grabbes Leben und Werk.[6]

Aktuelles Projekt ist die Einrichtung eines Grabbe-Portals im WWW, analog zum bereits bestehenden Heine-Portal[7] und unter Nutzung der dafür bereitstehenden Plattform. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf und dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier durchgeführt. Es ist geplant, die historisch-kritische Grabbe-Ausgabe Alfred Bergmanns zu digitalisieren, nach TEI-Standard auszuzeichnen und unter einer komfortablen Benutzeroberfläche im Volltext frei zugänglich anzubieten. Die Textseiten sollen mit dem kritischen Apparat und den durch Metadaten erschlossenen und recherchierbaren Faksimiles der zugehörigen Werkmanuskripte und Briefe verknüpft werden. Auch die Erstausgaben von Grabbes Werken werden als Image integriert. Der Forschung kann damit ein Instrument an die Hand gegeben werden, das die methodischen Mängel, das Fehlen von Registern und den durch Neuerwerbungen veralteten Forschungsstand der Grabbe-Ausgabe kompensiert. Es kann in Zukunft laufend aktuell gehalten und erweitert werden und ein zeitgemäß attraktives Angebot zur Beschäftigung mit Grabbes Werk sein.

Die „Hermannsschlacht“ – Erwerbung von Autographen seit 1961

Das Vorhaben, ein Drama „Die Hermannsschlacht“ zu schreiben und damit seiner lippischen Heimat ein Denkmal zu setzen, ist erstmals in einem Brief Grabbes an seine Frau Luise Christiane von Januar 1835 belegt.[8] Er war gerade in Düsseldorf angekommen, wo Karl Immermann, Landgerichtsrat, Schriftsteller und Theaterdirektor, ihm durch kleinere Arbeitsaufträge ein Einkommen verschaffte und seine Mietkosten bestritt. Grabbe blieb anderthalb Jahre – eine letzte Phase überbordender Kreativität, voll angefangener Manuskripte und unvollendeter Pläne. Doch die Freundschaft mit dem Gönner Immermann zerbrach sehr bald. Grabbe ruinierte seinen Ruf als schwieriges, aber ausgezeichnetes schriftstellerisches Talent, er versoff seine Barschaft, war total verschuldet, sein körperlicher Verfall schritt sichtbar voran. Diese Umstände erschwerten die Arbeit am Drama, die Grabbe einerseits ganz erfüllte, andererseits aber auch bis aufs äußerste forderte. Immer wieder verkündete er die Gewissheit, dass die „Hermannsschlacht“ sein letztes Stück sein werde. Hinzu kam eine starke emotionale Beteiligung, da die Arbeit am Stoff ihn an glücklichere Zeiten seines Lebens erinnerte. Besucher berichteten, er habe beim Vorlesen von Szenen des Stückes leidenschaftlich von seiner lippischen Heimat geschwärmt.[9]

Grabbe hat sein Theaterstück in den Jahren 1835/36 immer wieder überarbeitet. Die Eingangs- wie die Schluss-Szene lagen im Sommer 1835 bereits in Vorstufen vor, so dass der Rahmen des Ganzen abgesteckt war. Doch auch wenn Grabbe schon aus Düsseldorf mehrmals die Fertigstellung des Stückes verkündete, sah er immer wieder Anlass zu grundlegenden Änderungen und zur Neuformulierung ganzer Szenen. Sie wurden in immer neuen Varianten zunächst breiter entfaltet und anschließend inhaltlich und sprachlich präzisiert und gestrafft. Ende September 1835 meldete er über die Schlacht: »Sie ist fertig. Ich feile nur noch, sinke auch wohl an ihr nieder, wenn sie vollendet ist, – auf ewig.«[10] Aber dann erstellte er doch wieder eine neue, verbesserte Fassung. Nach dem Bruch mit Immermann in Düsseldorf ohne Perspektive, kehrte Grabbe schließlich Ende Mai 1836 nach Detmold zurück. Hier stellte er mit letzter Kraft das Manuskript der »Hermanns-Bataille« fertig. Am 21. Juli 1836 übersandte er die abgeschlossene Fassung letzter Hand zur Durchsicht an den Freund Moritz Leopold Petri. Sieben Wochen später starb er.

Nach Grabbes Tod gelangte das Manuskript in die Hände seiner Witwe. Sie ließ eine Abschrift herstellen, die sie im November 1836 an den Verleger Carl Georg Schreiner in Düsseldorf als Druckvorlage übersandte und die sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz befindet. Die Lippische Landesbibliothek besitzt eine von Grabbes Freund Moritz Leopold Petri, der sich seinerseits um die Drucklegung kümmern wollte, veranlasste vollständige Abschrift. Die an Schreiner übersandte Druckvorlage ist verloren.

Der Entstehungsprozess der „Hermannsschlacht“ ist jedoch nicht nur in diesen vollständigen Fassungen dokumentiert. Mehr als 40 Bruchstücke unterschiedlichen Umfangs aus den eigenhändigen Entwürfen zur „Hermannsschlacht“ besaß die Lippische Landesbibliothek schon im 1938 von Bergmann erworbenen Grabbe-Archiv. Zwischen 1939 und 1951 kamen zehn weitere hinzu, die Bergmann 1961 in der Historisch-Kritischen Ausgabe berücksichtigen konnte. Diese und die Fragmente in sechs weiteren öffentlichen Sammlungen waren alles, was sich seit 1909 durch Bergmann hatte ermitteln lassen. Drei ehemals in Privatbesitz befindliche Stücke, von denen ihm Kopien vorlagen, waren inzwischen verschollen. So zählte Bergmann 102 Bruchstücke und sah sich 1961 zu der Auskunft berechtigt: „In Privatbesitz hat keines mehr nachgewiesen werden können.“[11]

Doch kaum war Band 3 der Historisch-Kritischen Ausgabe mit der Edition der „Hermannsschlacht“ erschienen, bot das Auktionshaus Stargardt im November 1961 zwei der von Bergmann edierten, aber als verschollen bezeichneten Fragmente zum Kauf an.[12] Es handelte sich um die Bruchstücke 101 und 102, die sich zuvor im Besitz des Freiherrn Lothar von Biederstein befunden hatten. Bergmann hatte angenommen, dass die Stücke, die während des Zweiten Weltkriegs auf einem Schloss in Sachsen sichergestellt worden waren, durch die Kriegshandlungen zu Grunde gegangen seien.[13] Prompt tauchten sie nun wieder auf. Sie konnten zum Preis von 2.051,75 DM inklusive Aufgeld und Mehrwertsteuer für die Detmolder Sammlung erworben werden.[14] Da sie in der Historisch-Kritischen Ausgabe bereits ediert sind,[15] sollen sie hier nicht weiter berücksichtigt werden.

Gänzlich unbekannte Stücke gelangten 1975 in den Autographenhandel und waren bereits mit einem Schätzpreis von je 3.000 DM versehen. Auf der Frühjahrsauktion von Stargardt 1975 wurde ein paginiertes Fragment (= Bruchstück 103) zu der Szene angeboten, in der Hermann die Römerrüstung ablegt und zertritt, um sich in seinem (germanischen) Hermelinmantel zu wärmen.[16] Der Zuschlag erfolgte bei 5.100 DM. Das in der Herbstauktion desselben Jahres aufgerufene Fragment (= Bruchstück 104),[17] in dem der noch Armin genannte Dramenheld seine Landsleute auffordert, im Gedenken an den Wert ihrer Heimaterde in den Kampf zu ziehen, ersteigerte dann die Grabbe-Gesellschaft für 3.800 DM und überließ es der Lippischen Landesbibliothek ein Jahr später als Dauerleihgabe.

Das dritte, von Bergmann in der Historisch-kritischen Ausgabe als verschollen bezeichnete Bruchstück 100 aus dem früheren Besitz von Theodor Apel auf dem Rittergut Ermelitz bei Schkeuditz kam 1988 wieder ans Licht.[18] Das Blatt, das mit dem in den Kunstsammlungen der Veste Coburg befindlichen Bruchstück 3 zusammengehört, konnte zum Preis von 7.000 DM für das Detmolder Grabbe-Archiv ersteigert werden.[19] Es war nach einem früheren Faksimile und älteren Notizen Bergmanns in der Historisch-Kritischen Ausgabe bereits publiziert worden und wird hier nicht noch einmal herangezogen.[20]

Schließlich kam es 1990 noch einmal zur Versteigerung eines bis dahin gänzlich unbekannten „Hermannsschlacht“-Autographs (= Bruchstück 105).[21] Aufregend wurde es aber im Herbst des Grabbe-Jubiläumsjahres 2001. Im November 2001 versteigerte das Auktionshaus Stargardt in Berlin zwei Briefe Christian Dietrich Grabbes und drei Entwürfe zu seinem Drama „Die Hermannsschlacht“.[22] Im Juni des Jahres 2002 wurden noch einmal ein Brief und zwei Fragmente der „Hermannsschlacht“ angeboten.[23] Die Autographen stammten aus dem Besitz des Hamburger Bankiers Max Warburg (1867-1946), der 1946 im New Yorker Exil verstorben war. Grundstock seiner Sammlung waren die Autographen aus dem Familienbesitz seiner Gattin Alice, geb. Magnus, gewesen. Die aus den Korrespondenzen der Familie Magnus aufgebaute Sammlung war seit 1870 gezielt durch Zukäufe auf Auktionen erweitert und vor allem auf dem Gebiet der Literatur und der Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts abgerundet worden. Die Grabbe-Autographen der Sammlung Warburg, die zumindest nach 1909 nicht mehr auf dem Markt gesichtet worden waren, gehörten wahrscheinlich schon vor 1900 in die Sammlung Magnus. 2001/2002 wurden die verbliebenen 620 Autographen der Sammlung Warburg im Ganzen verkauft, und die Firma Stargardt teilte im Versteigerungskatalog mit: „Seit Jahrzehnten ist keine Autographensammlung auf den Markt gekommen, die eine solche Fülle gänzlich unbekannter oder unzulänglich edierter, der Forschung seit Generationen nicht zugänglicher Autographen enthielt.“[24]

So war auch die Existenz der neun Grabbe-Handschriften bis dahin völlig unbekannt. Grabbe-Autographen sind auf dem Antiquariatsmarkt so selten geworden, dass mit dem Auftauchen dieser Stücke nicht mehr gerechnet werden konnte. Wenn etwas angeboten wird, dann handelt es sich meistens um Autographen, die irgendwann seit 1909, als Alfred Bergmann systematisch zu sammeln begonnen hat, auf den Markt gelangt sind, aber von ihm oder später von der Lippischen Landesbibliothek nicht für Detmold erworben werden konnten. Aufgrund der konsequenten Marktbeobachtung ist dann immerhin das Vorhandensein dieser Stücke bekannt. So war es beispielsweise bei dem Brief des Schülers Grabbe an die Meyersche Hofbuchhandlung vom Februar 1818, der 2005 mit Hilfe der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Lippischen Landesbibliothek Detmold e.V. für die Sammlung erworben werden konnte und im Grabbe-Jahrbuch 2005[25] vorgestellt und erläutert worden ist: Der Brief war zuletzt 1907 in Leipzig versteigert worden, noch bevor Bergmann mit dem Aufbau der Sammlung begonnen hatte, und konnte von ihm in der Historisch-Kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe Grabbes mit Angaben zum Inhalt bereits verzeichnet werden.[26]

Ein Spendenaufruf zur Rettung lippischen Kulturguts im Vorfeld der Auktion 2001 hatte das erfreuliche Ergebnis, dass zahlreiche Privatleute, Banken und Wirtschaftsunternehmen Mittel in beträchtlicher Höhe zur Verfügung stellten. Auch die Grabbe-Gesellschaft beteiligte sich. Hinzu kam die großzügige Unterstützung durch die Kulturstiftung der Länder, das Land Nordrhein-Westfalen, den Kreis Lippe und die Stadt Detmold. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 86.500 DM wurden fast vollständig von den externen Geldgebern aufgebracht, so dass nur zu einem geringen Anteil auf den Etat der Bibliothek zurückgegriffen werden musste. Es ist gelungen, alle Grabbe-Autographen aus der Sammlung Max Warburg für das Grabbe-Archiv der Lippischen Landesbibliothek zu erwerben.

Mit den Fragmenten der Sammlung Warburg (= Bruchstück 106-110) besitzt das Detmolder Grabbe-Archiv heute 64 von 110 bekannten „Hermannsschlacht“-Autographen. Die acht Entwürfe, die Alfred Bergmann unbekannt geblieben waren und in der Historisch-kritischen Ausgabe nicht enthalten sind, werden im folgenden erstmals publiziert. Sie werden anschließend an Bergmanns Zählung als Bruchstück 103 bis 110 fortlaufend numeriert.

Bruchstück 103

Umfang: 1 Bl. in 4° (2 beschr. S.) 26,2 x 21,2 cm
Papier: feingeripptes Schreibpapier, leicht braunfleckig, knittrig, rechts kleine Einrisse
Wasserzeichen: vorhanden, nicht entziffert
Paginierung: 91 und 92
In der linken oberen Ecke der Vorderseite mit Tinte:
„Grabbe. Stück aus der Hermanns-Schlacht“
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 347 Z. 4-38
Stargardt 605 Nr. 116, Zuschlag: 5.100 DM
Inv.-Nr.: LA 1975/1
Signatur: GA Ms 61a

Es handelt sich um einen Entwurf zur Szene „Erster Tag“. Es treten auf: Hermann, Knecht, Die Deutschen und Einer. Das Fragment deckt sich mit keinem der anderen bekannten Bruchstücke und bildet zu keinem einen direkten Anschluss.

GA Ms 61a r

[91]
Römerrüstung ab und zer-
tritt sie:)
Ich fror lang genug in
dir! – Meinen Hermelinman-
tel, daß ich mich einmal
wärme! – [ergänzt: Wie] Knecht, du hast
ihn doch [ergänzt: schon] bei dir?
Knecht: Versteht sich. Ich dachte seit
zehn Jahren immer, es könn-
te nicht anders kommen als
wie heute,
[ergänzt: trug ihn mit mir, putzte
ihn jeden Morgen, eh’ ich meinen
Kindern das Frühstück gab,
und unterließ nichts, ihn]
und hielt ihn in
gutem Stande.
Hermann (im Her- melin:)
Thu nicht gerührt und albern.
[ergänzt: Alles] Es geht alles nur zu gut.
Die

GA Ms 61a v

[92]
Die Deutschen.
In dem Mantel – ah, wie
schön er ist. der Fürst ist. er
darin ist.
Einer.
Gewiß. So’n Mantel ist theuer.
Hermann.
Dort in der Thalenge windet sich
die [ergänzt: der] vom Capitol her zün-
delnde Drache zu uns empor,
[ergänzt: oder ich irrte sehr,]
[ergänzt: oder ich irrte sehr, und nichts]
und nichts rettet uns, vertilgen
[ergänzt: würde uns retten, vertilgten]
wir ihn [ergänzt: dann] nicht. Sonst erreicht er
sein Ne nahes Nest Aliso, oder
lagert sich gar mit seinem
giftigen Bauch auf diesen
das Land beherrschenden Berg[ergänzt: en].
höhen. Ich denke: wehrt euch! [ergänzt: Wehren wir uns!] Für
Rache und Freiheit kann auch gar
Wotan nicht zuviel thun! – Richt-
tig.

Bruchstück 104

Umfang: 1 Bl. in gr.4° (1 beschr. S.) 26,2 x 21,5 cm
Papier: Glattes braunes Schreibpapier, minimal braunfleckig, Wasserfleck links unten, am linken Rand eingerissen mit Textverlust
Wasserzeichen: JWHATMAN, EFL
Paginierung: 103
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 353 Z. 27
Stargardt 606 Nr. 135, Zuschlag: 3.800 DM
Inv.-Nr.: LA 1976/8, Dauerleihgabe der Grabbe-Gesellschaft
Signatur: GA Ms 68a

Es handelt sich um einen Entwurf zur Szene „Erster Tag“. Es treten auf: Varus, Armins Stimme und Cäcina. Das Fragment stammt aus den frühen Entwürfen des Dramas, kenntlich an den Namen Armin und Cäcina für die später Hermann und Vero genannten Figuren. Es ist eine frühere Version der ersten, ebenfalls mit 103 paginierten Seite des Bruchstücks 78 in der Bayerischen Staatsbibliothek München,[27] das direkt an das mit 101/102 paginierte Bruchstück 44 der Lippischen Landesbibliothek anschließt. Die Bruchstücke 44 und 78 sind auf dem gleichen Papier geschrieben.

Ga Ms 68a r

[103]
Varus.
[ergänzt: Demnach an] An unsre Posten, und
[eingefügt: nicht ganz verzagt.
Cäcina.
So lang ich athme, nicht. [ergänzt: nein!
Armins Stimme.
Es schneit [ergänzt: en] greise Tri-
arier [ergänzt: herüber! Deut Lands-
leute, denkt] Denkt des Bo-
dens unter euren Füßen
und seiner darin schlum-
mernden Saaten, [ergänzt: und der] darin
[ergänzt: und der darin] verwesenden [ergänzt: ruhenden] und euch,
so lang sie können, nim-
mer vergessenden; [ergänzt: an euch denkenden] El-
tern!
Cäcina.
Packt die Berge bei den
Schöpfen. Sieg!
Die Berge bei den Schöpfen
[ergänzt: krausen Schöpfen] gepackt

Bruchstück 105

Umfang: 1 Bl. in gr.4° (2 beschr. S.) 26,1 x 21,4 cm
Papier: Glattes braunes Schreibpapier, leicht gebräunt, minimale Randdefekte
Wasserzeichen: JWHATMAN, EFL
ohne Paginierung
In der linken oberen Ecke der Vorderseite mit Bleistift:
„Grabbe. Aus der Hermannsschlacht“
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 355 Z. 4-37
Stargardt 647 Nr. 167. Zuschlag: 6.500 DM
Inv.-Nr.: LA 1990/38
Signatur: GA Ms 540

Es handelt sich um einen Entwurf zur Szene „Erster Tag“. Es treten auf: Cäcina, Thusnelda, Armin und Varus. Das Fragment stammt aus den ersten Entwürfen des Dramas, kenntlich an der fehlenden Paginierung und den Namen Armin und Cäcina für die später Hermann und Vero genannten Figuren. Es deckt sich mit keinem der anderen bekannten Bruchstücke und bildet zu keinem einen direkten Anschluss.

GA Ms 540 r

Ha! Ha! Ha!
Armin. (zum Fußvolk:)
[eingefügt: Also] Der Reiterei [eingefügt: geholfen] gefolgt. Sie ist der
Sturm, seyd
[eingefügt: du] das [eingefügt: ihm nachfolgende] Gewitter! [eingefügt: nach.]
Varus.
Ruhig zurück. Kehrt euch.
Cäcina.
Ein abgeschlagener, jedoch sieg-
reicher Angriff, Krieger. Das
Schlachtfeld wimmelt [ergänzt: ist voll] von er-
schlagenenr Germanen. Ziehen
wir uns indeß bis morgen
zurück, und machen wir ihnen
[ergänzt: sodann [ergänzt: dann] [ergänzt: mit der Frühe] den Garaus.
Thusnelda.
Er siegt! Ich wußt’ es. [ergänzt: O Ich!] [ergänzt: und
ich erwache aus Träumen.]
Armin.
Ihnen die Genicke gebrochen! Nach!
Varus.
Halt! Wendet euch [eingefügt: und wWehrt [eingefügt: !] den übermüthigen
Verfolgern.] – Cäcina,
wirf

GA Ms 540 v

[v]
[ergänzt: unterdeß] während [ergänzt: dem] der Zeit [ergänzt: mit deiner Legion] in der Ebene
unser [ergänzt: das] Lager auf. Ich decke euch.
Armin (nach [ergänzt: dem] einem ve
vergeblichen Angriff:) gestürmt
hat:) [ergänzt: er vergeblich auf Varus eingestürmt hat:)
Schonen wir unsre Kräfte bis [ergänzt: zur
Frühe.] morgen. Bei Nacht sind Spitzbuben
wie sie [ergänzt: die] immer im Vortheil. Mor-
gen
(Für sich:)
Das grämt!
Sie sollen uns schon mürber wer-
den; stellt nur Wachen um
sie, daß sie nicht im Dunkel
entwischen.

sie werden sollen doch schon [ergänzt: aber] mürber
werden, Tag für Tag. Um-
stellt sie mit dreidoppelten, beo-
bachtenden Wachen, und schickt
Boten, welche [ergänzt: die] den Schritt der
her

Bruchstück 106

Umfang: 1 Bl. in 4° (2 beschr. S.) 25 x 21 cm
Papier: Velinpapier, leicht gebräunt, minimal braunfleckig
kein Wasserzeichen
ohne Paginierung
In der linken oberen Ecke der Rückseite mit blauem Stift:
„Grabbes Handschrift. Frag. aus der Hermannsschlacht“
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 321 Z. 18 - S. 322 Z. 3
Stargardt: 675 Nr. 150. Zuschlag: 8.000 DM
Inv.-Nr.: LA 2001/14
Signatur: GA Ms 612

Es handelt sich um einen Entwurf zum Anfang der ersten Szene des „Eingangs“. Es treten auf: der Manipelführer, ein Veteran und der Soldat Ejola. Das Fragment stammt aus den ersten Entwürfen des Dramas, kenntlich an der fehlenden Paginierung und dem Namen Ejola für die später Vero genannte Figur. Es deckt sich mit keinem der anderen bekannten Bruchstücke und bildet zu keinem einen direkten Anschluss.

GA Ms 612r

Der Soldat.
Ja, das bin ich – leider!
– Wär’ ich [eingefügt: nur] ein anderer!
Manipelführer.
Wie straft man Ungehor-
sam und Eigensinn des
Legionars?
Ein Veteran.
Mit ehrenvollem Tod durch
Ruthenhiebe der Cameraden.
(Manipelführer streicht
in der Liste aus.)
Ejola.
Da wird mein Name aus-
gestrichen. – Bald mein Rücken
und

GA Ms 612 v

[v]
und mein Leben! – auch!
Der Veteran.
Seÿ gGetrost. Wir hauen
aus besten Kräften, und
wollen [eingefügt: ’s] es kurz abmachen,
bist ja ein alter Bekann-
ter – Paß auf! – Da!
Ejola.
[eingefügt: Oh!] Weh! Mein alter Vater!
(Er stirbt unter der
Geißelung.) dem Geißeln.)
Der Veteran.
Er ist weg. Weg [eingefügt: Fort] ist er!
Manipelführer.
Geknirsch durch die Bäume?
Der Veteran.
Windbrüche. Die kenn’ [eingefügt: ich] seit
dern

Bruchstück 107

Umfang: 1 Bl. in 4° (2 beschr. S.) 25 x 21,2 cm
Papier: Velinpapier, leicht gebräunt, etwas braunfleckig, Ausriss an der rechten oberen Ecke
kein Wasserzeichen
ohne Paginierung
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 348 Z. 32 – S. 349 Z. 9
Stargardt: 675 Nr. 151. Zuschlag: 6.400 DM
Inv.-Nr.: LA 2001/15
Signatur: GA Ms 613

Es handelt sich um einen Entwurf zur ersten Szene des „Ersten Tages“ mit erheblichen Korrekturen. Es treten auf: die deutsche Reiterei, Armin, Einer der zurückkehrenden Deutschen, Zweiter, Stimme des Varus. Das Fragment stammt aus den ersten Entwürfen des Dramas, kenntlich an der fehlenden Paginierung und dem Namen Armin für die später Hermann genannte Figur. Es bildet zu keinem der anderen bekannten Bruchstücke einen direkten Anschluss, ist aber eine unmittelbare Vorstufe zur Version der Szene „Auf der Höhe der Dörenschlucht“, die Grabbe 1835 in Düsseldorf dem Publizisten Ignaz Hub in die Feder diktiert hatte und die dieser im zweiten Jahrgang der Zeitschrift „Rheinisches Odeon“ 1838 veröffentlicht hat.[28]

GA Ms 613 r

beiden Seiten der Römer auf den Rossen stolzirend –
Die [eingefügt: deutsche] Reiterei.
Pah! Sie kennen ihr [eingefügt: das] Vieh
nicht, und reiten auf ihm,
als stritten sich Katz’ und
Hund.
Armin.
Stürzt aAuf sie [eingefügt: !] los, uUnd lehret sie
ihren [eingefügt: den] Tod!
(Die deutsche Reiterei gallo-
piert fort hinunter, haut die Turmen [eingefügt: nieder,
von denen [eingefügt: aus welchen] nur Einzelne Einzelne Krieger
sich ret in die Vierecke der Legionen
retten,]
nieder, und kehrt zurück.)
Einer der Zzurückkehrenden [Eingefügt: Deutschen]
Es gibt keinen Gott.
Zweiter.
Bei Gott nicht.
Erster.
Die [eingefügt: Ihre] besten Pferde haben Gäule rette-
ten sie!
Zweiter.
Ich hätte gern ein paar Zuchtstu-
ten

GA Ms 613v

[v]
ten davon gehabt.
Erster.
Sie Ich auch. Nun steht [eingefügt: liegt] das ar-
me [eingefügt: geraubte cheruskische] Gethier,
[eingefügt: auf [unleserlich] von feuchtem Stroh, unabgesattelt,
ohne Hafer und Heu – Fressen –
[eingefügt: bei ihnen], das kein lateinisch kann
hinter ihren Wällen, und begreift sie
nicht.
Zweiter.
Vielleicht erlösen wir es morgen. –
Wieviel [eingefügt: Vieh] fingst du?
Zweiter.
Aufs Vieh verstehen sie sich nicht [eingefügt: wenig.]
– Was fingst du?
Erster.
Einen Hengst, falb, die Blässe weiß,
der rechte Hinterfuß gefleckt, der lin- [eingefügt: ke braun.]
Zweiter.
[eingefügt: Danke dem Wodan.] Tröste dich mit mit mir – [eingefügt: auch] Ich fing
[eingefügt: auch] nur eine elende [eingefügt: hinkende] braune Stute.
Erster.
Was hilft mir Trösten! Ich muß
Haben.
Stimme des Varus.
Die Schlucht!
Ar-

Bruchstück 108

Umfang: 1 Bl. in gr.4° (2 beschr. S.) 26,3 x 20,8 cm
Auf der Rückseite weitere Notizen von dritter Hand mit Bleistift
Papier: feingeripptes Schreibpapier, leicht braunfleckig, links scharf beschnitten, Einrisse an den Seiten mit Reparaturfilm ausgebessert
kein Wasserzeichen
Paginierung: [1]43 und 144
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 356 Z. 2-3
Stargardt: 675 Nr. 152. Zuschlag:  6.500 DM
Inv.-Nr.: LA 2001/16
Signatur: GA Ms 614

Es handelt sich um einen Entwurf zum Schluss der Szene „Erster Tag“ mit erheblichen Korrekturen. Es treten auf: Hermann, zwei Bructerer und ein Cherusker. Das Fragment stammt aus einer Fassung im fortgeschrittenen Arbeitsstadium, denn die Hauptfigur heißt bereits Hermann und die Seiten sind paginiert.

Schließt direkt an an Bruchstück 102 (GA Ms 69a), pag. 145f.
und Bruchstück 46 (GA Ms 70), pag. 145ff.

GA Ms 614 r

ziemenden Jammer. Auf dem
Siegesfelde [ergänzt: indeß] würde sie dich mit
den ersten Knesgen erblick-
test du sie wieder.
Hermann (in sich:)
Siegesfeld? Das kann [ergänzt: liegt vielleicht] noch
weit hinausliegen.
(Er lehnt sich an eine Eiche
[ergänzt: und beobachtet das Ge-
treib umher.)]
Ein Bructerer.
Noch zwei [ergänzt: neue] [ergänzt: einige paar] Holzblöcke in’s auf
Feuer! [ergänzt: die Kohlen!] Das regnet das
Wasser [ergänzt: der frostige [ergänzt: kalte] Regen] stürzt in Güssen, auf
und kochen wir ihn [ergänzt: davon], und machen
warmes Wasser daraus.
Zweiter [ergänzt: Ein anderer] Bructerer.
Koche, nur ist [ergänzt: nur] sein Kessel vom
Himmel da [ergänzt: nicht] zu groß
[ergänzt: wenn nur sein Him-
melskessel da oben nicht
zu groß ist für deine Schei-
ter Splitter und Scheiter]
Ein
Ein

Auf dem Korrekturrand außerdem:

700 Jahre hatte
Rom gestanden
die Leibwacht.
Mösien wankt
Kein Sterblicher übertrifft
die Deutschen in den Waffen
und in der Treue.
Das wilde Thier ist frei

GA Ms 614 v

[144]
Ein Cherusker (sitzt
mit mit einem

Bruchstück 109

Umfang: 1 Bl. in 4° (2 beschr. S.) 23,5 x 19,7 cm
Papier: feingeripptes Schreibpapier, leicht gebräunt, stärker braunfleckig, kleine Fehlstelle am oberen Rand, Einrisse an den übrigen drei Seiten mit Reparaturfilm ausgebessert
kein Wasserzeichen
ohne Paginierung
In der linken unteren Ecke der Vorderseite mit Tinte:
„Aus der Hermannsschlacht von Grabbe (das vollständige Autograph im Besitze Adolf Böttger’s).“
Referenztext: Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 351 Z. 12-34
Stargardt: 676 Nr. 129. Zuschlag: 3.300 EUR
Inv.-Nr.: LA 2002/5
Signatur: GA Ms 618

Es handelt sich um einen Entwurf zur Szene „Erster Tag“. Es treten auf: Ingomar, Armin, Viele und Varus. Das Fragment stammt aus den frühen Entwürfen des Dramas, kenntlich an der fehlenden Paginierung und dem Namen Armin für die später Hermann genannte Figur, jedoch nicht mehr aus den ersten Entwürfen auf Konzeptpapier. Es bildet zu keinem der anderen bekannten Bruchstücke einen direkten Anschluss, ist aber eine unmittelbare Vorstufe zur Version der Szene „Auf der Höhe der Dörenschlucht“, die Grabbe 1835 in Düsseldorf dem Publizisten Ignaz Hub in die Feder diktiert hatte und die dieser nach seiner eigenen Handschrift im zweiten Jahrgang der Zeitschrift „Rheinisches Odeon“ 1838 veröffentlicht hat.[29]

Die Notiz „das vollständige Autograph im Besitze Adolf Böttger’s“ scheint eine neue Information zur Besitzgeschichte des heute in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz befindlichen Originalmanuskripts der „Hermannsschlacht“ zu bieten[30] Soweit sich diese bisher hatte rekonstruieren lassen, befand sich die Fassung letzter Hand zum Zeitpunkt von Grabbes Tod im Sterbehaus Unter der Wehme. Moritz Leopold Petri, der sie im Auftrag des Autors kritisch durchgesehen hatte, erschien dann bei der Witwe und entlieh das Manuskript, um eine Abschrift für den Druck fertigen zu lassen. Statt des Originals erhielt sie am 12. Oktober 1836 allerdings die Abschrift zurück und musste die Herausgabe des Originals gerichtlich durchsetzen. Nach einer von ihr veranlassten Abschrift wurde das Drama 1838 in Düsseldorf gedruckt. Das Originalmanuskript lag vermutlich bei Luise Christiane Grabbes Tod 1848 in ihrem Nachlass, über den der Kammersekretär Kestner als ihr Testamentsvollstrecker verfügte. Erst 1882 ist es wieder nachweisbar. Es wurde von der Autographenhandlung Otto August Schulz in Leipzig für 150 Mark angeboten. Offenbar hat sich längere Zeit kein Interessent dafür gefunden. Robert Hallgarten in München, selbst Besitzer von „Hermannsschlacht“-Fragmenten, die er 1911 der Bayerischen Staatsbibliothek München schenkte, machte schließlich Eduard Grisebach, der gerade an seiner Grabbe-Werkausgabe (erschienen 1902) arbeitete, auf das Angebot aufmerksam. Grisebach veranlasste die Firma Schulz, die Handschrift der Königlichen Bibliothek in Berlin anzubieten, und diese erwarb sie im Jahr 1901.

Die Notiz auf dem Bruchstück 109 legt nun nahe, dass das Originalmanuskript sich nach 1848 im Besitz des Schriftstellers Adolf Böttger (1815-1870) befand, der 1870 in Leipzig verstarb. Böttger besaß eine bei seinem Tod 1630 Nummern umfassende Autographensammlung, die 1871 in Leipzig bei List & Francke versteigert wurde. Ein Manuskript der „Hermannsschlacht“ ist darin verzeichnet.[31] Es umfasst allerdings nur 5 Seiten im Quartformat und kann daher nicht die aus 170 Blättern bestehende Fassung letzter Hand gewesen sein. Die äußerst knappen Angaben im Auktionskatalog lassen eine Identifizierung dieses Fragments nicht zu. Woher die Autographenhandlung Otto August Schulz das von ihr 1882 angebotene Manuskript der Fassung letzter Hand erworben hat, bleibt weiterhin ungeklärt.

GA Ms 618 r

Ingomar.
Das ist eine verfluchte [eingefügt: schlimme] Geschichte.
Hier sind noch zwei [ergänzt: Stück, daraus], die schlechte-
[ergänzt: sten]. sten, aber [ergänzt: denn] Unkraut vergeht
nicht. Die übrigen blieben [ergänzt: liegen] lie-
gen
unten, mausetodt.
Armin.
Ich warnte dich.
Ingomar.
[ergänzt: Hat Tapferkeit Ohren? ein Ohr?]
Der Muth hat kein Ohr. – Sieh,
dicht vor uns stellen [ergänzt: stellen] sie sich
[ergänzt: stellt sich’s] auf – Jeder Hund [ergänzt: belferte und] griffe sie.
an – Wer folgt mir? [ergänzt: mir?] Dem
Ingomar auf den Feind?

Viele.
Wir!
Armin.
Niemand!
(Er reißt den Ingomar
vom Pferde.)
In-

GA Ms 618 v

[v]
Armin. [ergänzt: Ingomar.]
Das deinem Oheim?
Armin.
Und mehr noch, ist der Oheim
unvernünftig.

Ingomar.
[ergänzt: Das] Deinem Oheim das??
Armin.
Und Mehr noch, ist er un-
vernünftig.

Ingomar.
Zuweilen sagt der Junge ein
wahres Wort.
Varus.
Die Höhen! Ich recke meine
Hand nach ihnen aus.
[ergänzt: Den] Der Gebirgspaß!
Ar-

In

Bruchstück 110

Umfang: 1 Bl. in gr.4° (2 beschr. S.) 26,2 x 21 cm
Auf der Rückseite Notizen in Bleistift.
Papier: feingeripptes Schreibpapier, leicht gebräunt und braunfleckig, Fehlstellen am oberen und am linken Rand, Einrisse an allen Seiten mit Reparaturfilm ausgebessert
Wasserzeichen: wohl die Schwanzfedern eines heraldischen Adlers
ohne Paginierung
Referenztext: in Akademie-Ausgabe Bd. 3 nicht enthalten
Stargardt: 676 Nr. 130. Zuschlag: 3.700 EUR
Inv.-Nr.: LA 2002/6
Signatur: GA Ms 619

Es handelt sich um einen Entwurf zum Anfang der Szene „Dritter Tag“. Es treten auf: Armin, Die Feldherrn des Varus, Ein Cherusker. Das Fragment stammt aus den ersten Entwürfen des Dramas, kenntlich an der fehlenden Paginierung  und dem Namen Armin für die später Hermann genannte Figur, jedoch nicht mehr aus den ersten Entwürfen auf Konzeptpapier. Es deckt sich mit keinem der anderen bekannten Bruchstücke und bildet zu keinem einen direkten Anschluss. In der Fassung letzter Hand ist von dem in diesem Fragment überlieferten Text nichts mehr enthalten.

GA Ms 619 r

Dritter Tag.
Armin.

Auf, es regnet stark und
stärker, und heut er-
löscht ihr [ergänzt: das] Licht [ergänzt: von Rom] in Blut-
und Wolkenströmen.
Die Feldherrn des
Varus.

Vorwärts!
Armin.
Hätt’ ich die Chatten! Sie
sperrten den Ausgang! Ich
[ergänzt: Thor verbot’s ihnen
bis ich beföhle!

Ein cheruskischer Bote.
Sie sind
Ein Cherusker.
Die Chatten sind da, [ergänzt: seit das Wild
von den Höhen stäubt,] bitten um [ergänzt: um]
Entschuldigung, und fragen, ob
sie den Weg heraufkommen und
dir

GA Ms 619 v

[v]
dir in die Waffen werfen dürf-
ten? Ihre Haupleute hätte ihnen
ver
[ergänzt: ge]boten, [ergänzt: nicht] voreilig gegen deinen
Befehl
[ergänzt: Anweisung] zu handeln, sie aber hätten
gemeint, es seÿ Zeit, wären
aufgebrochen

wegen ihrer voreiligen Schritte!
Armin.
Heil di [nachträglich (von dritter Hand?) ergänzt: paenitisch]

Anmerkungen

[1] Vgl. Alfred Bergmann: Meine Grabbe-Sammlung. Erinnerungen und Bekenntnisse. Detmold 1942; Klaus Nellner: 30 Jahre Grabbe-Archiv Alfred Bergmann. In: Mitteilungsblatt. Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen N.F. 19 (1969), S. 142-145; Alfred Bergmann: Das Grabbe-Archiv der Lippischen Landesbibliothek. Detmold 1973 (Nachrichten aus der Lippischen Landesbibliothek Detmold: 3); Karl-Alexander Hellfaier: Alfred Bergmann und das Grabbe-Archiv der Lippischen Landesbibliothek. In: Heimatland Lippe 70 (1977) 1, S. 40-46; Klaus Nellner: Das Grabbe-Archiv Alfred Bergmann der Lippischen Landesbibliothek. Geschichte, Bestände, Erschließung. In: Grabbe-Jahrbuch 4 (1985), S. 37-45.

[2] Die Erwerbungsgeschichte wurde von Klaus Nellner anhand umfassenden archivarischen Quellenmaterials ausführlich dargestellt: Klaus Nellner: Der Ankauf von Alfred Bergmanns Grabbe-Sammlung für die Lippische Landesbibliothek im Jahre 1938. In: Nationalsozialismus in Detmold. Dokumentation eines stadtgeschichtlichen Projekts. Bearb. von Hermann Niebuhr und Andreas Ruppert. Bielefeld 1998 (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe: 50), S. 123-150.

[3] Christian Dietrich Grabbe: Werke und Briefe. Historisch-kritische Gesamtausgabe in sechs Bänden. Hrsg. von der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Bearb. von Alfred Bergmann. 6 Bde. Emsdetten 1960-1973. Im folgenden abgekürzt: Akademie-Ausgabe.

[4] Alfred Bergmann: Grabbe-Bibliographie. Amsterdam 1973.

[5] URL: http://www.llb-detmold.de/sammlungen/literaturarchiv/grabbe-archiv.html.

[6] Julia Hiller von Gaertringen, Detlev Hellfaier: Grabbe im Original. Autographen, Bilder, Dokumente. Detmold 2001 (Auswahl- und Ausstellungskataloge der Lippischen Landesbibliothek Detmold: 35).

[7] URL: <http://germazope.uni-trier.de/Projects/HHP>.

[8] Grabbe an Louise Christiane Grabbe. Düsseldorf, 8.1.1835. Abdruck: Akademie-Ausgabe Bd. 6, S. 129f.

[9] Vgl. etwa Martin Runkel in den Westlichen Blättern für Unterhaltung, Kunst, Literatur und Leben (Aachen) vom 5.7.1837. Abdruck in: Grabbe in Berichten seiner Zeitgenossen. Hrsg. von Alfred Bergmann. Stuttgart 1968, S. 177 Nr. 115.

[10] Grabbe an Elisa Gräfin von Ahlefeldt. Düsseldorf, 25.9.1835. Abdruck: Akademie-Ausgabe Bd. 6, S. 283.

[11] Akademie-Ausgabe Bd. 6, S. 503.

[12] J. A. Stargardt: Autographen aus verschiedenem Besitz. Auktion am 17. November 1961 in Marburg. Katalog 555 (1961), S. 20 Nr. 576a und 576b.

[13] Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 503.

[14] Inv.-Nr.: Grabbe-Archiv 1961/13a und 13b vom 28.11.1961, Signaturen: GA Ms 63a (= Bruchstück 101) und GA Ms 69a (= Bruchstück 102).

[15] Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 230f. unter Nr. 56 und S. 238 unter Nr. 57.

[16] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am 25. und 26. Februar 1975 in Marburg. Katalog 605 (1975), S. 32f. Nr. 116 m. Abb.

[17] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am  2. und 3. Dezember 1975 in Marburg. Katalog 606 (1975), S. 41 Nr. 135.

[18] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am 9. und 10. März 1988 in Marburg. Katalog 641 (1988), S. 51f. Nr. 140 m. Abb.

[19] Inv.-Nr.: Lippisches Literaturarchiv 1988/4 vom 21.3.1988, Signatur: GA Ms 538 (= Bruchstück 100).

[20] Cakadmie-Ausgabe Bd. 3, S. 202f. unter Nr. 39.

[21] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am 27. und 28. Juni 1990 in Marburg. Katalog 647 (1990), S. 167f. Nr. 167 m. Abb.

[22] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am 13. und 14. November 2001 im Opernpalais Berlin. Katalog 675 (2001), S. 71-74 Nr. 150-155, Abb. zu Nr. 152, 155.

[23] J. A. Stargardt: Autographen aus allen Gebieten. Auktion am 11. und 12. Juni 2002 im Opernpalais Berlin. Katalog 676 (2002), S. 64f. Nr. 129-131, Abb. zu Nr. 130.

[24] Stargardt-Katalog 675 (s.o. Anm. 22), S. 7.

[25] Julia Hiller von Gaertringen: Kanonenstyl und Mädchendiscant. Zwei Neuerwerbungen für das Lippische Literaturarchiv. In: Grabbe-Jahrbuch 24 (2005), S. 43-64. →Hier online.

[26] Akademie-Ausgabe Bd. 5, S. 13 Nr. 20, S. 394 Anm.

[27] Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 498. Abdruck ebd. S. 214 Z. 14-24.

[28] Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 592 Nr. III. Abdruck ebd. S. 313 Z. 5-22.

[29] Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 592 Nr. III. Abdruck ebd. S. 315 Z. 14-24.

[30] Vgl. Akademie-Ausgabe Bd. 3, S. 610-613.

[31] Verzeichniss der Autographen-Sammlung des Dichters Adolf Böttger in Leipzig, welche nebst einigen anderen werthvollen Autographen-Sammlungen durch die Herren List & Francke in Leipzig ... am 21. Mai 1871 ... öffentlich versteigert werden soll. Leipzig 1871. S. 8 Nr. 225. – Das Verzeichnis aus dem Besitz Stefan Zweigs befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach.