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Kommenden, Schulden, Ausverkauf
Wirtschaftsgeschichtliche Quellen des Detmolder Augustinerkanonessen-Klosters Marienanger aus dem 16. Jahrhundert

von Detlev Hellfaier

Druckfassung in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 74 (2005) S. 129-154.

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Als die letzte Konventualin des Detmolder Klosters Marienanger um das Jahr 1615 hochbetagt ihr Leben beschloss, hatte damit zugleich die nur 162 Jahre währende Existenz der einzigen Ordensniederlassung der Stadt Detmold ihr unspektakuläres Ende gefunden. Pflichtbewusst bis zuletzt hatte diese Ordensschwester, von der wir nur den Vornamen Gertrud kennen, neben den wenigen ihr verbliebenen Habseligkeiten und Hausgeräten auch das bescheidene Klosterarchiv verwahrt. Das darüber sogleich nach ihrem Ableben aufgestellte Inventarium verzeichnet mit nur 34 Nummern die über-schaubaren Privilegien, Besitztitel, Verschreibungen und sonstigen Vereinbarungen des Klosters, die einer schriftlichen Fixierung bedurften.