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Antike und Christentum. Die Griechenlandbücher Erhart Kästners

Vortrag zum 100. Geburtstag des Bibliothekars und Schriftstellers Erhart Kästner am 13. März 2004 beim Förderverein Museen, Kunst, Kultur Kropp e.V.

von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen

Erhart Kästner gilt als einer der „leisen“ Schriftsteller der deutschen Nachkriegsära. Seine stilistisch geschliffenen und kunstvoll komponierten Prosawerke hatten bei ihrem Erscheinen in den fünfziger und sechziger Jahren keinen lautstarken Auftritt, sie haben gleichwohl damals schon die Literaturkritik überzeugt und eine zahlreiche und treue Leserschaft angesprochen. Seither haben sie immer neue Leser gefunden. Von ihrer Prägnanz, Bildkraft und Sprachmächtigkeit haben sie bis heute nichts eingebüßt, auch im Hinblick auf ihre gedankliche Substanz haben sie sich als außerordentlich nachhaltig erwiesen. Kästners Bücher wirken heute frisch und aktuell wie am ersten Tag; sie prägen nach wie vor manches Lesers Vorstellungsvermögen und stiften manch erhellende Erkenntnis.

Als Schriftsteller ist Erhart Kästner durch seine Griechenlandbücher bekannt geworden. „Kreta“, „Griechische Inseln“, „Ölberge, Weinberge“, „Die Stundentrommel vom heiligen Berg Athos“, aber auch „Die Lerchenschule“ und „Aufstand der Dinge“ werden immer noch viel gelesen und sind nach wie vor im Buchhandel erhältlich. Griechenland ist das zentrale Thema seiner literarischen Arbeit. Es ist daher folgerichtig, Kästner als Schriftsteller mit einem Vortrag zum Griechenlandthema zu ehren. Der Vortrag berichtet von Kästners Griechenlandaufenthalten und zeigt, wie das zunächst sehr konventionelle romantisch-klassizistische Griechenlandbild der vierziger Jahre sich in den fünfziger Jahren fortentwickelte zu einer eigenständigen literarischen Deutung des Griechischen im Spannungsfeld von Antike und Christentum.

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