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Die Fürstlich Öffentliche Bibliothek zu Detmold 1848. Zur Leser- und Lesegeschichte des Revolutionsjahres

von Julia Freifrau Hiller von Gaertringen

Druckfassung in: Lippe 1848 - Von der demokratischen Manier eine Bittschrift zu überreichen. Detmold : Lippische Landesbibliothek, 1998. S. 81-95.

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Literaturversorgung in Lippe 1848
Buchhandlungen
Leihbibliotheken
Private Lesegesellschaften
Die Leseanstalt der Ressource
Erwerbungen der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848
Benutzung der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848
Ausleihe der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848
Politische Lektüre und Nutzung der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek zu politischen Zwecken
Anmerkungen

Am 6. März 1848 begann die Revolution in Detmold. Die öffentliche Bibliothek blieb geschlossen. Aber nicht wegen der revolutionären Ereignisse. Sondern deshalb, weil sie montags ohnehin nicht zugänglich war.

Die Fürstlich Öffentliche Bibliothek zu Detmold, neubegründet auf Veranlassung der Fürstin Pauline in den Jahren ab 1818 und im östlichen Pavillon des spätbarocken Reithauses 1824 eröffnet, war eine allgemeine und öffentliche Bibliothek für die gebildeten Stände der Residenzstadt[1]. Sie umfaßte die Bestände der 1614 begründeten Gräflich Öffentlichen Bibliothek, der ehemaligen Regierungsbibliothek, der bis 1821 im Schloß befindlichen älteren Büchersammlungen der Grafen Friedrich Adolf († 1718), Simon Henrich Adolf († 1734) und Simon August († 1782) sowie der Privatbibliotheken des Fürsten Leopold I. († 1802) und seines Bruders Prinz Casimir August († 1809). Bei Zusammenlegung der älteren Buchbestände waren etwa 10.000 Bände gezählt worden, seither war die Bibliothek durch die Ergänzung um aktuelle, nutzungsrelevante Literatur auf etwa 21.500 Bände angewachsen[2].

Literaturversorgung in Lippe 1848

Im Dezember 1838 hatte der Kanzleiassessor Otto Preuß die Leitung der Bibliothek übernommen. Er leitete sie neben seiner juristischen Tätigkeit bis 1890. Nach seiner Auffassung war die Fürstlich Öffentliche Bibliothek eine "wissenschaftliche Bibliothek für die Staatsdienerschaft und das an ernster Wissenschaft Interesse nehmende Publicum"[3]. Damit waren bei weitem nicht alle Bedürfnisse des Detmolder Lesepublikums abgedeckt. Neben der öffentlichen Bibliothek als fürstlicher Institution gab es 1848 die Bibliothek des Lehrerseminars, die Schulbibliothek des Gymnasiums Leopoldinum und die Pfarrgemeindebüchereien, außerdem verschiedene private Unternehmen, die den Bildungs-, Unterhaltungs- und Informationsinteressen der Bürger dienten: zwei Buchhandlungen, eine gewerbliche Leihbibliothek, verschiedene fachlich orientierte Lesezirkel und die Leseanstalt der Ressource.

Buchhandlungen

Die alte, 1664 in Lemgo gegründete Meyer'sche Hofbuchhandlung hatte im Oktober 1835 eine Filiale in Detmold eingerichtet[4]. Zur selben Zeit hatte der Buchbinder Klingenberg im Fürstlich Lippischen Intelligenzblatt mitgeteilt, er sei jetzt mit der Einrichtung seines Ladens in Detmold fertig und halte dort neben einem umfangreichen Sortiment an Schreibwaren "stets eine große Auswahl gebundener Bücher vorräthig"[5], so wie er auch jedes nicht vorrätige Buch auf das schnellste besorgen werde. Hatten die Detmolder Bürger bis dahin keine Möglichkeit gehabt, direkt am Ort Bücher zu kaufen, so profitierten sie nun sogleich von einer Konkurrenzsituation. Klingenberg versuchte, durch Anzeige der neu bei ihm eingetroffenen Bücher im Intelligenzblatt Kunden für seine Buchhandlung zu gewinnen[6], mußte aber schnell einsehen, daß er sich dadurch auf einen hoffnungslosen Preiskampf mit der Meyer'schen Hofbuchhandlung einließ, bei der das Intelligenzblatt gedruckt wurde: seiner zweiten Bücheranzeige stellte die Meyer'sche Hofbuchhandlung dieselbe Titelliste mit jeweils billigeren Preisen voran, und das auch noch so, daß die Angebote auf der zweispaltig gesetzten Zeitungsseite direkt nebeneinander zu stehen kamen[7]. Klingenberg veröffentlichte daraufhin keine Annoncen mehr.

Die Meyer'sche Hofbuchhandlung verlegte ihr Geschäft 1842 ganz von Lemgo nach Detmold[8]. Im Fürstlich Lippischen Regierungs- und Anzeigeblatt und in den anderen von ihr verlegten Blättern veröffentlichte sie seither regelmäßig Anzeigen der neu eingetroffenen Bücher, manchmal annoncierte sie auch zu einzelnen Themengebieten.

Die aktuelle tagespolitische Literatur des Revolutionsjahres wurde als allgemein interessierend von den Buchhandlungen schnellstmöglich beschafft. Am 29. April 1848 warb die Meyer'sche Hofbuchhandlung mit einer Liste von 17 brandneuen politischen Broschüren, darunter vor allem nationalliberale Titel; radikaldemokratische Titel waren nicht im Angebot[9]. Bereits jetzt erschienen war die Geschichte der Märzrevolution des Berliner Schriftstellers August Brass[10]. Als "erste censurfreie Druckschrift aus Baden" wurde die Veröffentlichung des Heidelberger Staatsrechtslehrers Heinrich Zöpfl zur Reform des Deutschen Bundes[11] angeboten. Eine weitere Liste mit 29 Titeln wurde am 10. Juni annonciert[12], jetzt auch mit Titeln zur sozialen Lage, darunter besonders wichtig das Buch des französischen Sozialisten Louis Blanc zur Reform der Arbeit[13]. Bekannte bürgerliche Liberale wie der Leipziger Philosophieprofessor Karl Biedermann, der Nürnberger Arzt Johann Gottfried Eisenmann, die Publizisten Carl Theodor Welcker und Johann Georg August Wirth und der weimarische Märzminister Oskar von Wydenbrugk, allesamt ab Mai 1848 Mitglieder der deutschen Nationalversammlung, waren mit ihren Märzschriften im Sortiment vorhanden. Selbstverständlich war auch Ernst Moritz Arndts politisches Konzept Das verjüngte Deutschland vorrätig[14]. Arndt kehrte, fast achtzigjährig, als Alterspräsident der Nationalversammlung in das politische Tagesgeschehen zurück und wurde in der Paulskirche stürmisch gefeiert. Nicht nur Aufrufe zur nationalen Einheit, zur Presse- und Versammlungsfreiheit, zur Einführung von Schwurgerichten und zur Bildung eines deutschen National-Parlaments – auch Traktate zur allgemeinen Volksbewaffnung, einer dezidiert demokratischen Forderung, waren bei der Meyer'schen Buchhandlung zu haben[15].

Leihbibliotheken

Für "leichte Unterhaltungslectüre" war nach Meinung von Otto Preuß die örtliche Leihbibliothek zuständig. In Detmold hatte die Meyersche Hofbuchhandlung im Sommer 1836 mit 1.500 Nummern "belehrender und unterhaltender Literatur" eine Leihbibliothek für Leser aller Stände eröffnet[16]. Sie war täglich, auch samstags und am Sonntagvormittag, geöffnet[17]. Die Leihbibliothek wurde bereits wenige Wochen nach ihrer Eröffnung um einen belletristischen Lesezirkel ergänzt, in welchem die unterhaltenden Taschenbücher und Almanache umlaufen sollten[18].

Als kommerzielle Einrichtung verlangte die Leihbibliothek im Gegensatz zur Fürstlich Öffentlichen Bibliothek eine Lesegebühr. Die Leser hatten die Wahl zwischen einem Jahres-, einem Halbjahres-, einem Vierteljahres- und einem Monatsabonnement[19]. Einheimische erhielten dafür pro Tag ein Buch, Auswärtige konnten zwei Bücher mitnehmen. Wer nicht abonnieren wollte, konnte auch für jede Einzelausleihe bezahlen. Die Leihfrist betrug 14 Tage. Die Bücher konnten täglich umgetauscht werden, jedoch erhielt niemand ein neues Buch, ohne das vorher entliehene zurückgebracht zu haben.

Ende 1836 umfaßte der Leihbibliotheksbestand bereits 2.000 Bände[20], Ende 1837 schon 3.000 Bände[21]; bis Ende 1845 war er auf über 7.000 Bände angewachsen. Von 1839 bis zur Schließung des Lemgoer Geschäfts 1842 konnten die Bücher auch in der Lemgoer Buchhandlung umgetauscht werden.

Der erste gedruckte Katalog mit 1.718 Nummern erschien im September 1836 als Gratisbeilage zum Lippischen Magazin und war auch in den Meyer'schen Buchhandlungen in Detmold und Lemgo separat erhältlich[22]. Dazu wurden laufend Nachträge veröffentlicht[23]. 1839 und 1844 wurden Neuausgaben des Leihbibliothekskatalogs gedruckt.

In den vierziger Jahren annoncierte die Meyer'sche Hofbuchhandlung jeweils zum Beginn eines Quartals, wenn die Abonnements abliefen, im Fürstlich Lippischen Regierungs- und Anzeigeblatt und empfahl ihre "bis auf die neueste Zeit möglichst vervollständigte Leihbibliothek zur gütigen Benutzung"[24]. Gelegentlich warb sie auch mit den Titeln der neu eingetroffenen Bücher. Im Juli 1848 wurden folgende Neuerwerbungen angezeigt: der fünfbändige Roman Hoffart des französischen Bestsellerautors Eugène Sue in deutscher Übersetzung, der neueste Band der Urania mit einer Erzählung Berthold Auerbachs, des Klassikers der Dorfgeschichte, James Fenimore Coopers Roman Marks-Riff oder der Krater, drei neue Romane aus Hans Christian Andersens Werkausgabe, dazu neue Bücher der vielgelesenen Unterhaltungsschriftstellerinnen Fanny Lewald und Ida Gräfin Hahn-Hahn, ein neuer Trivialroman von Alexander von Sternberg und in der Originalsprache ein historischer Roman des französischen Romantikers Alfred de Vigny[25]. Die Bücher hatten die Katalognummern 7.245 bis 7.278. Soviele Bände also standen den Detmolder Lesern im Sommer 1848 in der Leihbibliothek zur Verfügung.

Die Titelauswahl der Neuerwerbungen belegt, daß die revolutionären Ereignisse des Jahres 1848 auf das Erwerbungsprofil der Detmolder Leihbibliothek keine Auswirkungen hatten. Die Leihbibliothek hatte vornehmlich belletristische Literatur, Memoiren und biographische Werke sowie Reiseliteratur im Angebot, außerdem auch einige populärwissenschaftliche Bücher, hauptsächlich aus dem Bereich der Geschichte.

Das spätere Schicksal der Meyerschen Leihbibliothek ist unklar. Offenbar ist ihr Bestand nach 1848 kaum noch vermehrt worden. Bis 1848 waren jährlich ca. 500 Bände hinzugekommen; der Katalogneudruck von 1856 umfaßt jedoch insgesamt nur 7.780 Bände[26].

Auch in Salzuflen existierte von September 1839 mindestens bis Mitte der vierziger Jahre eine Leihbibliothek, die von dem Buchbinder Brandes betrieben[27] und "fortwährend mit den besten neusten Schriften vermehrt"[28] wurde. Brandes hatte 1837 das Schenk'sche Buchbindergeschäft in Salzuflen übernommen und handelte außer mit Schreibwaren auch mit Büchern[29]. Das Vierteljahresabonnement in seiner Leihbibliothek kostete nur halb soviel wie das Abonnement in der Meyer'schen Leihbibliothek, allerdings war ihr Bestand auch viel kleiner. Im September 1843 umfaßte sie 1.125 Bände belletristischer Literatur[30].

Private Lesegesellschaften

Das wissenschaftlich interessierte Detmolder Publikum versorgte sich überdies in privaten Lesegesellschaften mit der neuesten Literatur.

Unter der Leitung des Pastors von Cölln stand die 1799 für Prediger und Schullehrer gegründete Theologische Lesegesellschaft[31], deren Beitrag im Jahr 1848 3 Rthl. 10 Sgr. betrug. Eine Kommission der Lesegesellschaft wählte nach Wünschen der Mitglieder die Anschaffungen aus der neuesten theologischen Literatur aus und überwachte die Rechnungsführung. Der Umlauf der Bücher erstreckte sich jeweils über mehrere Jahre; der am 1. September 1844 begonnene zehnte Turnus etwa endete erst 1848. Anschließend wurden die Bücher meistbietend verkauft[32]. Es müssen sich aber doch einige Bände bei der Lesegesellschaft angesammelt haben: als Beilage zum Amtsblatt für das Fürstenthum Lippe wurde 1894 ein Verzeichnis derjenigen Werke veröffentlicht, die die Theologische Lesegesellschaft der Landesbibliothek geschenkt hatte. Es umfaßt 294 Titel mit Erscheinungsjahr ab 1860[33].

Seit Februar 1842 unterhielt der Mäßigkeitsverein in Detmold ein Lesezimmer im Rathaus. Es sollte mehrmals pro Woche abends geöffnet sein und "eine hinreichende Anzahl von gemeinnützigen Büchern und Zeitungen, vornämlich auch Mäßigkeitsschriften für die Lesebegierigen" bereithalten[34]. Auch Nichtmitgliedern sollte Zutritt gewährt werden, wenn ein Vereinsmitglied für deren anständiges Betragen bürgte. Die Vereinsmitglieder sollten reihum Aufsicht führen. "Alle gebrannten Getränke sind aus dem Lesezimmer verbannt; wer sich durch Wein, Bier, Thee oder dergl. erquicken will, muß sich Solches durch den Aufwärter heranholen lassen."[35]. Das Lesezimmer wurde tatsächlich eingerichtet und diente den Mitgliedern des Mäßigkeitsvereins als Versammlungsraum.

Der 1834 gegründete Naturwissenschaftliche Verein unterhielt seit 1844 ebenfalls einen Lesezirkel für seine Mitglieder[36]. Im Jahr 1848 beteiligten sich daran 28 Vereinsmitglieder. Geleitet wurde der Zirkel von Dr. Carl Weerth, der am Detmolder Gymnasium den naturwissenschaftlichen Unterricht erteilte. Er wählte auf Vorschlag der Vereinsmitglieder aus den wichtigeren und interessanteren Neuerscheinungen auf naturwissenschaftlichem Gebiet die Bücher für den Lesezirkel aus – "mit Ausnahme größerer Werke, welche für die öffentliche Landesbibliothek angekauft werden"[37]. Die Ankäufe wurden regelmäßig in den Vaterländischen Blättern, ab 1849 im Fürstlich Lippischen Regierungs- und Anzeigeblatt bekanntgegeben. Der Mitgliedsbeitrag betrug 20 Sgr. jährlich. Dafür erhielten die Mitglieder monatlich eine Büchersendung. Bis 1850 wurden im ganzen 151 Bücher angeschafft. Zunächst war geplant, die umgelaufenen Bücher in einer naturwissenschaftlichen Fachbibliothek zu sammeln; man entschied sich aber dann für den Verkauf und die Finanzierung neuer Ankäufe aus dem Erlös. Eine erste Versteigerung der umgelaufenen Bücher fand auf der Generalversammlung des Vereins am 14. Juni 1848 statt[38], brachte aber nur einen geringen Erlös. Weil der Lesezirkel nicht kostendeckend war, wurde auf Antrag des Vorstandes 1850 ein jährlicher Zuschuß aus der Vereinskasse bewilligt, denn "die statutenmäßigen Zwecke unsres Vereins, nämlich die Belebung des Interesses für die Naturwissenschaften und die Förderung ihres Studiums, werden durch die Verbreitung naturwissenschaftlicher Bücher vielleicht mehr als durch jede andre Art der Wirksamkeit des Vereins erreicht, besonders für die außerhalb Detmolds wohnenden Mitglieder"[39]. Danach stieg die Zahl der Mitglieder des Lesezirkels rasch an: im Jahr 1853 bereits auf 56, dann bis 1870 auf 323. Die umgelaufenen und nicht verkauften Bücher wurden in einem Raum des Museums aufbewahrt und später zum Teil an die Bildungsvereine in Detmold und Lemgo abgegeben.

Auch der 1844 gegründete Landwirtschaftliche Verein besaß eine Büchersammlung, "welche ziemlich umfassend mit Werken aus allen Zweigen der Landwirthschaft begründet" war[40]. Nach den Statuten[41] wurde eine jährlich in den Generalversammlungen genehmigte Summe für den Bücherkauf verwendet; überdies wurden Geschenke angenommen. Die Neuerwerbungen und Geschenke wurden seit Juli 1844 regelmäßig in den Vaterländischen Blättern angezeigt. Ende 1847 waren 550 Titel vorhanden[42], vornehmlich landwirtschaftliche Fachliteratur, aber auch manches Unterhaltende, Volksbücher und Bauernkalender. Diese Bücher wurden reihum bei den Zweigvereinen des Landwirtschaftlichen Vereins in Umlauf gebracht. Die Vereinsbibliothek war in der Privatwohnung des Justizkanzleirats Moritz Leopold Petri aufgestellt[43], der auch die Beschaffung der Bücher und den Umlauf organisierte. Auch im Landwirtschaftlichen Verein herrschte Einigkeit darüber, "daß diese Leseanstalt eine der Hauptstützen für die Wirksamkeit"[44] des Vereins sei.

In Blomberg unterhielt der 1846 begründete Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung einen Lesezirkel für seine 60 Mitglieder. "Zur Unterhaltung und Belebung der Theilnahme an den Vereinsangelegenheiten sollen zweckmäßige Schriften circuliren, welche nach vollendetem Umlaufe an die zu bildende Gemeinde-Bibliothek abgegeben werden"[45]. 1846 wurden im ganzen 43 Titel in Umlauf gesetzt: Kalenderliteratur, Belletristik und Erbauliches[46].

Auch eine Juristische Lesegesellschaft ist bekannt. Ob der Ärztliche Verein, in dem sich die lippischen Ärzte und Apotheker zusammengeschlossen hatten, einen Lesezirkel unterhielt, ist nicht bekannt. In undatierten Notizen von Otto Preuß aus den Jahren um 1860 findet sich der Hinweis auf einen medizinischen Lesezirkel, der seine Zeitschriften an die Landesbibliothek zu einem Drittel des Ladenpreises abgab[47]. Dort sind auch ein 1861 eingegangener Zirkel für kritische Zeitschriften und ein 1874 eingegangener bauwissenschaftlicher Lesezirkel erwähnt, die ihre Zeitschriften ebenfalls an die Landesbibliothek weiterverkauften.

Die Leseanstalt der Ressource[48]

Unter der Leitung von Adolf Dresel, dem Direktor des Lehrerseminars, stand bis 1834 die Detmolder Privatlesegesellschaft, die ihre aus dem Umlauf zurückkommenden Bücher alle zwei Jahre meistbietend verkaufte. Die Versteigerungsprotokolle haben sich erhalten und belegen, daß im wesentlichen die zeitgenössischen belletristischen Werke des In- und Auslands beschafft wurden[49]. 1834 war die Leitung dieser Lesegesellschaft auf Vorschlag Dresels an den Ressource-Verein übergegangen, der bereits seit 1831 einen Lesezirkel für politische und belletristische Journale unterhielt. Die aus dem Umlauf zurückkommenden Bücher wurden nun nicht mehr verkauft, sondern zu Leihzwecken aufbewahrt. Die Leihfrist für Bücher aus der Ressource-Bibliothek betrug drei Wochen[50].

Der Bestand vermehrte sich auch aus anderen Quellen: die Juristische Lesegesellschaft etwa gab ihre Bücher zum Teil an die öffentliche Bibliothek, zum Teil aber auch an die Bibliothek der Ressource ab[51]; 1846 besaß die Ressource bereits 640 Bücher aus den Spenden dieser Lesegesellschaft, darunter viele fremdsprachige Titel.

Im selben Jahr wurde ein Bestandskatalog gedruckt, der auf 128 Seiten unter der Rubrik Bücher 2.471 Bände und unter der Rubrik Zeitschriften 869 Bände, im ganzen also 3.340 Bände nachwies und 3 Mgr. kostete[52]. Beim Erscheinen dieses gedruckten Katalogs äußerte Moritz Leopold Petri in den Vaterländischen Blättern die Erwartung, aus dieser Bibliothek werde sich "mit der Zeit eine sehr werthvolle, für den geistigen Verkehr unter uns durchaus nicht unwichtige Anstalt bilden, werthvoll besonders auch in so fern, als eine Bibliothek dieser Art manche interessante Bücher und Flugschriften sammelt, welche sonst in öffentlichen oder Privat-Bibliotheken nicht leicht aufbewahrt zu werden pflegen"[53].

Dennoch: die Vereinsbibliothek wurde 1867 an die Klingenberg'sche Buchhandlung in Detmold verkauft und als kommerzielle Leihbibliothek noch für einige Jahre weitergeführt[54]. Nach Ausweis eines gedruckten Katalogs von 1868 umfaßte die Klingenberg'sche Leihbibliothek zu diesem Zeitpunkt 4.549 Bände vornehmlich belletristischer Literatur, auch Reisebeschreibungen, Memoiren und französische Literatur in der Originalsprache[55]. Der wissenschaftliche Buchbestand der Ressource-Bibliothek, also auch die juristischen Titel, von denen Petri 1846 berichtete, muß 1867 bei deren Verkauf in andere Hände gelangt sein, möglicherweise in die Landesbibliothek.

Erwerbungen der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848

Ein Akzessionsbuch, in dem die neu gekauften Bücher laufend nach Eingang in der Bibliothek inventarisiert worden wären, hat es für das Jahr 1848 nicht gegeben. Neuerwerbungen wurden lediglich in den Systematischen und den Alphabetischen Bandkatalog eingetragen. Trotzdem läßt sich aus Anschaffungslisten und Rechnungen teilweise rekonstruieren, welche Anschaffungen 1848 für die Bibliothek getätigt worden sind.

Otto Preuß sandte seit 1838 jährlich oder zweijährlich eine nach Fachgebieten geordnete Liste mit Vorschlägen der anzuschaffenden Monographien an die Fürstlich Lippische Regierung. Die Vorschläge wurden in einer gesonderten Spalte näher begründet. Diese Anschaffungslisten entstanden auf Grundlage von Einzellisten, die von externen "Fachreferenten" abgegeben wurden[56]: Die Vorschläge für die Fächer Theologie und Philosophie stammten vom Generalsuperintendenten Georg Friedrich Althaus, juristische Titel stellte die Justizkanzlei zusammen, die Fürstliche Kammer schlug staatswissenschaftliche Werke vor, weiterhin beteiligt waren der Gymnasiallehrer Dr. Carl Weerth für die Fächer Mathematik, Naturkunde und Geographie sowie für medizinische und naturwissenschaftliche Bücher der Hofrat Dr. Karl Piderit. Die Vorschläge für die Anschaffung philologischer Bücher wurden vom örtlichen Lehrerkollegium gemacht.

Otto Preuß vermerkte auf diesen Listen jeweils, welche Bücher in der Bibliothek schon vorhanden waren, nahm die verbleibenden Titel in seine Vorschlagsliste auf und reichte diese über die Fürstliche Kammer an die Regierung weiter. Diese genehmigte dann die Anschaffungsliste mit Ausnahme als ungeeignet oder unnötig befundener Titel, stellte einzelne Titelwünsche zurück oder verlangte die kostengünstigere Beschaffung auf antiquarischem Wege.

Die am 9. August 1848 eingereichte Vorschlagsliste hauptsächlich mit Neuerscheinungen des Jahres 1847/48[57] enthielt 26 theologische Bücher, 14 juristische und staatswissenschaftliche Werke, 17 medizinische und vier naturwissenschaftliche Titel, elf historio- und geographische Werke, drei mathematische, fünf militärwissenschaftliche, 14 altphilologische und acht germanistische Titel sowie ein musikwissenschaftliches Buch – alle Titel zusammen zum Preis von 300 Reichstalern. Für die Vorabbeschaffung zweier wichtiger Neuerscheinungen, nach denen vielfach gefragt wurde – Schillers Briefwechsel mit Körner und Leopold Rankes Neun Bücher preußischer Geschichte –, hatte Preuß bereits im Mai 1848 die Genehmigung erhalten[58]; wie die Rechnungen der Meyer'schen Hofbuchhandlung belegen, waren aber auch die medizinischen Bücher bereits vorab beschafft worden[59].

Tagespolitisches, gar revolutionäres Schrifttum findet sich weder unter den Anschaffungsvorschlägen noch auf den Buchhandelsrechnungen. Und nur an einer Stelle findet sich überhaupt ein Beleg für die Rückwirkung der revolutionären Ereignisse auf die Erwerbung der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek.

Von Preuß vorgeschlagen war auf Wunsch der Justizkanzlei auch das Deutsche Staats- und Bundesrecht von Heinrich Albert Zachariae[60]: Dieser Anschaffungswunsch wurde vom Regierungspräsidenten Friedrich Leopold Petri am 22. August 1848 abgelehnt mit der Begründung, daß die Beschaffung "unter den jetzigen Zeitverhältnissen [...] nicht räthlich sein möchte"[61]. Warum das?

Die Bundesversammlung des Deutschen Bundes, das zentrale Instrument der deutschen Fürsten zur Unterdrückung aller nationalen und liberalen Bewegungen, trat im Verlauf der revolutionären Ereignisse am 12. Juli 1848 ihre Befugnisse an den neu berufenen Reichsverweser ab und war damit bis auf weiteres aufgelöst. Am 25. Mai, als die Justizkanzlei den Titel zur Anschaffung vorgeschlagen hatte, war diese Entwicklung noch nicht vorauszusehen gewesen. Sieben Wochen später jedoch stellte sich durchaus die Frage, warum ein mehrbändiges Werk zum Staatsrecht des Deutschen Bundes und zum öffentlichen Recht der Bundesstaaten in der Vormärzzeit jetzt noch für die Detmolder Bibliothek angeschafft werden sollte, auch wenn der Verfasser als Göttinger Abgeordneter in der deutschen Nationalversammlung politisch eine Rolle spielte. Mit einiger Verzögerung wurde Zachariaes Werk gleichwohl für die Bibliothek gekauft: es findet sich auf einer Rechnung der Meyer'schen Hofbuchhandlung vom 7. April 1849[62].

Benutzung der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848

Die Fürstlich öffentliche Bibliothek war an jedem Mittwochnachmittag von zwei bis vier Uhr für das interessierte Publikum geöffnet[63]. Während der Öffnungstage war es das Hauptgeschäft des Bibliothekars Otto Preuß, "den sich dort nach Material für Geschäfts- oder literarische Zwecke umsehenden Besuchern durch Vorlegung des Katalogs und seine eigene Bücherkenntniß nach Kräften zur Erreichung ihrer Absicht behülflich zu seÿn".[64]

Zugelassen zur Benutzung war jedermann. Ausleihen konnten aber nur Detmolder Bürger. Auswärtige durften nicht selbst als Entleiher auftreten; sie konnten jedoch über einen Detmolder Bibliotheksbenutzer entleihen, der für die fristgerechte Rückgabe der Bücher verantwortlich war. Die Weitergabe der entliehenen Werke an Dritte war demnach ausdrücklich gestattet. So hat zum Beispiel 1848 der Detmolder Syndikus Runnenberg Hoffmeisters Schiller-Biographie für seinen Sohn Wilhelm ausgeliehen.

Selbstverständlich versuchte Otto Preuß, auch den auswärtigen Benutzern so weit als möglich entgegenzukommen; er fand, es sei "überhaupt das bisher bei Verwaltung der Bibl. befolgte Princip ein in jeder Beziehung so liberales und auf die möglichste Verbreitung des durch jene Anstalt zu fördernden Nutzens gerichtetes gewesen"[65], daß von Einschränkungen nicht im mindesten die Rede sein könne. Diese Liberalität belegt das Ausleihjournal für 1848, das acht Auswärtige als zugelassene Benutzer nennt: aus Horn den Bürgermeister Schierenberg, den Schulrektor Mörs und den Rechtskandidaten Hausmann, aus Lage den Schulrektor Cruel und den Amtsassessor August von Meien sowie aus Schötmar den Amtsassessor Heinrich Petri, aus Alverdissen den Arzt Dr. Arensberg und aus Brake den Chirurgen Stüde.

Die Ausleihe erfolgte über einen Leihschein, der vom Entleiher zu hinterlegen war. Anhand der Leihscheine nahm der Bibliothekar die Eintragungen in das Ausleihjournal vor. Die Ausleihbücher der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek sind seit Eröffnung der Bibliothek 1824 vollständig vorhanden und eine erstrangige Quelle für die Bildungs- und Sozialgeschichte der Residenzstadt Detmold im 19. Jahrhundert. Da eine Präsenznutzung der Bibliothek während der kurzen Öffnungszeiten kaum möglich war, erfassen sie die Realität der Bibliotheksbenutzung weitgehend vollständig.

Die Eintragungen im Ausleihjournal sind chronologisch geordnet. Aufgeführt sind außer dem Ausleihdatum der Name des Benutzers, in der Regel mit einer abgekürzten Amtsbezeichnung, aber ohne den Vornamen, und der Titel des Buches in Kurzform, bestehend aus dem Familiennamen des Verfassers und ein oder zwei sinntragenden Stichwörtern aus dem Buchtitel in Abkürzung. Hinzu tritt die Anzahl der ausgeliehenen Bände. Das Erscheinungsjahr ist außer bei Zeitschriften nicht angegeben. Bei der Rückgabe wurde die Eintragung mit Rotstift durchgestrichen, das Rückgabedatum wurde nicht eingetragen. Verlängerungen sind nicht dokumentiert, dafür aber gelegentlich Wiederausleihen.

Ausleihbeschränkungen hinsichtlich des Alters und der Schutzwürdigkeit der verlangten Literatur gab es wohl nicht. Die überwiegende Teil der Ausleihen des Jahres 1848 bezog sich auf aktuelle Literatur des 19. Jahrhunderts, doch war es auch möglich, daß der Particulier Bähr Marx Fuggers Buch Von der Gestüterei aus dem Jahr 1584 nach Hause mitnahm und der Regierungspräsident Eschenburg Montaignes Essais in einer Ausgabe von 1595 und italienische Klassiker aus den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts entlieh.

Die Leihfrist betrug vier Wochen. Sie wurde offenbar jedoch kaum einmal eingehalten; 1851 beschwerte sich Preuß bei der Regierung:

Schon seit einer Reihe von Jahren hat ein großer Theil des die öffentliche Bibliothek benutzenden Publicums von der Rücklieferung der geliehenen Bücher nach Ablauf der reglementsmäßigen Benutzungsfrist sich so sehr entwöhnt, daß dadurch die Aufrechterhaltung der Ordnung im höchsten Grade erschwert wird. So oft auch einzelne der säumigen Rücklieferer an die Einhaltung der desfalls bestehenden Vorschrift von mir erinnert sind, so bin ich doch meistens gezwungen, die anderweit verlangten Bücher von Jenen durch den Bibliotheksdiener abholen zu lassen. Selbst schriftliche Erinnerungen von meiner Seite, die ich, um letzterem wiederholte Wege zu ersparen, erlassen habe, blieben vielfach ohne Erfolg.[66]

Preuß schlug vor, jedem Benutzer, bei dem ein Buch abgeholt werden müsse, eine Säumnisgebühr aufzuerlegen. Die erste Benutzungsordnung der Bibliothek aus dem Jahr 1851 sah dann für den Fall der wiederholten Mahnung tatsächlich eine Säumnisgebühr in Höhe von zweieinhalb Silbergroschen vor[67].

Schließungen der Bibliothek wegen revolutionärer Ereignisse hat es 1848 nicht gegeben. Bezeichnend allerdings: der Grund für die Schließung am 8. und 15. November. Hofmarschall Funck von Senftenau nämlich hatte Preuß informiert, daß die "hohen Herrschaften" vom Bibliothekszimmer aus den Darbietungen der Renz'schen Kunstreitertruppe zuschauen wollten[68]. Der Zirkus Renz gastierte vom 5. bis 19. November in Detmold und trat auf der Fürstlichen Reitbahn auf[69]. Um diesem Wunsch zu entsprechen, mußte Preuß den nur 90 m² großen Bibliothekssaal vollständig umräumen, eine Bibliotheksbenutzung war währenddessen nicht möglich. Die Schließung wurde – "wegen eingetretener Behinderung" – am 4. und 11. November im Regierungs- und Anzeigeblatt angekündigt[70].

Ausleihe aus der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek 1848

Im Revolutionsjahr 1848 führt das Ausleihjournal 122 Personen als Leser auf[71], die insgesamt 1.504 Bände aus der Öffentlichen Bibliothek ausgeliehen haben. Von diesen Personen waren

5 Angehörige des Hofstaats
18 Verwaltungsbeamte
9 Justizbeamte
1 Baubeamte
1 Forstbeamte
1 Militärauditor
8 Offiziere
3 Städtische Beamte
5 Pfarrer und Theologen
1 Rabbiner
15 Lehrer
5 Ärzte
2 Apotheker
6 Rechtsanwälte
3 Musiker
1 Schreiber
3 Kaufleute
1 Schönfärber
1 Landwirt
2 Privatleute
10 Frauen
8 Studenten
13 Schüler

Der fleißigste Benutzer war Rudolf Cruel, Schulrektor in Lage. Er hat an 22 Mittwochnachmittagen insgesamt 90 Bände ausgeliehen, vornehmlich aus dem Bereich Theologie und Geschichte, aber auch aus den Fächern Geographie, Landwirtschaft und Gewerbe.

Verteilt auf Einzelfächer zeigt die Ausleihstatistik das folgende Bild:

Schöne Literatur 460
Geschichte 149
Recht 125
Medizin/Pharmazie 121
Literaturgeschichte 95
Geographie/Reisen 94
Theologie/Religionswissenschaft 78
Staatswissenschaften 48
Biographische Literatur 41
Altphilologie 41
Naturwissenschaften 36
Musikwissenschaften 36
Kunstwissenschaften 31
Militärwesen 19
Technik/Bauwesen 18
Wirtschaft 17
Allgemeine Zeitschriften 16
Neuer Pitaval 14
Philosophie 11
Pädagogik 11
Allgemeine Lexika 11
Sprachwissenschaften 8
Land- und Forstwirtschaft 8
Judaistik 5
Mathematik 4
Reitkunst 2
Humanistenliteratur 2
nicht eindeutig 3
(Anzahl Bände)

Verfälschend in dieser Statistik wirken sich besonders die Examenskandidaten aus, die zahlreiche Bücher ihres Faches zu Studienzwecken ausliehen, etwa Adolf Dornheim, der hauptsächlich altphilologische Literatur benötigte und nach dem Examen als Aushilfslehrer am Gymnasium Leopoldinum angestellt wurde, und August Becker, Sohn eines Gutsbesitzers in Röhrentrup, der im Dezember 1848 das medizinische Examen bestand.

Auffallend ist der hohe Anteil an Belletristik in der Ausleihe. Viele Benutzer, die aus beruflichen Gründen in die Bibliothek kamen, nahmen bei dieser Gelegenheit auch etwas Unterhaltendes mit. Entsprechend dem Profil der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek handelte es sich grundsätzlich um Klassiker, die mit Werkausgaben im Bibliotheksbestand vertreten waren, doch waren darunter auch erfolgreiche Autoren der letzten Jahrzehnte, die heute weitgehend vergessen sind wie Heinrich Zschocke, Gotthard Ludwig Kosegarten, Siegfried August Mahlmann, Adolf Müllner oder August Gottlob Eberhard. Am häufigsten ausgeliehen wurden Goethes Werke, Immermanns Werke und die Sämmtlichen Werke von Jean Paul, aber auch Wieland, Schiller, Klopstock, Hölderlin, Kleist, Voß, von Arnim, Uhland und Rückert wurden mitgenommen. Gelesen wurden auch noch Sturm-und-Drang-Autoren wie Bürger, Klinger oder Schubart; Autoren älterer Literaturepochen bis zur Aufklärung fanden 1848 nur vereinzelt interessierte Leser. Als literarische Neuerscheinung seit April 1848 im Bestand, waren Wilhelm von Humboldts Briefe an eine Freundin[72] das ganze zweite Halbjahr 1848 ausgeliehen. Und nicht nur der Kriminalgerichtssekretär Althof und der Rechtsanwalt Dreves, auch der Schulrektor Cruel, der Hofmarschall Funck von Senftenau, der Kammerrat Kellner und der Lieutenant Falkmann nahmen gern einmal einen Band des Neuen Pitaval mit, einer Sammlung der interessantesten Kriminalgeschichten aller Länder und Zeiten, die seit 1842 in Leipzig erschien[73].

Französische Literatur entliehen die Detmolder 1848 aus der öffentlichen Bibliothek fast ausschließlich in der Originalsprache[74], gelesen wurden die Klassiker Rabelais, Racine, Corneille, Molière, Voltaire und Rousseau. Englische Literatur[75] dagegen wurde in deutscher Übersetzung gelesen, vor allem Shakespeare, aber auch Smollett und Byron. Ein Benutzer, der sich ausschließlich und gezielt mit fremdsprachiger Literatur befaßte, war Wilhelm Arnold Eschenburg nach seinem Rücktritt als Regierungspräsident am 10. März 1848: ihn interessierte besonders die englische Dichtung der Renaissance- und Barockzeit, aber er las auch französische Werke im Original und war der einzige, der italienische Klassiker in der Originalsprache mit nach Hause nahm.

Otto Preuß war die hohe Belletristik-Quote in der Ausleihe gar nicht recht. Das erhellt aus einem Schriftwechsel des Jahres 1845, als das Lemgoer Lehrerkollegium ihn durch Eingaben bei der Regierung dazu bringen wollte, den Bestandskatalog durch Druck zu vervielfältigen. Preuß hatte die Drucklegung strikt abgelehnt mit der Begründung, daß sie weder notwendig noch ratsam sei: nicht notwendig, weil die Lemgoer Bürger die Kataloge der Bibliothek in derselben Weise nutzen könnten wie die Detmolder, und nicht ratsam, weil dadurch dem Mißbrauch der öffentlichen Bibliothek als "wohlfeiler Unterhaltungsbibliothek" Vorschub geleistet werde:

Es würde nämlich ohne Zweifel, sobald ein gedruckter Katalog in den Händen des größeren Publicums wäre, die öffentl. Bibl. sehr bald von Vielen als Leihbibliothek in Anspruch genommen werden, indem derjenige Theil des Publicums, dem es nicht sowohl um seine wissenschaftliche Ausbildung, als vielmehr lediglich um eine leichtere Unterhaltungslectüre zu thun ist, sehr bald sich gewöhnen würde, statt der für ihn bestimmten hiesigen Leihbibliothek, die ihm den Lesegroschen ersparende öffentliche Bibl., soweit dieselbe seinen Absichten diente, auszubeuten. Nicht bloß die deutsche und fremde sogen. Belletristik, namentlich soweit letztere in Uebersetzungen vorhanden ist, würde diesem Mißbrauche unterliegen, sondern überhaupt diejenigen Werke aller Literaturzweige demselben anheimfallen, welche ihrem Titel nach auf eine leichtere u. pikante Unterhaltung hindeuten. Es würde, sobald ein gedruckter Katalog das größere Publicum auf den Vorrath derartiger Werke aufmerksam machte und durch seine Verbreitung zu deren Benutzung aufforderte, für die Zukunft wahrscheinlich der Gebrauch der Bibl. als einer wissenschaftlichen Büchersammlung für die Staatsdienerschaft und das an ernster Wissenschaft Interesse nehmende Publicum vor jener andern oben angedeuteten Benutzung als wohlfeiler Unterhaltungsbibliothek in den Hintergrund treten, und es würden wahrscheinlich künftig hin nicht nur Boccaccio’s, Crebillon’s des Jüngeren, Heinse’s, Casanovas’s, Pigault-Lebrün’s und Anderer Unterhaltungsschriften, sondern auch aus der historischen Literatur die leichteren Memoirenschreiber, aus der Jurisprudenz die interessanten Criminalrechtsfälle u.s.w. in fortwährender Circulation bei solchen sich befinden, welchen zwar der Gebrauch der öffentlichen Bibliothek an sich nicht untersagt werden kann, welche jedoch ihrer Bildungsstufe und Neigung nach lediglich auf die hiesige Leihbibliothek angewiesen sind. Daß aber ein solches Verhältniß [...] nicht wünschenswerth ist u. der Würde einer für wissenschaftliche Zwecke bestimmten Bibliothek sehr wenig entsprechen möchte, wird nicht bestritten werden können.[76]

Diese Verengung des Bibliothekszwecks auf das Prinzip reiner Wissenschaftlichkeit entsprach in keiner Weise der tatsächlichen Benutzung. Nur etwa die Hälfte der Ausleihvorgänge läßt sich als Zugriff auf berufsrelevante Literatur bezeichnen, und nur wenige Benutzer beschränkten sich ganz auf ihr Fachgebiet, etwa die Ärzte Arensberg, Mosel, Oltendorf und Stüde, aber auch der Regierungsrat Bernhard Meyer, dessen 44 ausgeliehene Bände allesamt zur juristischen Fachliteratur zählten. Im übrigen diente die Fürstlich Öffentliche Bibliothek im weitesten Sinne als Bildungsbibliothek. Einschlägige Leihbibliotheksliteratur war allerdings wirklich nicht vorhanden: Unterhaltungsromane von Autoren wie Walter Scott, James Fenimore Cooper, Florence Maryatt, Eugène Sue oder Alexandre Dumas anzuschaffen weigerte sich Otto Preuß auch zwanzig Jahre später noch standhaft[77].

Politische Lektüre und Nutzung der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek zu politischen Zwecken

Politisch relevante Literatur ist 1848 nur vereinzelt ausgeliehen worden. Als Verfasser entliehener Bücher kommen natürlich viele der im Mai 1848 in die Nationalversammlung gewählten liberalen Professoren und Publizisten vor: viermal ausgeliehen wurde etwa die Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges des Stuttgarter Oberrealschullehrers und Demokraten Wilhelm Zimmermann, in der der Bauernkrieg als ein Emanzipationsversuch des deutschen Volkes auf dem Weg zur politischen Freiheit positiv gewertet ist[78]. Der Auditor August Eschenburg und der Justizkanzleisekretär Rudolph Ulrich beschäftigten sich mit der ideengeschichtlichen Darstellung des Heidelberger Geschichtsprofessors und Demokraten Karl Hagen zur Reformation als einer nationalen und volkstümlichen Bewegung[79]. Drei Schüler des Leopoldinums benötigten die Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen von Georg Gottfried Gervinus, ihr Lehrer Dr. Reize entlieh die Deutsche Grammatik von Jakob Grimm, auch Friedrich Christoph Dahlmanns geschichts- und staatswissenschaftliche Schriften wurden ausgeliehen: die drei Verfasser waren seit ihrer Amtsenthebung als Göttinger Universitätslehrer 1837 als führende Liberale bekannt, waren Mitglieder des Vorparlaments und der Nationalversammlung. Mehrfach entliehen wurden die Schriften des Berliner Historikers Friedrich von Raumer, der als Vertreter Brandenburgs der Nationalversammlung angehörte. Auch Bücher des linksliberalen badischen Strafrechtsreformers Mittermaier, des rechtsliberalen Freiburger Geschichtsprofessors Gfrörer sowie der ehemaligen Staatsbeamten und nunmehr linksliberalen Wirtschaftspublizisten Friedrich Wilhelm von Reden und Moritz Mohl, die als Abgeordnete in der Nationalversammlung saßen, fanden interessierte Leser.

Zur politischen Lektüre zählen könnte man auch die Ausleihe von Literatur des Vormärz und des Jungen Deutschland. Es ist aber in keinem Fall festzustellen, daß die Lektüre einen Bezug zu den tagespolitischen Ereignissen hatte. Wilhelm Piderit, Auditor im Amt Detmold, entlieh im Sommer 1848 mehrere Bände aus Ludwig Börnes Werkausgabe, darunter auch dessen Streitschrift Menzel, der Franzosenfresser von 1837[80]; da jedoch Piderit vielfach belletristische Literatur auslieh, könnte sein Interesse an Börne auch eher literarisch als politisch begründet gewesen sein. Ein Interesse am kämpferischen Impetus könnte wiederum den Gymnasiasten Ludwig Hölzermann zur Lektüre von Freiligraths Gedichten motiviert haben[81] und seinen Schulkameraden Wilhelm Runnenberg zum Studium der Werke des österreichischen Vormärz-Lyrikers Anastasius Grün, der als freisinniger Kritiker des Metternich-Systems und Wortführer der Liberalen mit seinen in den dreißiger Jahren erschienenen Werken Opfer der politischen Zensur geworden war: die Detmolder Bibliothek besaß diese Werke in Ausgaben, die 1844 in Leipzig gedruckt waren[82].

Politische Tagesaktualität hatte 1848 die Histoire de Girondins des französischen Schriftstellers Alphonse de Lamartine. Dieser hatte bis 1830 im diplomatischen Dienst der Bourbonen gestanden, war aber während der Julirevolution aus dem Staatsdienst ausgeschieden und seit 1833 Mitglied der französischen Abgeordnetenkammer. Mit seiner idealisierten Darstellung der Girondisten empfahl er sich selbst als engagierten Republikaner. Das 1847 erschienene Buch wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und trug unmittelbar bei zum Sturz der Julimonarchie in der Februarrevolution 1848. Nach der Flucht des Bürgerkönigs proklamierte Lamartine eine provisorische republikanische Regierung und fungierte für kurze Zeit als Außenminister. Bis zum Ende des Jahres 1848, als er in den Präsidentschaftswahlen gegen Louis Napoleon Bonaparte verlor, war er auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Sein Buch erschien noch 1847 auch in Deutschland, wurde in der Leipziger Ausgabe für die Fürstliche Bibliothek in Detmold angeschafft[83] und häufig von politisch interessierten Leserinnen und Lesern ausgeliehen.

Das Ausleihbuch des Jahres 1848 gibt nicht nur Auskunft über die Entleihungen von Lektüre politischen Inhalts. Es läßt auch Rückschlüsse zu auf die Ausleihe von Büchern zu politischen Zwecken. Aufschlußreich wäre es, ließe sich feststellen, daß auch die Wortführer der lippischen Demokraten sich mit einschlägiger Literatur aus der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek versorgt hätten. Karl Vette, Revolutionär der ersten Stunde, Redakteur der Wage und Präsident des Detmolder Volksvereins, hat die Fürstliche Bibliothek allerdings gar nicht benutzt. Otto Dresel, Schriftführer im Volksverein und ab Juli 1848 ebenfalls Redakteur der Wage, hat verschiedentlich staats- und rechtswissenschaftliche Bücher entliehen, darunter den ersten Band von Friedrich Christoph Dahlmanns Buch Die Politik, auf den Grund und das Maaß der gegebenen Zustände zurückgeführt mit den Abschnitten zu Staatsverfassung und Volksbildung[84] und den 15. Band des in Preußen 1834 wegen seines staatsgefährdenden Inhalts verbotenen Staatslexikons von Carl von Rotteck und Carl Theodor Welcker mit den Artikeln Staatsverfassung, Verfassungsprincip und Urrechte (Menschenrechte)[85]. Der Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer wiederum, ein entschiedener Demokrat und Vertreter des Prinzips der Volkssouveränität, ab Oktober 1848 Präsident des Detmolder Volksvereins und Deputierter im lippischen Dezember-Landtag, der in der Wage seine Entwürfe für eine "demokratisch constitutionell monarchische" lippische Verfassung[86] und für ein Wahlgesetz[87] veröffentlichte, hat die Öffentliche Bibliothek nicht für politische Zwecke genutzt: er ist nur einmal im Juni 1848 als Entleiher eines vierbändigen Werkes zum deutschen Lehnrecht aufgetreten.

Ein regelmäßiger Benutzer der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek war Carl Volkhausen, radikaler Demokrat und Republikaner, auch er Redakteur der Wage und Vizepräsident des Detmolder Volksvereins[88]. Volkhausen war seit Beendigung seines Theologie-Studiums 1847 als Hilfslehrer für die unteren Klassenstufen am Gymnasium Leopoldinum angestellt. Im August 1848 wurde er von der Schulbehörde verwarnt, daß sein politisches Engagement als Redakteur der Wage unverträglich sei mit seiner Position als Lehrer der Detmolder Jugend. Er wurde in Verbindung gebracht mit einem demokratisch-republikanischen Schülerverein, den eine Gruppe Secundaner gebildet hatte, der aber aufgeflogen war. Volkhausen unterrichtete überhaupt nicht in der Secunda und sah auch keine Verbindung zu seinen eigenen politischen Aktivitäten, gleichwohl gab er die redaktionelle Mitarbeit in der Wage und sein Amt im Volksverein auf[89]. Als die Schule sich im nächsten Jahr bei der Rückkehr ihres Direktors Schierenberg aus der Frankfurter Nationalversammlung von einem ihrer beiden Aushilfslehrer trennen mußte, wurde Volkhausens Konkurrent Dornheim der Vorzug gegeben mit der Begründung, er sei fachlich besser qualifiziert und habe im Gegensatz zu Volkhausen zielstrebig das Schulfach studiert, doch werden politische Gründe bei der Entlassung Volkhausens eine ausschlaggebende Rolle gespielt haben.

Volkhausens politische Haltung und journalistische Betätigung spiegeln sich in seinem Ausleihverhalten allerdings überhaupt nicht: er hat ausschließlich Literatur für den Schulunterricht entliehen. Mehrfach lassen sich Verbindungen herstellen zwischen den Titeln der von ihm entliehenen Bücher und den Unterrichtsthemen der Quarta, in der er Deutsch, Religion, Geschichte und Geographie unterrichtete. Es ist bekannt, daß Volkhausen selbst aktuelle politische Literatur beschaffte und in seinem Umkreis zirkulieren ließ, die Fürstlich Öffentliche Bibliothek aber nutzte er nicht zu politischen Zwecken.

Anders Moritz Leopold Petri[90]. Der Justizkanzleirat Petri, Herausgeber der Vaterländischen Blätter, Liberaler im Lippe der Vormärzzeit und seit 1838 als Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter politisch aktiv, spielte bei den Märzereignissen in Detmold eine führende Rolle und wurde am 9. März 1848 als außerordentliches Mitglied in die Regierung berufen. Anfang April 1848 wurde er als Bevollmächtigter Lippes in die Bundesversammlung des Deutschen Bundes geschickt, um in deren eilig gebildeten Verfassungsausschuß am Entwurf einer neuen Reichsverfassung mitzuarbeiten. Als dieser Verfassungsentwurf Ende April fertiggestellt war, kehrte Petri nach Detmold zurück. Bei der Wahl des lippischen Abgeordneten zur deutschen Nationalversammlung unterlag er am 3. Mai dem Gymnasialdirektor Schierenberg; kurz darauf wurde er allerdings erneut als Vertreter Lippes in das Plenum der Bundesversammlung nach Frankfurt entsandt. Nach Auflösung der Bundesversammlung vertrat Petri von September bis Dezember 1848 das Fürstentum Lippe bei der neugeschaffenen Zentralgewalt.

Petri hat im März/April eine größere Zahl Bücher zum Staats- und Verfassungsrecht entliehen, anhand derer er sich kundig gemacht hat über Recht und Verfassung des Deutschen Bundes[91]. Als Mitarbeiter an einer neuen deutschen Reichsverfassung mußte er schließlich gut informiert sein. Der Verfassungsentwurf des sogenannten Siebzehnerausschusses, in dem auch bekannte Liberale wie Heinrich von Gagern, die Staatsrechtler Friedrich Christoph Dahlmann und Heinrich Albert Zachariae und der Historiker Georg Gottfried Gervinus vertreten waren, wurde am 26. April der Bundesversammlung überreicht. Er enthielt einen Grundrechtskatalog und sah die Bildung eines Bundesstaats unter einem erblichen Reichsoberhaupt mit verantwortlichen Ministern und einem Zweikammersystem vor. Petri hat diesen Entwurf eines deutschen Reichsgrundgesetzes Anfang Mai in den Vaterländischen Blättern veröffentlicht[92]. Der Verfassungsentwurf ist von den Regierungen allerdings nicht angenommen und an die am 18. Mai eröffnete Frankfurter Nationalversammlung überwiesen worden. Zwar ist er dort mangels Konsensfähigkeit auch nicht umgesetzt worden, doch findet sich manches, was in die spätere Verfassung der Nationalversammlung übernommen wurde.

So haben die Bücher der Fürstlich Öffentlichen Bibliothek zu Detmold 1848 politische Geschichte gemacht, und man kann folgern, daß die Detmolder Bibliothek zum Revolutionsjahr 1848 ihren Beitrag geleistet hat.

Anmerkungen

[1] Bekanntmachung der Fürstlich Lippischen Regierung vom 6.4.1824 im Fürstlich Lippischen Intelligenzblatt Nr.15 vom 10.4.1824. Zur Gründungsphase vgl. Erich Kittel: Die Einrichtung der öffentlichen Bibliothek zu Detmold 1818-1824. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 38 (1969), S.151-168; ders.: Die Anfänge der Lippischen Landesbibliothek. Ein dokumentarischer Bericht. In: Karl-Alexander Hellfaier (Hrsg.): Aus Vergangenheit und Gegenwart der Lippischen Landesbibliothek. Detmold 1970, S.41-67.

[2] Julius Petzholdt (Hrsg.): Handbuch deutscher Bibliotheken. Halle 1853, S.85.

[3] Schreiben Otto Preuß' an die Hochfürstliche Regierung vom 9.11.1845. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.35. Auch StAD L 77 A 3039 Bl.45-49.

[4] Vgl. Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.43 vom 24.10.1835, S.389f.

[5] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.44 vom 31.10.1835, S.400f.

[6] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.49 vom 5.12.1835, S.440f.

[7] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.50 vom 12.12.1835, S.448f.

[8] Vgl. Ernst Weißbrodt: Die Meyersche Buchhandlung in Lemgo und Detmold und ihre Vorläufer. Detmold 1914, S.51ff.

[9] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.18 vom 29.4.1848, S.292.

[10] August Brass: Berlin's Barrikaden. Ihre Entstehung, ihre Vertheidigung und ihre Folgen. Eine Geschichte der Märzrevolution. Berlin 1848.

[11] Heinrich Zöpfl: Bundes-Reform, deutsches Parlament und Bundesgericht. Heidelberg 1848.

[12] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.24 vom 10.5.1848, S.363f.

[13] Louis Blanc: Die Reform der Arbeit. Leipzig 1848.

[14] Ernst Moritz Arndt: Das verjüngte oder vielmehr das zu verjüngende Deutschland. Bonn 1848.

[15] Letztere sämtlich anonym erschienen: Die allgemeine Volksbewaffnung im Sinne der Gegenwart. An dem Beispiele der Volksbewaffnung des Herzogthums Oldenburg anschaulich gemacht / von W. N. und W. v.W. Oldenburg 1848. Für eine allgemeine Wehrpflicht: Die deutsche Nationalbewaffnung / von Pz. [Carl Eduard Pönitz]. Stuttgart 1848. Gegen die allgemeine Volksbewaffnung: Stehendes Heer und Volksbewaffnung, mit Bezug auf den Badischen Landwehr-Gesetzentwurf und die Formation der badischen Truppen / von F.v.B. [Christian Friedrich von Boeckh]. Karlsruhe 1848.

[16] Anzeige der Meyerschen Hofbuchhandlung im Fürstlich Lippischen Intelligenzblatt Nr.28 vom 9.7.1836, S.235; Nr.29 vom 16.7.1836, S.244. Zu dieser Leihbibliothek vgl. Alfred Bergmann: Grabbe als Benutzer der Öffentlichen Bibliothek in Detmold. Detmold 1965, S.73ff.

[17] Vgl. Statuten der Meyer'schen Leihbibliothek. In: Detmolder Anzeiger Nr.35 vom 30.11.1842, Sp.698ff.

[18] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.35 vom 27.8.1836, S.290f. Ob dieser Lesezirkel zustandegekommen ist, ist nicht nicht bekannt, er wird in der Zeitung nicht noch einmal genannt.

[19] Gebühren: 1 Jahr = 2 Rthlr. 12 ggr.; ½ Jahr = 1 Rthlr. 12 ggr.; ¼ Jahr = 1 Rthlr.; 1 Monat = 12 ggr.

[20] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.52 vom 24.12.1836, S.429.

[21] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.39 vom 30.9.1837, S.342.

[22] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.38 vom 17.9.1836, S.316.

[23] Vgl. die Anzeigen der Meyer'schen Hofbuchhandlung im Fürstlich Lippischen Intelligenzblatt.

[24] So auch: Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.15 vom 8.4.1848, S.248; Nr.41 vom 7.10. 1848, S.599.

[25] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.27 vom 1.7.1848, S.400.

[26] Verzeichniß der in der Bücher-Leihbibliothek der Meyer'schen Hofbuchhandlung in Detmold befindlichen Werke. [Detmold] 1856 (LLB Detmold: Bg 84).

[27] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.37 vom 14.9.1839, S.336f. und Nr.38 vom 21.9.1839, S.343.

[28] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.43 vom 22.10.1842, S.424. Vgl. auch: dass. Nr.38 vom 18.9.1841, S.343 und Nr.41 vom 11.10.1845, S.434.

[29] Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.15 vom 15.4.1837, S.132; Nr.28 vom 14.7.1838, S.255; Nr.3 vom 19.1.1839, S.25.

[30] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.37 vom 16.9.1843, S.396.

[31] Vgl. Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.30 vom 22.7.1848, S.455, Nr.52 vom 23.12. 1848, S.743. Laufende Bekanntmachungen im Fürstlich Lippischen Intelligenzblatt, später im Regierungs- und Anzeigeblatt. Zur Gründung 1799 vgl. Fürstlich Lippisches Intelligenzblatt Nr.37 vom 14.9.1799, S.292ff.

[32] Vgl. Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.29 vom 22.7.1837, S.264; Nr.24 vom 12.6. 1841, S.229; Nr.24 vom 15.6.1844, S.282; Nr.36 vom 5.9.1846, S.447; Nr.38 vom 19.9.1846, S.464.

[33] Verzeichniß der Werke, welche die theologische Lesegesellschaft für das Fürsthentum Lippe im Jahre 1894 der Fürstlichen Landesbibliothek geschenkt hat. LLB-Archiv, Kasten 23. Aus dem Verzeichnis geht hervor, daß die Lesegesellschaft ihre umgelaufenen Bücher regelmäßig an die Landesbibliothek abzugeben beabsichtigte.

[34] Detmolder Anzeiger Nr.1 vom 6.4.1842, Sp.17.

[35] Ebd., Sp.18.

[36] Vgl. Gründungsaufruf von Carl Weerth in: Vaterländische Blätter Nr.13 vom 29.6.1844, Sp.198. Außerdem: Jahresbericht über die Verwaltung des naturwissenschaftlichen Vereins. In: Vaterländische Blätter Nr.11 vom 14.6.1845, Sp.168ff.; Jahresbericht über die Verwaltung des naturwissenschaftlichen Vereins Mai 1846-1847. In: Vaterländische Blätter Nr.12 vom 19.6.1847, Sp.189ff.; Jahresbericht über die Verwaltung des naturwissenschaftlichen Vereins vom Mai 1849 bis dahin 1850. In: Detmolder Bürgerblatt Nr.2 vom 31.7.1850, Sp.37ff.; Jahresbericht über die Verwaltung des naturwissenschaftlichen Vereins vom 1. Mai 1850 bis 51. In: Detmolder Bürgerblatt Nr.11 vom 28.8.1851, Sp.215ff.; Weerth: Der naturwissenschaftliche Verein im Fürstenthum Lippe. In: Schulprogramm des Gymnasiums Leopoldinum. Detmold 1853, S.1-4; Bericht über den naturwissenschaftlichen Verein für das Fürsthentum Lippe zur Feier seines fünfzigjährigen Jubiläums. Detmold 1885, S.20f.; A. Rebbe: Von dem Wirken des Naturwissenschaftlichen Vereins in Detmold in seinen ersten fünfzig Jahren (1835-1885). In: Vaterländische Blätter Nr.14 vom 29.5.1924, o.S.

[37] Weerth (1853), S.4.

[38] Vgl. Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeige-Blatt Nr.24 vom 10.6.1848, S.361. Die bereits im Vorjahr für den 2.6.1847 geplante Versteigerung hatte nicht stattgefunden, weil zahlreiche Vereinsmitglieder während der Präsentation eines neuen Narkoseapparats durch den Hofchirurgen Mosel die Generalversammlung verlassen hatten (vgl. Vaterländische Blätter Nr.8 vom 22.5.1847, Sp.126 und Nr.11 vom 12.6.1847, Sp.174f.).

[39] Detmolder Bürgerblatt Nr.2 vom 31.7.1850, Sp.41.

[40] Vaterländische Blätter Nr.14 vom 4.7.1846, Sp.221.

[41] Vaterländische Blätter Nr.35 vom 30.11.1844, Sp.549ff.

[42] Vaterländische Blätter Nr.30 vom 23.10.1847, Sp.493.

[43] Vaterländische Blätter Nr.36 vom 7.12.1844, Sp.574.

[44] Vaterländische Blätter Nr.17 vom 24.7.1847, Sp.269.

[45] Vaterländische Blätter Nr.5 vom 2.5.1846, Sp.78.

[46] Vaterländische Blätter Nr.17 vom 25.7.1846, Sp.270f.

[47] Notizen, undatiert, mit Nachträgen ab 1861. LLB-Archiv, Kasten 23. Dabei auch ein Verzeichnis von 27 medizinischen Zeitschriften, die in der Medizinischen Lesegesellschaft zirkulierten.

[48] Vgl. P[etri]: Die Leseanstalt der Ressourcegesellschaft in Detmold. In: Vaterländische Blätter Nr.22 vom 29.8.1846, Sp.343ff.

[49] Vgl. Marlies Prüsener, Lesegesellschaften im 18. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Lesergeschichte. In: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 28 (1972) Nr.10, S.260ff.

[50] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeigeblatt Nr.37 vom 16.9.1843, S.395f.

[51] Vaterländische Blätter Nr.22 vom 29.8.1846, Sp.344.

[52] Vaterländische Blätter Nr.22 vom 29.8.1846, Sp.343ff. und die Anzeige des Katalogs im Fürstlich Lippischen Regierungs- und Anzeigeblatt Nr.32 vom 8.8.1846, S.413. Der Katalog ist nicht erhalten.

[53] Vaterländische Blätter Nr.22 vom 29.8.1846, Sp.344.

[54] Zu deren erstaunlicher Geschichte vgl. Rudolf Sturm: Lauter Erstausgaben. Über die Entdeckung einer eingemauerten Leihbibliothek von 1868 in Detmold. In: Aus dem Antiquariat (1991) H.4, S.141-148.

[55] Verzeichnis der in der Leih-Bibliothek der Klingenberg'schen Buchhandlung in Detmold vorhandenen Bücher. Lemgo 1868 (LLB Detmold: LB 6). Analyse durch Sturm (1991), S.146f.

[56] Dieses System trug erheblich dazu bei, daß sich die Beschaffung aktueller wichtiger Literatur immer stark verzögerte, und wurde bereits Anfang der fünfziger Jahre stillschweigend aufgegeben. Vgl. undatierte Notiz von Otto Preuß aus den siebziger Jahren. LLB-Archiv, Kasten 23.

[57] Otto Preuß: Vorschläge der für die öffentliche Bibliothek neu anzuschaffenden Bücher für 1847, vom 10.8.1848. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.64.

[58] Vermerk Rohdewalds vom 15.5.1848 im Schreiben Preuß' an Kammerdirektor Rohdewald vom 11.4.1848. LLB-Archiv, Acta generalia 1, Nr.62.

[59] Rechnungen der Meyer'schen Hofbuchhandlung vom 14.4., 1.7. und 3.10.1848. LLB-Archiv, Kasten 14.

[60] H[einrich] A[lbert] Zachariae: Deutsches Staats- und Bundesrecht. 3 Bde. Göttingen 1841-1845.

[61] Schreiben der Fürstlich Lippischen Regierung (Friedrich Leopold Petri) an den Kammerdirektor Rohdewald vom 22.8.1848. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.65.

[62] Rechnung der Meyer'schen Hofbuchhandlung vom 7.4.1849. LLB-Archiv, Kasten 14.

[63] Bei diesen beschränkten Öffnungszeiten blieb es bis 1884, erst dann kam eine weitere Öffnungsstunde am Samstagmittag hinzu (vgl. Amtsblatt für das Fürstenthum Lippe Nr.92 vom 15.11.1884).

[64] Schreiben Otto Preuß' an die Hochfürstliche Regierung vom 9.11.1845. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.35. Auch in StAD L 77 A 3039 Bl.45-49.

[65] Schreiben Otto Preuß' an die Hochfürstliche Regierung vom 9.11.1845. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.35. Auch in StAD L 77 A 3039 Bl.45-49.

[66] Schreiben Otto Preuß' an Regierungsrat Moritz Leopold Petri vom 19.4.1851. StAD L 77 A 3039 Bl.70. Auch LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.89.

[67] Bekanntmachung, die Bestimmungen über die Benutzung der öffentlichen Bibliothek in Detmold betreffend, vom 28. Oktober 1851. In: Gesetz-Sammlung für das Fürstenthum Lippe Nr.15 vom 1.11.1851, S.552ff.

[68] Schreiben Otto Preuß' an den Kammerdirektor Rohdewald vom 1.11.1848. LLB-Archiv, Acta generalia 1 Nr.68.

[69] Anzeigen des Zirkusdirektors Renz im Fürstlich Lippischen Regierungs- und Anzeigeblatt Nr.45 vom 4.11. 1848, S.652f.; Nr.46 vom 11.11.1848, S.663f.; Nr.47 vom 18.11.1848, S.677.

[70] Fürstlich Lippisches Regierungs- und Anzeigeblatt Nr.45 vom 4.11.1848, S.648; Nr.46 vom 11.11.1848, S.661.

[71] Die Zahl schwankt zwischen 122 und 124, da in einigen Fällen nicht sicher zu sagen ist, ob es sich bei namensgleichen Personen um dieselbe Person oder um eine andere handelt, z.B. ob der "Hofmus. Meier" identisch ist mit dem "Flötisten Meier" (in der Hofkapelle gab es zwei Musiker dieses Namens).

[72] Briefe von Wilhelm von Humboldt an eine Freundin. 2 Teile. Leipzig 1847 (LLB: D 934).

[73] Julius E. Hitzig und W. Häring (Hrsg.): Der neue Pitaval. Eine Sammlung der interessantesten Criminalgeschichten aller Länder aus älterer und neuerer Zeit. 36 Bände. Leipzig 18421-1864. N.F. 24 Bände. Leipzig 1866-1890 (LLB: R 3639).

[74] Insgesamt 50 Bände.

[75] Insgesamt 54 Bände.

[76] Schreiben Otto Preuß' an die Hochfürstliche Regierung vom 9.11.1845. LLB-Archiv, Acta generalia 1 (1838-1854) Nr.35. Auch in StAD L 77 A 3039 Bl.45-49. Vgl. dazu auch: Heinrich Haxel: Die Lippische Landesbibliothek. Ein geschichtlicher Rückblick, in: ders. (Hrsg.): Lippe vor 100 Jahren, Detmold 1861, S.15.

[77] Schreiben Otto Preuß' an die Fürstlich Lippische Regierung vom 16.5.1869. LLB-Archiv, Acta generalia 2 Nr.157.

[78] Wilhelm Zimmermann: Allgemeine Geschichte des großen Bauernkrieges. 3 Bde. Stuttgart 1841-1843 (LLB: G 1922b). Zimmermann war Abgeordneter von Schwäbisch-Hall in der Nationalversammlung und Mitglied des Rumpfparlaments bis Juni 1849; er wurde 1851 seines Lehramts enthoben und später mit Vortrags- und Publikationsverbot belegt.

[79] Karl Hagen: Deutschlands literarische und religiöse Verhältnisse im Reformationszeitalter. 3 Bde. Erlangen 1841-1844 (LLB: Th 1926). Hagen war Angehöriger des Vorparlaments, Vertreter von Heidelberg in der Nationalversammlung und Mitglied des Rumpfparlaments bis Juni 1849; als Teilnehmer des badischen Aufstands wurde er im August 1849 aus dem Staatsdienst entlassen.

[80] Ludwig Börne: Gesammelte Schriften. 16 Bde. Hamburg u.a. 1829-1838 (LLB: D 466).

[81] Ferdinand Freiligrath: Gedichte. 2. vermehrte Auflage. Stuttgart und Tübingen, 1839 (LLB: D 771a).

[82] Anastasius Grün: Der letzte Ritter. 3. durchgesehene Auflage. Leipzig 1844 (LLB: D 880); ders.: Schutt. 6. Auflage. Leipzig 1844 (LLB: D 879); ders.: Gedichte. 5. vermehrte Auflage. Leipzig 1844 (LLB: D 878).

[83] Alphonse de Lamartine: Histoire de Girondins. 8 Bde. Leipzig 1847 (LLB: G 2457).

[84] Friedrich Christoph Dahlmann: Die Politik, auf den Grund und das Maaß der gegebenen Zustände zurückgeführt. Bd.1: Staatsverfassung. Volksbildung. Göttingen 1835 (LLB: St 214).

[85] Carl von Rotteck und Carl Welcker (Hrsg.): Staats-Lexikon oder Encyclopaedie der Staatswissenschaften. Bd.15. Altona 1843 (LLB: St 225). Artikel Staatsverfassung (C. Th. Welcker), Urrechte oder unveräußerliche Rechte (P. Pfizer), Verfassungsprinzip (K. Steinacker).

[86] Lippische Verfassung. In: Die Wage Nr.73 vom 2.12.1848, S.343ff. und Nr.74 vom 6.12.1848, S.347f.

[87] Dr. Meyer: Entwurf zum Wahlgesetz. In: Die Wage Nr.77 vom 16.12.1848, S.362f.

[88] Zu Volkhausen vgl. Alfred Bergmann: Fünfzehn Briefe Carl Volkhausens an Malvida von Meysenbug aus den Jahren 1849-1852. In: Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 23 (1954), S.159.243; ders.: Carl Volkhausen. Der Lebensgang eines lippischen Demokraten. In: Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde 24 (1955), S.5-89.

[89] Hierzu vgl. Die Wage Nr.44 vom 23.8.1848, S.222; Nr.46 vom 30.8.1848, S.229; Nr.51 vom 16.9.1848, S.249f.; Nr.53 vom 23.9.1848, S.261f.

[90] Zu Petri vgl. Wilhelm Süvern: Moritz Leopold Petri. Eine Würdigung zu seinem 100. Todestag. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 43 (1974), S.167-220.

[91] G. L. Zangen: Die Verfassungsgesetze deutscher Staaten. 2 Bde. Darmstadt 1828/29 (LLB: nicht mehr vorhanden); Karl Heinrich Ludwig Pölitz: Die europäischen Verfassungen seit dem Jahre 1789 bis auf die neueste Zeit. 2., neugeordnete, berichtigte und ergänzte Auflage. 4 Bde. Leipzig 1832-1847 (LLB: R 3091a); Landtagsblatt. Mittheilungen aus den Verhandlungen der Stände des Großherzogthums Baden im Jahr 1831. Karlsruhe 1832 (LLB: R 1321.4º); Gustav Emminghaus (Bearb.): Corpus Juris Germanici tam publici quam privati academicum. 2 Bde. Jena 1824 (LLB: R 2854); Philipp Anton Guido von Meyer: Staats-Acten für Geschichte und öffentliches Recht des Deutschen Bundes (Corpus Iuris Confoederationis Germanicae). 2. Auflage. 2 Bde. Frankfurt am Main 1833 (R 2856); Johann Ludwig Klüber: Quellen-Sammlung zu dem Oeffentlichen Recht des Teutschen Bundes. 2 Bde. Erlangen 1830-1833 (LLB: R 2857); Heinrich Zöpfl: Grundsätze des allgemeinen und des constitutionell-monarchischen Staatsrechts. 2. Auflage. Heidelberg 1841 (LLB: R 2937).

[92] Vaterländische Blätter Nr.9 vom 6.5.1848, Sp.105ff.