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Die Bibliothek des Grafen Simon VI. zur Lippe als Zeugnis der Renaissance

Anmerkungen zum Altbestand der Lippischen Landesbibliothek Detmold

von Reinhard Altenhöner

Druckfassung in: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde 62 (1993), S. 67-95.

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Die Bibliothek Simons ist in der Lippischen Landesbibliothek aufgegangen. Sie wurde in ihren wesentlichen Teilen schon 1614 nach Detmold überführt und dort ein frühes Beispiel einer der Öffentlichkeit beschränkt offenstehenden Bibliothek. Als im 19. Jahrhundert dann verschiedene Sammlungen vereinigt und die Bestände systematisch – d.h. aufgeteilt auf die einzelnen Fächer –, zusammengeführt wurden, wurde die vermutlich immer noch relativ geschlossen aufgestellte Bibliothek Simons praktisch aufgelöst und „versank“ in dem Bestand der Lippischen Landesbibliothek, der bis heute auf ca. 420.000 Bände angewachsen ist.

Um die Bibliothek zu rekonstruieren, mußten ihre heute noch vorhandenen Bestände aus dem Gesamtbestand der Lippischen Landesbibliothek herausgesucht und in einen Zusammenhang mit im Archiv liegenden Material, insbesondere älteren Katalogen und Verzeichnissen der Bibliothek, gebracht werden. Erst so war es möglich, Spuren ihres früheren Besitzers und seiner geistigen Welt wiederzuentdecken und die Bibliothek auch in ihrer damaligen Zusammensetzung (und Funktion) zu beschreiben.