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Detmold. Lippische Landesbibliothek

von Detlev Hellfaier

Druckfassung in: Lexikon des gesamten Buchwesens. Hg. von Severin Corsten … 2., völlig neubearb. Aufl. Stuttgart: Hiersemann Bd. 2 (1989) S. 256.

Detmold. Lippische Landesbibliothek. Regionalbibl. für Ostwestfalen-Lippe. Graf Simon VII. zur Lippe stiftete 1614 aus der Bibl. seines Vaters die »Gräfliche Öffentliche Bibl.«; als Begründerin der LB als einer der Allgemeinheit dienenden Gebrauchsbibl. gilt die Fürstin Pauline zu Lippe († 1820), die diese Bibl. mit weiteren Bücherslg. zur »Fürstlichen Öffentlichen Bibl.« zusammenführen ließ. Seit 1886 befindet sich die LB, Name seit 1919, im Gebäude des ehemaligen Prinzenpalais, erbaut 1842. Das Gebäude brannte 1921 aus, in Mitleidenschaft gezogen wurde vor allem der Bestand alter naturwiss. Lit.; die LB überstand den Zweiten Weltkrieg ohne Kriegsverluste. Neben allen landesbibl. Funktionen trägt die Bibl. wesentlich zur Lit.- und Informationsversorgung der Hochschulen der Region bei. Neben dem fürstlichen Altbestand des 16.-19. Jh.s verfügt die LB über Sonderslg. von überregionalem, z. T. internationalem Rang (Lippisches Literaturarchiv mit Grabbe-Archiv, Freiligrathslg., Weertharchiv; Musik-Abt. mit Lortzing-Archiv; Lippe-Abt. mit Bandelslg.; Sozial- und zeitgeschichtliche Slg.), 183 Hss., 90 Ink., 6.000 Autographen und Werk.-Mss. Bestand (1986) 360 Tsd. Bde., 1.350 lfd. Zss.

Lit.: Hellfaier, D.: Lipp. LB Detmold. In: Der Kreis Lippe. Bd. 2. 1985. →Hier online.