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Die Lippische Landesbibliothek Detmold

von Detlev Hellfaier

Druckfassung in: Der Kreis Lippe. Bearbeitet von Friedrich Hohenschwert. T. 2: Objektbeschreibungen. Stuttgart: Theiss 1985, S. 122-130 (Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland; 11). 

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Die Lippische Landesbibliothek reicht in ihren Anfängen bis in das Jahr 1614 zurück. Mit 350.000 Bänden und über 1.600 laufend gehaltenen Zeitschriften, 90 Inkunabeln, 183 Handschriften und nahezu 6.000 Werkmanuskripten und Autographen ist sie die Regionalbibliothek für Ostwestfalen-Lippe und die zweitgrößte hochschulfreie wissenschaftliche Universalbibliothek in Nordrhein-Westfalen. Sie zählt zu den wenigen Bibliotheken dieser Größenordnung, die den Zweiten Weltkrieg ohne Verluste überstanden haben. Zusammen mit der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, die den Titel »Landesbibliothek« ehrenhalber führt, und der Universitätsbibliothek Münster übt die Lippische Landesbibliothek landesbibliothekarische Funktionen aus, da Nordrhein-Westfalen als einziges Land der Bundesrepublik keine eigene, vom Land getragene Landesbibliothek unterhält.

Die Lippische Landesbibliothek ist landesherrlichen Ursprungs, einst eine »Fürstenbibliothek«, die, wie viele ihresgleichen, in ihrer Frühzeit eine Mischung von wissenschaftlicher Sammlung und Liebhaberbibliothek darstellte. Es ist die vielzitierte Kleinstaaterei mit ihren großen und kleinen Residenzen, die uns eine stattliche Anzahl von Schloß-, Hof- und Landesbibliotheken hinterlassen hat, Bibliotheken, die die deutsche Kulturlandschaft bereichern und in mancher Hinsicht sogar weitgehend prägen. Trotz z. T. großer Kriegsverluste zeigen diese Bibliotheken immer noch einen überraschenden Reichtum an literarischen Kostbarkeiten und sind durch die Mannigfaltigkeit und Eigenart ihrer Buchbestände mit den Verhältnissen der Landschaft und ihrer Bevölkerung, der sie vorwiegend dienen, auf das engste verbunden.

Den Grundstock der Lippischen Landesbibliothek bilder die Privatbibliothek des Grafen und Edlen Herrn Simon VI. zur Lippe (1563-1613). Die Interessen dieses Landesherrn galten Astronomie, Alchimie, Theologie und vielen anderen Wissenschaften und Künsten seiner Zeit. Er erwarb ganze Gelehrtenbibliotheken, und nicht selten widmeten ihm auch seine gelehrten Freunde ihre Werke. Doch der eigentliche Ahnherr der Bibliothek ist der Regierende Graf und Edle Herr zur Lippe, Simon VII., Sohn und Nachfolger Simons VI., der aus der Bibliothek seines Vaters die »Gräflich öffentliche Bibliothek« im Jahre 1614 stiftete. Zur Begründerin der Landesbibliothek als einer der Allgemeinheit dienenden Gebrauchsbibliothek wurde die Fürstin Pauline zur Lippe, die zwar viele Jahre vor der Eröffnung der nunmehr »Öffentlichen Bibliothek« im Jahre 1820 starb, aber alle entscheidenden Maßnahmen hierzu vorher eingeleitet hatte.

Zeitweise in Personalunion mit dem Landesarchiv verbunden, mit Geld und Personal nur ungenügend ausgestattet, ist die Geschichte der Bibliothek bis in die jüngste Vergangenheit recht komplex. Als durch Gesetz über die Vereinigung des Landes Lippe mit dem neugegründeten Land Nordrhein-Westfalen vom 5. November 1948 mit dem Land Lippe der letzte deutsche Kleinstaat seine Selbständigkeit aufgab, ging die Lippische Landesbibliothek, die diesen Namen seit dem Jahre 1919 trägt, auf den durch Gesetz vom gleichen Tage errichteten »Landesverband Lippe« über, der vom Land Nordrhein-Westfalen für die Bibliothek einen festen Zuschuß erhält. Das Landesarchiv wurde vom Land Nordrhein-Westfalen als Staatsarchiv übernommen, die Personalunion gelöst und die Lippische Landesbibliothek unter eine eigene Leitung gestellt. Unter der neuen Trägerschaft hat die Bibliothek einen bemerkenswerten Aufschwung genommen.

Der geisteswissenschaftliche Charakter ihres Allgemeinbestandes ist historisch bedingt. Aus ihm ragt ein Altbestand heraus, der besonders für den Zeitraum von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bezeichnend ist, ein Potential, das besonders von Universitäts- und Hochschulbibliotheken über den Auswärtigen Leihverkehr frequentiert wird. In dem zitierten Altbestand dominieren die historischen Fächer, aber auch der Anteil von Theologie und Rechtswissenschaft ist beachtlich. Der Schwerpunkt der modernen Anschaffungen liegt auch heute auf den geisteswissenschaftlichen Disziplinen, Musik eingeschlossen. In der Anschaffung naturwissenschaftlicher und technischer Werke läßt sich die Bibliothek von örtlichen oder auch regionalen Bedürfnissen leiten, wobei es sich im wesentlichen jedoch nur um Grundlagenschrifttum dieser Wissensgebiete handeln kann. In einem erhöhten Maße gilt das Gesagte für den Bereich der Medizin.

Der während der letzten Jahre festgestellte größere Bedarf naturwissenschaftlich-technischer Literatur erklärt sich aus der Nähe der Fachhochschule Lippe mit Sitz in Lemgo und Fachbereichen in Detmold, deren Literaturversorgung zwar vorrangig von deren eigener Bibliothek sicherzustellen ist, doch kann die Landesbibliothek vielgestaltige Unterstützung leisten.

Als Landesbibliothek archiviert die Lippische Landesbibliothek das gesamte landschaftsbezogene Schrifttum ihrer Region, macht es aber auch in einem zweiten Exemplar allgemein zugänglich. Sie ist Abgabebibliothek für Amtsdrucksachen im Regierungsbezirk Detmold und der legitime Standort für die Lippische Bibliographie, die als Jahresbibliographie erscheint und in der Abteilung Regionaldokumentation (Lippe-Abteilung) bearbeitet wird; obschon seit langem vorhanden, ist diese Abteilung erst seit dem Jahre 1980 fest etatisiert. Darüber hinaus wird die regional-biographische Dokumentation durch die Erarbeitung eines »Lippischen Autorenlexikons«, ein Projekt, das im Frühjahr 1983 begonnen wurde, weiter vorangetrieben. Seit Anfang des Jahres 1984 arbeitet die Abteilung Regionaldokumentation als eine der dezentralen Erfassungsstellen fur den Landesteil Westfalen an der neuen »Landesbibliographie Nordrhein-Westalen« mit; Sitz der Zentralredaktion der Landesbibliographie für Westfalen ist die Universitätsbibliothek Münster.

Mit dem »Grabbe-Archiv Alfred Bergmann«, das in einem ungewöhnlich weitgespannten Rahmen angelegt ist, besitzt die Bibliothek eines der wenigen großen Literaturarchive im deutschen Sprachgebiet. Es ist die bedeutendste Sammlung der Lippischen Landesbibliothek. Sie besteht aus drei Abteilungen: den Handschriften, den Druckwerken sowie den Handzeichnungen und graphischen Blättern, eine Abteilung, der Alfred Bergmann († 1975), der Begründer dieser Sammlung, ein Corpus photographicum zugeordnet hat, gewissermaßen als vierte Abteilung.

Die Abteilung Handschriften zählt insgesamt 488 Stücke. Darunter befinden sich zahlreiche vollständige Werkhandschriften. Vorhanden sind außerdem 241 eigenhändige Briefe Grabbes. Hinzu kommen Schriftstücke anderer Art, Familienbriefe und Briefe verschiedener Persönlichkeiten.

Die Abteilung der Druckwerke stellt den Detmolder Dichter Christian Dietrich Grabbe vor den literarischen Hintergrund seiner Zeit, der durch die Gesamtausgaben aus der Zeit zwischen 1750 und 1850 gebildet wird. Es sind nicht nur die literarischen, insbesondere die dramatischen Erzeugnisse, die Grabbe vorfand, sondern auch die, die zur Zeit seines eigenen Schaffens entstanden. Vorhanden sind – Grabbes Werke nicht mitgezählt – 737 Gesamt- und Sammelausgaben mit Werken von insgesamt 321 deutschen und ausländischen Dichtern, insgesamt 4.786 Bände, ein Bestand, der dem Wissenschaftler nicht nur ein reichhaltiges Vergleichsmaterial bietet, sondern auch für die Erforschung der deutschen Literatur dieser Epoche unentbehrlich ist. Hinzu kommen äußerst seltene Zeitschriften, darunter auch der »Komet«, die »Europa«, der »Phönix« und der »Telegraph für Deutschland«, letzterer wohl das vollständigste Exemplar der Welt.

Grabbes Werke sind in Gesamtausgaben, Teilsammlungen, Auszügen und Einzelausgaben aus allen Erscheinungsjahren und -orten vorhanden. Gleiches gilt für Beiträge in Tageszeitungen, Zeitschriften, Almanachen und Sammelwerken. Eine besondere Unterabteilung beinhaltet die Motivgeschichte. Die Sekundärliteratur über Grabbe und sein Werk wird laufend ergänzt. Inkorporicrt sind dieser Abteilung eine Vielzahl von Rollenbüchern, Theaterzetteln, Programmen und Rezensionen.

In der Abteilung Handschriften und graphische Blätter sind zeitgenössische Ansichten von Städten, in denen sich Grabbe aufgehalten hat, und Porträts von Persönlichkeiten, denen der Dichter begegnet ist, Figurinen, Dekorations- und Bühnenbildentwürfe; im angegliederten Corpus photographicum findet der Benutzer photographische Aufnahmen verschiedener Motive: Grabbe-Bildnisse und die anderer Persönlichkeiten, Ortsansichten, Szenen- und Rollenaufnahmen; Grabbe-Tage und Grabbe-Wochen, in denen der Dichter als Prophet und Seher des Dritten Reiches gefeiert wurde, haben im photographischen Bild ihren unbestechlichen Niederschlag gefunden.
Den Grundstock zur Freiligrath-Sammlung legte der in Detmold geborene und in Cannstatt verstorbene Dichter selbst, als er 1862 der Bibliothek acht Gedichtmanuskripte schenkte. Die Sammlung enthält heute außer den verschiedenen Erst- und Werkausgaben die Bücher des jungen Freiligrath, Schul- und Lehrbücher, Bleistiftzeichnungen, vier Stammbücher, über 300 eigenhändige Briefe und solche seiner Gattin, Eltern und Großeltern.

Das seit 1972 im Aufbau befindliche Georg-Weerth-Archiv beinhaltet Briefe und Manuskripte, Dokumente persönlicher und sachlicher Provenienz, einen Autographenkomplex, den man als den Rest eines persönlichen Nachlasses des in Detmold geborenen Pastorensohns bezeichnen kann, der in der Revolution 1848 auf der Seite von Marx und Engels stand und in Havanna auf Kuba katholisch beerdigt wurde. Familienbriefe aus dem biographischen Umfeld des Lyrikers und Kaufmanns bilden den Rahmen dieser Sammlung.

Die Musikabteilung mit Lortzing- und Lippe-Musik-Archiv ist in ihrer Entwicklungsgesehichte mit der Geschichte der ehemaligen Residenz des lippischen Fürstentums verbunden. Die alten Theaterakten, Rollen-, Gagen- und Regiebücher, Programme, Abonnentenverzeichnisse und zahlreiche Partituren sind seit jeher im Bibliotheksbestand. Das gesamte Musikalienarchiv der ehemaligen Hofkapelle und die Musikbibliothek des früheren, 1781 gegründeten Lippischen Lehrerseminars gehören zum Bestand dieser Abteilung. Durch den Ankauf der Sammlung des ehemaligen Kapellmeisters und Detmolder Theaterdirektors Georg Richard Kruse (1856—1944) im Jahre 1942 erfuhren die in der Bibliothek bereits vorhandenen Lortzingbestände eine bemerkenswerte Bereicherung; der Spieloper, dem Singspiel, dem Lied bis in die letzten Abarten, wie dem Gassenhauer, schenkte der Sammler eine besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Ankauf des persönlichen Nachlasses Albert Lortzings aus dem Besitz des Urgroßneffen Karl Lortzing im Jahre 1968 und zweier Sammlungen von Briefen des Komponisten, der mit seiner Frau von 1826 bis 1833 am Detmolder Hoftheater tätig war, aus dem Besitz seines Freundes und Dichters Philipp Düringer (1809-1870) im Jahre 1979 bildet das Lortzing-Archiv eine Sammlung von seltener Geschlossenheit.

Wie Albert Lortzing ist auch Ernst von Bandel nicht aus Lippe gebürtig, doch als Erbauer des Hermannsdenkmals mit der lippischen Landschaft eng verbunden. Die Bandel-Sammlung enthält die umfangreiche Korrespondenz, die Bandel wegen seines Denkmalsbaues führte, meist Bittbriefe an hohe Persönlichkeiten, Behörden, Hochschulen und Schulen, Spendenaufrufe und Spendenlisten. Vorhanden sind die Urschrift seiner eigenhändig niedergeschriebenen Lebenserinnerungen, Teile seines Briefwechsels, über 160 Tusch- und Bleistiftzeichnungen, Briefe und Manuskripte anderer Persönlichkeiten, Druckschriften verschiedener Provenienz, auch Zeitungen, Bandel-Bildnisse und Ansichten des Hermannsdenkmals.

Es besteht weiterhin eine Heimatbildsammlung von Zeichnungen lippischer Baudenkmale und Landschaften, die durch eine Sammlung von Porträts lippischer Persönlichkeiten erweitert wird und das lippische Schrifttum gewissermaßen optisch ergänzt. Sie zählt rund 700 Einzelblätter, getuschte und aquarellierte, Bleistift- und Federzeichnungen, Kupferstiche, Aquarelle, Lithographien und eine Reihe von Skizzenbüchern.

Der Bestand an mittelalterlichen Handschriften ist nicht groß. Zu ihren Kostbarkeiten zählt die Bibliothek eine lateinische Bibel aus dem Kloster Berich in Waldeck, die um 1250 datiert wird, eine Handschrift von Jakob van Maerlant (um 1235-1300) »Der Naturen Bloeme«, auch »Bestiarium« genannt, ein Lehrgedicht in altflämischer Sprache mit über 1.000 Initialen und farbigen Miniaturbildern und eine in der Forschung bis vor einigen Jahren noch unbekannte Abschrift des Sachsenspiegels Eike von Repkows aus dem Jahre 1408.

Lippiflorium (1487). Erste geschichtliche Darstellung vom Ursprung des Landes Lippe, verfaßt von dem Lippstädter Magister Justinus (1240-1295).
Lippische Landesbibliothek Mscr 73

Das reizvollste Stück der Bibliothek ist die 1445 entstandene Handschrift einer Evangelienharmonie »Evangelium ex quatuor in unum compilatum ...«, die der Marienfelder Mönch Hermann Zoest während des Baseler Konzils im Jahre 1441 verfaßt hat.

In die landesgeschichtliche Szene gehört das »Lippiflorium«, eine Handschrift aus dem Jahre 1487, ein von dem Lippstädter Magister Justinus im Jahre 1271 verfaßtes Werk, das die erste geschichtliche Darstellung vom Ursprung des Landes Lippe beinhaltet und gleichzeitig ein Heldengedicht auf seinen Gründer, den Edelherrn Bernhard II. zur Lippe (1140-1224), ist. An den Arzt und Forschungsreisenden Engelbert Kaempfer (geboren 1651 in Lemgo, gestorben 1716 in Lieme) erinnert dessen Stammbuch aus den Jahren 1674-1694; es ist die einzige Originalschrift, die an Kaempfer in der Lippischen Landesbibliothek erinnert. Von diesem Stück abgesehen, befindet sich der gesamte Nachlaß Kaempfers in der Bibliothek des Britischen Museums in London.

Die Sozial- und zeitgeschichtliche Sammlung enthält Agitations- und Propagandaschriften, Flugblätter und Flugschriften, Plakate und Handzettel von Parteien und Gewerkschaften, Verbänden und Religionsgemeinschaften. Sie beginnt mit der Zeit des Ersten Weltkriegs und reicht bis in die Gegenwart hinein. Für die Zeit des Dritten Reiches sind auch eine Reihe von Tarnschriften und alliierte Flugblätter vorhanden.

Eine graphische Sammlung umfaßt Holzschnitte, Lithographien und Handzeichnungen deutscher Meister des 16. bis 20. Jahrhunderts, Engländer, Franzosen, Italiener und Japaner. Sie zählt rund 1.000 Blätter und ist ein Geschenk der Frau von Donop, Witwe des Hofjägermeisters Franz von Donop.
Die Handbibliothek der Fürstin Pauline († 1820) befindet sich als Depositum des Fürstlichen Hauses in der Lippischen Landesbibliothek, wo sie geordnet aufgestellt ist. Sie ist im Alphabetischen Katalog nachgewiesen, gehört zum Präsenzbestand und fällt somit unter eine Ausleihbeschränkung, die auch für einen Großteil der anderen Sondersammlungen gilt. Die Handbibliothek, die die Fürstin auch katalogisieren und einbinden ließ, bietet ein Spiegelbild ihrer weitgespannten Interessen. Sie umfaßt etwa 1.600 Bände, Am stärksten vertreten sind Bücher historischen, politischen, juristischen und pädagogischen Inhalts. Eine Sammlung schöngeistiger Werke vermittelt einen aufschlußreichen Einblick in den literarischen Geschmack der Zeit.

Als Sondersammelgebiet im Bibliotheksbereich des Landes Nord- rhein-Westfalen pflegt die Lippische Landesbibliothek die Vorgeschichte sowie die Volks- und Völkerkunde. Die drei Publikationsreihen (»Nachrichten aus der Lippischen Landesbibliothek«, »Auswahl- und Ausstellungskataloge der Lippischen Landesbibliothek« und »Kleine Faksimiles aus der Lippischen Landesbibliothek«), Ausstellungen, Führungen und Vorträge sind zusätzliche Bildungsangebote der Bibliothek, mit denen sie weit über Lippe hinaus wirkt. Mit Periodikum »Buch und Bühne in Detmold« begleitet sie seit 1979 den Spielplan des Landestheaters Detmold. Jedes Heft verzeichnet Noten, Texte und Literaturhinweise für Oper, Operette und Schauspiel. In der Eingangshalle, den Lesesälen und in den Räumen der Sonderabteilungen zeigt die Bibliothek regelmäßig Ausstellungen vorrangig aus ihren eigenen Beständen. Sie entstehen aus regionalen, lokalen oder allgemein aktuellen Anlässen, zu historischen Gedenktagen oder Jubiläen sowie zur Information über Neuerwerbungen und zu bestimmten Themenkreisen. Vorträge, Lesungen, Ausstellungen und Veröffentlichungen sollen die Bibliothek als Bildungs-, Studien- und Forschungsstätte deutlich machen.

In der Lippischen Landesbibliothek wird der Detmolder Zentralkatalog geführt, der den Literaturbestand aus acht in Detmold und Lemgo ansässigen Bibliotheken nachweist. Die Landesbibliothek ist Ausbildungsbibliothek für den mittleren und gehobenen Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken sowie Leitbibliothek für zehn Bibliotheken der Region.

Literatur

Aus Vergangenheit und Gegenwart der Lippischen Landesbibliothek. Hrsg. von Karl-A. Hellfaier, Detmold 1970.

Karl-A. Hellfaier: Bild- und Textdokumente aus der Chronik der lippischen Landesbibliothek (Nachrichten aus der lippischen Landesbibliothek Detmold 4) Detmold 1974.