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„Im Herzen trag’ ich Welten“
Ferdinand Freiligrath zum 200. Geburtstag

Das Foto zeigt den Haupteingang mit seinen 4 klassizistischen Säulen; zwischen den ersten beiden Säulen hängt ein Plakat, die Säulen Drei und Vier sind schwarz-rot-gold umwickelt.
Das ganze Haus schmückt sich, um Freiligrath zu feiern: der Eingang der Landesbibliothek während der Freiligrath-Ausstellung


Blick in das Treppenhaus vom 2. Obergeschoss und Ausstellungsstücke zu den letzten Lebensphasen; die Fahne nennt Freiligrath-Gedichttitel
Blick in das Treppenhaus vom 2. Obergeschoss und Ausstellungsstücke zu den letzten Lebensphasen; die Fahne nennt Freiligrath-Gedichttitel

Ausstellung in der Lippischen Landesbibliothek vom 3.9.-29.10.2010

Konzipiert von Detlev Hellfaier, Mitarbeit: Bernd Füllner, Bettina Rinke

Anhand von eigenhändigen Schriftstücken, zeitgenössischen Drucken, Graphiken und weiteren Materialien lässt die Ausstellung Ferdinand Freiligrath und seine Zeit lebendig werden.

→Bücher aus der Ausstellung im Volltext

Ferdinand Freiligrath wurde vor 200 Jahren, am 17. Juni 1810, in Detmold geboren. Nach einer Kaufmannslehre beschloss er nach dem Erfolg seines ersten Gedichtbandes 1838, es mit dem Leben als freier Schriftsteller zu versuchen. Seine bewegte lyrische Karriere von den ersten exotischen Gedichten über das politische Engagement zum Heimkehrer aus dem Exil zeichnet die Ausstellung plastisch nach. Eine Hörstation lädt zum Lauschen Freiligrathscher Gedichte ein.

→ Biographischer Überblick (PDF) zum Download.

Die Ausstellung geht über 7 chronologisch-biographisch geordnete Abschnitte, jeweils mit einem Freiligrath-Zitat als Motto versehen. Der ersten Station vorweg dokumentiert eine Vitrine den Beginn der Freiligrath-Sammlung der Lippischen Landesbibliothek, als Bibliotheksdirektor Otto Preuß 1862 Freiligrath in London um Gedicht-Autographe bat – eine  Bitte, der dieser gerne nachkam, da er sich der Bibliothek seit seiner Zeit als "Bibliothekspage" dort verbunden fühlte. Dies sind die acht Abschnitte:

I. „Was könnte mir angenehmer und willkommener sein“
Freiligrath schenkt der Landesbibliothek Autographen, London 1862
II. „Ich bin mehr Maler als Dichter“
Kindheit, Jugend, Kaufmannslehre, erste literarische Versuche. 1810-1831

III. „Das Büchlein ist nun einmal, wie es ist“
Literarische Anfänge. Exotische Gedichte. 1832-1838
IV. „Ich stehe gerüstet für alles“
Rheinische Jahre. 1839-1844

V. „Stickluft oben, Stickluft unten“
Freiligrath im freiwilligen Exil. 1845-1848
VI. „Kein Leben mehr für mich ohne Freiheit“
Freiligraths Kampf für Demokratie und Freiheit. 1848-1851

VII. „Endlich wohl zieh ich vom Leder“
Freiligraths zweites Londoner Exil. 1851-1868
VIII. „Das Haus ist still, das Glas ist leer“
Rückkehr nach Deutschland. 1868-1876