Sie befinden sich hier: Startseite » 


Afrika-Reisen
Die geographische Eroberung eines Kontinents

Ausstellung in der Lippischen Landesbibliothek
vom 11. Juni bis zum 27. August 1999

Der Ausstellungskatalog in Papierform ist in der Lippischen Landesbibliothek unter der Signatur 14 L 5999 vorhanden.

→ Zur elektronischen Version (PDF) des Katalogs, ohne Bilder.

→ Zum Vorstellungstext zur Ausstellung in Heimatland Lippe.

Als Henry Morton Stanley 1877 von der afrikanischen Ostküste aus über den Victoria- und den Tanganjikasee in die tropische Zone vorstieß und mit Kanus den Lualaba hinabfuhr, wußte er noch nicht, ob er an der Kongo- oder an der Nilmündung wieder auftauchen würde. Er brauchte drei Jahre für die 11.519 Kilometer zwischen Sansibar und der Kongomündung und verlor unterwegs die Hälfte seiner Begleiter. Heute geben Satellitenbilder detailliert Aufschluß über die geographischen Verhältnisse in Afrika, Innerafrika ist mit dem Flugzeug in wenigen Stunden zu erreichen, und aus der Wüste kann man mit dem Handy nach Hause telefonieren.

Die Lippische Landesbibliothek präsentiert in den Sommermonaten 1999 im Rahmen des Detmolder Projekts Afrika. Kult und Visionen bemerkenswerte Drucke zum Thema Afrika aus ihrem alten Buchbestand. Niemand schrieb damals Bücher über die Geschichte und die Kultur der afrikanischen Völker. Der Forschungseifer der europäischen Entdecker richtete sich allein auf die geographische Erschließung des Kontinents und ist nicht zu trennen von den wirtschaftlichen Interessen ihrer Auftraggeber, die Afrika als Reservoir von Rohstoffen und billigen Arbeitskräten betrachteten. Die Geschichte der Erforschung Afrikas durch reisende Europäer ist zugleich auch die Geschichte seiner Eroberung und Ausbeutung.

Die Ausstellung ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 20 Uhr in den Räumen der Bibliothek, Hornsche Straße 41, zu sehen.