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Frühe Buchkultur ... Teil II: Stücke 6-11

6.
Biblia [lat.]

Nürnberg: Anton Koberger, 1480.
Landschaftsbibl. Aurich, F. 49

von Martin Tielke, Aurich

Nürnberg war im 15. Jahrhundert die deutsche Stadt mit den meisten Buchdruckern, und von den Inkunabeldruckern war der Nürnberger Patrizier Anton Koberger der aktivste. In den beiden Jahrzehnten von 1480 bis 1500 war er sogar der bedeutendste Drucker der Zeit und trat auch mit großem Erfolg als Verleger hervor. Über 200, zum Teil mehrbändige Titel entstanden hier bis 1500 in einem beinahe schon fabrikmäßigen Betrieb. Ganz überwiegend handelt es sich um lateinische Werke, deren Vorlage Koberger sich u. a. in der städtischen "Liberey" auslieh. Mit Abstand am bedeutendsten war dabei die Bibel in lateinischer, aber auch schon in deutscher Version. Die deutsche Bibel erschien 1483 - im Geburtsjahr Luthers! - und blieb eine Ausnahme; Koberger beugte sich dem Erlaß des Mainzer Erzbischofs von 1485, der die deutsche Übersetzung der Bibel untersagte. Vorliegende Ausgabe gibt den Text der Vulgata in der Fassung des heiligen Hieronymus. Wie alle Inkunabeldrucker orientierte auch Koberger sich noch stark an der Handschrift. Er beschäftigte sogar neben Druckern auch Schreiber für die Herstellung von Handschriften, die zunächst noch neben den Drucken weiterexistierten. In vorliegendem Buch finden sich nicht allein die mit Gold gemalte Initiale und die Rankenmalerei von Hand zugefügt. Auch ist das ganze Werk durchgehend rubriziert, d.h. der Anfangsbuchstabe jedes Abschnitts ist von Hand rot oder blau ausgemalt und die Majuskeln im laufenden Text sind durch einen kleinen roten Strich kenntlich gemacht. Ein erheblicher Anteil an Handarbeit steckt also auch noch in der Textgestaltung dieses gedruckten Buches. Kobergers Drucke hatten fast ausschließlich ein großes Folioformat. Die Auflagenhöhe dürfte sich bei 1.000 bewegt haben, was für die damalige Zeit eine hohe Zahl war. Die Käufer der Bücher waren vor allem Geistliche, aber auch Juristen, für die Koberger die Hilfsmittel liefern wollte. Wie gut ihm das gelang, bezeugt sein Stoßseufzer gegenüber dem befreundeten Hans Amerbach von 1503: "Man hat die Pfaffen so ganz ausgeleert mit den Büchern, so viel Geldes von ihnen gezogen, daß sie nicht mehr daran wollen". Vorliegendes Buch hat zwar von seiner Entstehung her keinen regionalen Bezug, es ist aber das älteste Buch der Auricher Landschaftsbibliothek und stammt aus der Sammlung des ersten preußischen Regierungspräsidenten Christoph Friedrich von Derschau Bibliograph. Nachweis: GW 4243.

Literatur

O. HASE, Die Koberger. Eine Darstellung des buchhändlerischen Geschäftsbetriebs in der Zeit des Überganges vom Mittelalter zur Neuzeit, 2. Aufl., Leipzig 1885; F. GELDNER, Die deutschen Inkunabeldrucker. Ein Handbuch der deutschen Buchdrucker des XV. Jahrhunderts, Bd. 1: Das deutsche Sprachgebiet, Stuttgart 1968, S. 162-167; H. M. WINTEROLL, Summae innumerae. Die Buchanzeigen der Inkuna- belzeit und der Wandel lateinischer Gebrauchstexte im frühen Buchdruck, Stuttgart 1987.

7.
Biblia cum Glossa ordinaria

Straßburg: Adolf Rusch mit den Typen Johann Amerbachs (Basel) für Anton Koberger (Nürnberg), nicht nach 1480.
Lipp. Landesbibl. Detmold, Th 69a

von Michael Reker (Detmold)

Von weiten Kreisen wurde diese kommentierte Bibelausgabe nach ihrem Erscheinen zur Kenntnis genommen. Nicht zuletzt wegen der drucktechnischen Meisterleistung erfuhr der Straßburger Papierhändler und Drucker Adolf Rusch höchstes Lob. Der Humanist Rudolf von Langen beglückwünschte Rusch sogar in einem Gedicht zur Vollendung des großen Unternehmens. Das Gedicht wurde bereits im Jahre 1486 in Münster in den "Carmina" des Rudolf von Langen gedruckt. Aus eigener Kraft hätte Adolf Rusch einen solch stattlichen Bibeldruck mit der Glossa ordinaria wahrscheinlich nicht geschafft. So war dieses Druckwerk eine Auftragsarbeit für den Nürnberger Drucker und Verleger Anton Koberger mit geliehenen Typen des Basler Druckers Johann Amerbach. Bestehende Geschäftsbeziehungen zwischen den Offizinen Amerbach in Basel und Rusch in Straßburg ermöglichten dann auch die Leihgabe des verwendeten Typensatzes. Das auffallend ebenmäßige Typenalphabet Amerbachs erfreute sich offenbar großer Beliebtheit: zunächst ließ der Drucker Peter Kolliker aus Basel den Typensatz nachschneiden und setzte ihn nach 1483 ein, auch Anton Koberger gab noch 1492 einen Nachschnitt in Auftrag. Die Herausgabe dieses Werkes war die Realisierung eines neuen, erweiterten Konzeptes, dem zunächst der reine Bibeltext zugrunde lag. In diesen Grundtext wurden die zwei kommentierenden Texte sowohl als Interlinearglosse, d. h. Kommentartext zwischen den Zeilen des Grundtextes, als auch in Form der Marginalglosse, bei der der Kommentartext außen um den Grundtext in zwei Spalten herumläuft, drucktechnisch positioniert. Eben diese Form der Textfassung ist kennzeichnend für die "Glossa interlinearis et ordinaria", kurz der "Glossa ordinaria". Inhaltlich faßt die vorliegende Form der Bibelkommentierung die ältere und frühscholastische Exegese zusammen. Als ihre Verfasser werden im Titel der Benediktinermönch Walafrid Strabo und der Gelehrte Anselm von Laon (Anselmus Laudunensis) genannt. Walafrid Strabo lebte von 808/809 bis 849; er wurde Mönch in der berühmten Benediktinerabtei Reichenau und nach verschiedenen auswärtigen Aufenthalten von Ludwig dem Frommen im Jahre 838 zum Abt der Reichenau ernannt. Seine Verfasserschaft an der "Glossa ordinaria" ist ihm jedoch im Titel eher unterstellt worden, vermutlich sollte seine Nennung für den nötigen Absatz der Ausgabe sorgen. Anselm von Laon (1050-1117) dagegen, der bekannte Lehrer an der dortigen Schule, gilt als der eigentliche Verfasser der wesentlichen Textpassagen dieses Bibelkommentars; mitgewirkt hat an den Arbeiten wohl nur sein Bruder Radulph. Für eine vollständige Ausgabe wurden nach Erscheinen dieses Bibeldruckes 18 Gulden bezahlt. Die "Illuminierung und Ausstattung mit Blüten" war in diesem Kaufpreis noch nicht enthalten: ebenfalls in Basel mußten für diese Arbeiten noch einmal fünf Pfund und 15 Schillinge ausgegeben werden. Bibliograph. Nachweis: GW 4282.

Literatur

B. SMALLEY, The Study of the Bible in the Middle Ages, Oxford 1952, S. 46-66; F. GELDNER, Amerbach-Studien, in: Archiv für Geschichte des Buchwesens 23, 1982, Sp. 679f., 684ff.; LThuK Bd. 1, 2. Aufl., 1957, Sp.595f., Bd. 10, 2. Aufl., 1965, Sp. 925f.; LGB, Bd. 3, 2. Aufl. 1991, Sp. 191; Manuscripta pretiosa et incunabula illuminata, bearb. von D. HELLFAIER (u.a.) (Auswahl- und Ausstellungskataloge der Lippischen Landesbibliothek Detmold, 33), Detmold 1995, S. 51-53; siehe auch Lit. zu Nr. 6.

8.
Konrad Bote: Cronecken der Sassen

Niederdeutsch. Mainz: Peter Schöffer, 6. III. 1492.
Lipp. Landesbibl. Detmold, G 231

von Michael Reker, Detmold

Der Verfasser Konrad Bote zählt zu den Chronisten, die am Ende des 15. Jahrhunderts ihre kompilatorischen Werke bearbeiteten und vorlegten. Seine historischen Nachrichten verfaßte Bote in mittelniederdeutscher Sprache. Von Beruf war der Verfasser der Cronecken der Sassen Goldschmied, der wahrscheinlich aus Wernigerode stammend nach Braunschweig zuwanderte. Es ist anzunehmen, daß er hier in den Jahren 1489 bis 1491 seine Chronik schrieb. Bereits ein Jahr später, im Jahre 1492, erschien das Werk in der Offizin von Peter Schöffer in Mainz. Bote behandelt die geschichtlichen Ereignisse in den gesamten niedersächsischen Landen; dabei bildet die Chronik der Stadt Magdeburg einen Schwerpunkt unter den chronologisch gegliederten Notizen. Umfangreiche Erzählungen und detailreiche Kaiser- und Fürstengenea- logien verband er immer wieder mit seiner Darstellung der niedersächsischen Geschichte. Als Quellen für sein Geschichtswerk sind die handschriftlich verfaßte "Sächsische Weltchronik", die "Magdeburger Schöppenchronik" und die "Braunschweigische Reimchronik" nachzuweisen. Die mit zahlreichen Holzschnitten ausgestattete Ausgabe der Cronecken der Sassen aus dem Jahre 1492 wurde in den niedersächischen Territorien und Hansestädten viel gelesen. Deshalb ist sie auch unter dem Namen "Niedersächsische Bilderchronik" bekannt. Die Bezeichnung "Magdeburgische Chronik" entstand aufgrund der reichhaltigen Nachrichten über diese Stadt. Die Bedeutung der Chronik als historische Quelle wird durch das Fehlen eigener Nachrichten gemindert; das Werk gewinnt jedoch an Wert durch die mittelniederdeutsche Textfassung und durch die Detailfülle für Sprachwissenschaft und Volkskunde. Bibliograph. Nachweis: GW 4963.

Literatur

C. SCHAER, Conrad Botes niedersächsische Bilderchronik, ihre Quellen und ihr historischer Wert, Hannover 1880; STAMMLER/LANGOSCH, Verfasserlexikon, Bd. 1, 2. Aufl., 1978, Sp. 970-971.

9.
Gaius Sallustius Crispus: Bellum Catilinarium sive de coniuratione Catilinae

Deventer: Jakob von Breda, um 1500.
Lipp. Landesbibl. Detmold, Ph 239

von Michael Reker, Detmold

Die Druckerei des Jakob von Breda existierte in Deventer seit 1485. Er druckte vornehmlich lateinische Schulbücher, so auch das Werk über die "Verschwörung des Catilina" aus der Feder Sallusts. Die vorliegende Ausgabe ziert die Druckermarke; sie enthält das Christusmonogramm IHS in der Mitte mit den Symbolen der vier Evangelisten in der Reihenfolge (von links nach rechts): für Lukas den geflügelten Stier, für Johannes den Adler, für Matthäus den Engel und für Markus den geflügelten Adler. Der Band enthält den Besitzvermerk Iohannes Brenken est possessor; über diesen Vorbesitzer ist bisher nichts bekannt. Bibliograph. Nachweis: Nijhoff-Kronenberg 3832.

Literatur

R. JUCHHOFF, Drucker- und Verlegerzeichen des XV. Jahrhunderts in den Niederlanden, England, Spanien, Böhmen, Mähren und Polen, München 1927, Abb. 29.

10.
Historie van den edelen hertoghe Govaert van Bulioen

Antwerpen: Govaert Bac, 1502-1505/06.
Lipp. Landesbibl. Detmold, 2 in: G 231

von Michael Reker, Detmold

Die niederländische Fassung der Historie van Govaert van Bulioen geht zurück auf die lateinische Kreuzzugschronik Historia Hierosolymitana des Benediktinermönches Robertus Monachus, das ist Robert von St. Remi. Er verfaßte diese Chronik zwischen 1112 und 1118 auf Veranlassung seines Abtes im Kloster St. Remigius zu Reims. Die Kreuzzugschronik schließt an das bereits "vorhandene" Itinerarium des Jean de Mandeville an. Dieses Itinerarium ist eine illustrierte und vielgelesene Reisebeschreibung ins Heilige Land. In die Kreuzzugschronik, als historiographisches Werk konzipiert, flossen aber auch geographische Aspekte ein, indem Orts- und Lagebeschreibungen, oft unter strategischen Gesichtspunkten, dargestellt wurden. Eine Wegbeschreibung der Reiseroute nach Jerusalem, die die Kreuzritter nahmen, enthielt die Chronik ebenfalls. Diese Schilderungen konnten auf ein großes Interesse der Leserschaft bauen. Der Benediktinermönch schrieb die Chronik aus der Perspektive eines authentischen Helden, den der Herzog Gottfried von Bouillon verkörperte. Er galt offenbar im späten Mittelalter als Gewährsmann für die geschilderten Ereignisse und wird nicht zuletzt deshalb in verschiedenen Übersetzungen bereits namentlich im Titel genannt. Im Detmolder Exemplar sind 41 Holzschnitte erhalten, darunter z. T. sechsfache Wiederholungen, ferner drei Randleisten und zwei Druckermarken (Druckermarken: JUCHHOFF VII und III); darüber hinaus ist der Druck mit vornehmlich roten, sonst blauen Lombarden ausgestattet. Der Text ist rubriziert, die Holzschnitte dagegen nicht koloriert. Bibliograph. Nachweis: CA 969; Nijhoff-Kronenberg 4439; Kok, Amsterdam, S. 663, 867; Conway, S. 341.

Literatur

STAMMLER/LANGOSCH, Verfasserlexikon, Bd. 8, 2. Aufl., 1992, Sp. 115-117; F. KRAFT, Heinrich Steinhöwels Verdeutschung der Historia Hierosolymitana des Robertus Monachus, Straßburg 1905; zur Titelfigur der Historie: G. WAEGER, Gottfried von Bouillon in der Historiographie (Geist u. Werk der Zeiten, 8), Zürich 1969; H. E. MEYER, Geschichte der Kreuzzüge, 8. Aufl. Stuttgart 1995, passim.

11.
Saxo Grammaticus: Danorum regum heroumque historie

Ininclyta Parrhisiorum academia impressit Iodocus Badius Ascensius, 1514.
Landschaftsbibl. Aurich, F. 464b

von Jost Hermans, Groningen

Das vorliegende Buch, im Frühling des Jahres 1514 zu Paris erschienen, wurde, wie der erste Besitzer Wilhelmus Frederici vermerkte, am 20. April 1516 gekauft für die Summe von 16 Stuivers. Dabei wurde aber explizit angegeben, daß es bis dahin ungebunden war. Spätere Besitzvermerke weisen auf Antonius und Honororius Heringius, und das Buch geriet letzt endlich über Christoph Friedrich von Derschau in die Landschaftsbibliothek. Wilhelmus Frederici (um 1450/55 - 3.8.1525) ist hauptsächlich bekannt als Pfarrer der Martinikirche, der damaligen Hauptkirche der Stadt Groningen. Er war einer der einflußreichen und interessanten Gestalten seiner Zeit: Lokalpolitiker, Geistlicher und Gelehrter. Neuerdings wurde deutlich, daß er aus einer nicht unbemittelten Familie stammte, und daß er selber, wie auch sein älterer Bruder Johannes, der später Pfarrer zu Zeerijp in der Provinz Groningen wurde, zu Anfang der siebziger Jahre an der Universität Köln studierte. Wilhelmus promo vierte aber zu Ferrara, 1474 zunächst zum Magister Artium, 1476 zum Doctor Medicinae. Während seiner italienischen Studienzeit war er befreundet mit seinem Landsmann Rudolph Agricola (vgl. Nr. 12), bei dessen Promotion er als Paranimf (= Begleiter des Promovenden) auftrat. Kurz danach wurde er Stadtsekretär von Groningen; ein Amt, das er 1479 oder 1480 an Rudolph Agricola abtrat. Ab 1484/85 war Wilhelmus mit der Martinikirche verbunden, wo er in wechselnder Funktion - zuletzt als Persona (= eine Art Hauptpfarrer) - tätig war und als solcher die Stadt- und somit die regionale Politik mitbestimmte. Wilhelmus gehörte auch zum Humanistenkreis, der sich in Aduard traf, und so ist es nicht überraschend, daß er bei dem Groninger Religionsgespräch von 1523 die Seite des christlichen Humanismus gegen die Or thodoxie der Dominikaner wählte. Als Autor hinterließ Wilhelmus das - wahrscheinlich 1498 verfaßte - Fragment einer groß konzipierten Geschichte der Friesen; eine Arbeit von erstaunlicher Qualität und ein Zeugnis großer Belesenheit. Wilhelmus Frederici war Büchersammler, vielleicht auch Bibliophile. Er hatte eine beträchtliche Bibliothek (mit Sicherheit nachweisbar und bis heute erhalten sind 24 Bände) von klassischen und humanistischen Autoren, darunter auch historische und theologischen Werken, zu denen der vorliegende Band gehört. In vielen Werken hat Wilhelmus selber notiert, wann und wie teuer sie gekauft wurden, und - das ist besonders wichtig -daß er sie ungebunden erworben hatte. Viele seiner Bücher sind daher erst zu Groningen mit Initialen (mit oder ohne Fleuronné) versehen und hier auch sorgfältig und schön eingebunden worden. Vorliegender Band gehört zu einer späten Groninger Einbandgruppe. Bibliograph Nachweis: Catalogue of books printed on the Continent of Europe, 1501-1600, in Cambridge libraries. Comp. by H. M. ADAMS, Cambridge 1967, S. 530; P. RENOUARD, Imprimeurs et libraires parisiens du XVIe siècle, Bd. 2, Paris 1964, 965.

Literatur

W. ZUIDEMA, Wilhelmus Frederici, persona van St-Maarten te Groningen (1489-1525) en de Groninger Staatskunde van zijn tijd, Groningen 1888; S. P. WOLFS, Das Groninger 'Religionsgespräch' (1523) und seine Hintergründe, Nimwegen 1959; J. M. M. HERMANS, Boeken in Groningen voor 1600. Studies rond de librije van de Sint-Maarten, Groningen 1987; A. J. RINZEMA, De eerste geschiedschrijvers van Groningen, in: Groningen 1040. Archeologie en oudste geschiedenis van de stadt Groningen, uitg. van J. W. BOERSMA (u.a.), Bedum 1990, S. 224-227; J. M. M. HERMANS, Boeken in Stad en Lande voor 1600. Studies naar boekproduktie, boekenbezit en -gebruik in Groningen, met name rond de boekerij van de Sint-Maartenskerk [insbes. Abschnitt 2.1.117: Wilhelmus Frederici] (in Vorber.); DERS., Bookbinding in Groningen before 1600. A new way to describe late medieval and Renaissance bookbindings [insbes. 4.2.1.4: Fr- & Fr-2 Bindings] (in Vorbereitung).