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Albert Lortzing (1801-1851)

Lithographie nach einer Zeichnung, 1845.
Signatur: GA B 303
Historische Ansicht des Hauses in der Langen Straße, in dem Lortzing mit seiner Familie von 1830-1833 wohnte.

Albert Lortzing wird am 23. Oktober 1801 in Berlin geboren. Der Vater, Johann Gottlieb Lortzing, ist Lederhändler. Seine Frau Charlotte Sophie geb. Seidel und er sind Mitglieder der Laien-Schauspielgesellschaft Urania in Berlin. 1812 geben die Eltern das Ledergeschäft auf und werden Schauspieler, engagiert unter anderem in Breslau, Bamberg, Straßburg und Freiburg. Lortzing tritt in Kinderrollen auf und verdient Geld mit Kopistentätigkeit.

1816 wird erstmals eine Schauspielmusik aus L.s Feder öffentlich aufgeführt. 1817 wechseln die Eltern zur Theatergesellschaft der Direktoren Derossi und Ringelhardt, die in Aachen, Düsseldorf u.a. spielte. Ab 1820 tritt L. selbst als Jugendlicher Liebhaber und zweiter Tenor auf. Die erste Oper entsteht 1823: Ali, Pascha von Jenina. Am 30. Januar 1824 heiratet L. seine Kollegin Rosina Regina Ahles (*1799). 1826 wechseln L. und seine Frau ans Detmolder Hoftheater, das auch in Pyrmont, Münster und Osnabrück spielte. Bis 1833 entstehen zahlreiche Schauspielmusiken, darunter die Musik zu Grabbes Tradödie Don Juan und Faust.

1833 wechselt er nach Leipzig, wo er bis 1844 bleibt. Er wirkt dort als Schauspieler und Sänger sowie 1844 als Kapellmeister. 1835 entstand die erste abendfüllende Oper Die beiden Schützen, 1836 die zweite Die Schatzkammer des Ynka. Sein Durchbruch als Opernkomponist bedeutet Zar und Zimmermann (1837). 1845 geht Lortzing nach Wien ans Theater an der Wien. Nach der Auflösung der Oper dort 1848 kann er für die Spielzeit 1849/50 noch einmal nach Leipzig gehen, das er jedoch schon Ende Oktober 1849 wieder verlässt. Zum 1. Mai 1850 tritt er seine letzte Stelle als Kapellmeister am Berliner Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater an. L. stirbt am 21. Januar 1851, einen Tag nach der Frankfurter Uraufführung seiner Opernprobe, an einem Schlaganfall. Seine letzten Jahre sind geprägt von der Armut nach den zahlreichen Umzügen und stellungslosen Zeiten in Wien und Leipzig.

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