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Georg Weerth: Lebensstationen

erstellt von der Grabbe-Gesellschaft

1822 Am 17. Februar wird Georg Weerth in Detmold geboren als Sohn des Generalsuperintendenten Ferdinand Weerth.

1836 Schulabgang aus der Sekunda.

1836 bis 1840 kaufmännische Lehre in Elberfeld.

1837 Begegnung mit Ferdinand Freiligrath.

1838 Erste unveröffentlichte Gedichte.

1840 bis 1841 Buchhalter in Köln.

1842 bis 1843 Buchhalter in Bonn. Erste Veröffentlichungen, gefördert durch seinen Freund Hermann Püttmann, der von der 'Barmer Zeitung' kommt und seit Herbst dieses Jahres bis Ende 1844 leitender Feuilleton-Redakteur der 'Kölnischen Zeitung' ist.

1843 bis 1846 Kontorist in Bradford. Erste Teile der späteren Skizzen aus dem sozialen und politischen Leben der Briten, veröffentlicht in der 'Kölnischen Zeitung`. Unvollendeter Roman-Versuch.

1844 Freundschaft mit Friedrich Engels. Soziale Studien in den Bradforder Elendsquartieren. Gedichte und Prosaskizzen mit sozialem Inhalt.

1845 Lieder aus Lancashire erscheinen im Elberfelder 'Gesellschaftsspiegel'. Freundschaft mit Marx. Brüssel.

1846 bis 1848 Kaufmann in Brüssel.

1847 Mitglied des 'Bundes der Kommunisten'. Im Vorstand der 'Association démocratique'. Erstes Kapitel der Humoristischen Skizzen aus dem deutschen Handelsleben in der 'Kölnischen Zeitung'.

1848 Nach Ausbruch der französischen Februarrevolution in Paris bis 1849 Leiter des Feuilletons der 'Neuen Rheinischen Zeitung' in Köln (Chefredakteur: Karl Marx), das Weerth weitgehend allein schreibt. Letztes Kapitel der Humoristischen Skizzen aus dem deutschen Handelsleben und Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski erscheinen in der 'Neuen Rheinischen Zeitung'.

1849 Der Schnapphahnski kommt als Buch heraus. Bis 1852 Geschäftsreisen. Drei Monate Haft in Köln wegen Beleidigung des Abgeordneten Fürst Lichnowsky in der Frankfurter Nationalversammlung.

1851 Weerth bei Heine in Paris.

1852 bis 1856 Geschäftsreisen in Nord-, Mittelindien und Südamerika. Weerth lernt Betty Tendering kennen.

1855 Sechs Monate in Europa. Letztes Zusammentreffen mit Marx und Engels. Betty Tendering lehnt eine Heirat ab.

1856 Am 30. Juli Tod in Havanna.

Werkausgaben

  • Georg Weerth: Sämtliche Werke. Herausgegeben und eingeleitet von Bruno Kaiser. Berlin: Aufbau 1956f. (5 Bände).
  • Weerths Werke in zwei Bänden, Herausgegeben von den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der Klassischen Deutschen Literatur in Weimar, Ausgewählt und eingeleitet von Bruno Kaiser, Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag 1963
  • Georg Weerth: Vergessene Texte, Werkauswahl in zwei Bänden, Nach den Handschriften herausgegeben von Jürgen-W. Goette, Jost Hermand und Rolf Schloesser, Mit einem Beitrag von Heinrich Böll, Materialien zum Vormärz 2, Köln: informationspresse-c.w.leske. 1975-1976
  • Georg Weerth: Sämtliche Briefe, Herausgegeben und eingeleitet von Jürgen-Wolfgang Goette unter Mitwirkung von Jan Gielkens, Frankfurt, New York: Campus, 1989.

Forschungsüberblicke, Biographisches

  • Florian Vaßen: Georg Weerth, Ein politischer Dichter des Vormärz und der Revolution 1848/49, Stuttgart: Metzler, 1971.
  • Uwe Zemke: Georg Weerth 1822-1856, ein Leben zwischen Literatur, Politik und Handel. Düsseldorf: Droste 1989.
  • Bernd Füllner: Georg-Weerth-Chronik (1822-1856). Bielefeld: Aisthesis 2006.