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Die Bibliothek Simons VI. in der Landesbibliothek

Die Bibliothek diente der höfischen Repräsentation, war aber auch Arbeitsbibliothek des vielseitig interessierten und gebildeten Landesherrn der Renaissance, der mit zahlreichen Gelehrten seiner Zeit in persönlichem oder brieflichem Kontakt stand. In die Bibliothek Simons VI. integriert waren Teile der Büchersammlungen des Wittenberger Theologen Nikolaus Thodenus († 1588), des lippischen Superintendenten Johann von Exter († 1599) sowie weitere Gelehrtensammlungen und Nachlässe unbekannter Provenienz.

Aus der Bibliothek seines Vaters stiftete der Graf und Edle Herr Simon VII. zur Lippe 1614 die „Gräflich öffentliche Bibliothek“, die nach Detmold überführt und in der Provinzialschule (ehemaliges Augustinerinnenkloster) zur Benutzung aufgestellt wurde. Außer 763 nachgewiesenen Druckwerken aus dem Nachlaß des Gräflichen Rates und Bibliothekars Caspar Pezel († 1634), mit dem ein Teil der Bücher seines Vaters, des reformierten Bremer Superintendenten Christoph Pezel († 1604) nach Detmold gelangten, erfuhr die „Bibliothek auf dem Schulhofe“ im Laufe der folgenden zwei Jahrhunderte keine nennenswerten Zugänge.

Ein vom Bibliothekar Franz Caspar Barckhausen 1707 angelegter Katalog weist 4980 Titel (in ca. 3500 Bdn) nach: Theologie 1834 (1016 lateinische, 740 deutsche, 78 sonstige), Jura 917 (lateinische), Medizin 302 (lateinische), fremdsprachige Bücher 176, Geschichte 900 (644 lateinische, 356 deutsche) und Philosophie 851 (lateinische). Nach Auflösung der Gruppe libri peregrinis linguis ergibt sich folgende Verteilung: libri theologici 1834, libri iuridici 917, libri medici 303, libri historici 977, libri philosophico-scholastici 949.