Facharbeiten
Die Lippische Landesbibliothek bietet im
Rahmen ihres bibliothekspädagogischen Programms Unterstützung für
Facharbeiten im Rahmen der Ermittlung und Beschaffung von Information und
Literatur zu Einzelthemen aller Art.
Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit,
die Bestände der Bibliothek selbst zum Forschungsthema zu machen. Zur Zeit
sind folgende Themen im Angebot
-
Geschichte der
Mädchenerziehung im 18./19. Jahrhundert.
Von den "Instructions pour les jeunes dames" der Marie Le Prince de
Beaumont" (1764)
bis zur Streitschrift "Wider das Pensionat" (1876)
-
Kinderbücher im
18./19. Jahrhundert
Klassiker und Unbekanntes: Schöne Bücher - herrliche Zeiten -
glückliche Kinder?
-
Zur
Frühgeschichte des Comics: die Bilderbogen des 19. Jahrhunderts
Seit 1848 erschienen die "Münchener Bilderbogen", von denen es bis
1898 ca. 1200 Nummern gab. Mitarbeiter war u.a. Wilhelm Busch. Die
Lippische Landesbibliothek besitzt einige Nummern von Münchener und
Stuttgarter Bilderbögen.
-
Luftschiffer und
Ballonfahrer
Von Jakob Kaiserers "Erfindung, einen Luftballon durch Adler zu
regieren" (1801) bis zum Grafen Zeppelin
- Die Kolonien des Deutschen Reiches
Prachtbände mit Goldschnitt: die Kolonien im Buch für die Deutschen,
die zuhause geblieben sind
Die Bearbeiter sollen sich anhand der
aktuellen Forschungsliteratur einen Überblick über das Thema verschaffen
und die vorhandenen Quellenbestände einordnen können. Die Eingrenzung des
Themas ergibt sich aus dem Vorhandenen. Ergebnis der Arbeit ist eine
Ausstellung mit einer Auswahl aus ca. 10 Quellenwerken (Objekten) in der
Landesbibliothek. Die Facharbeit selbst ist der "Ausstellungskatalog" aus
Überblickskapitel und Objektbeschriftungen.
Andere Themen, zu denen der
Bibliotheksbestand brauchbares Quellenmaterial enthält, wären etwa die
Themen "Geschichte des Brückenbaus", "Geschichte des Gefängnisbaus", "Das
Wetter in alten Büchern" oder "Geschichte der Tuberkulose". Weitere
Themenwünsche werden gern berücksichtigt und auf ihre Ergiebigkeit
geprüft.
Die Landesbibliothek bietet umfassende
Betreuung bei der Auswahl und Bearbeitung des Quellenmaterials sowie bei
der themenbezogenen Literaturrecherche.
Magisterarbeiten
Germanistik
Das Lippische Literaturarchiv
bietet eine Fülle von Materialien zur regionalen Literaturgeschichte, die
zwar erschlossen, aber noch nicht wissenschaftlich aufgearbeitet sind.
Einzelne Nachlässe bieten die Möglichkeit literaturwissenschaftlicher
Pionierarbeit, die unbelastet durch Sekundärliteratur geradewegs in
Angriff genommen werden kann.
-
Ludwig
Altenbernd (1819-1890)
Kammer-Kalkulator in Detmold, Dichter
Der Nachlass Altenbernds, "des roten Rosenlandes begeistertsten Sängers",
umfasst 7 Archiv-Einheiten.
-
Wilhelm Oesterhaus (1840-1927)
Gymnasiallehrer, Verfasser von Gedichten, Dramen und Romanen in
hochdeutscher Sprache und lippischer Mundart
Der Nachlass umfasst 90 Archiv-Einheiten: hochdeutsche und plattdeutsche
Werkmanuskripte, Briefe an Oesterhaus, Druckschriften und einige
Autographen Dritter..
-
Bertha Oesterhaus (1873-1967)
Tochter von Wilhelm Oesterhaus, Heimleiterin, Schriftstellerin
Der Nachlass umfasst 44 Archiv-Einheiten, überwiegend Autographen,
Typoskripte und einige Drucke von Erzählungen, dazu Briefe an Oesterhaus,
Rezensionen und Fotos.
-
Ernst Hierl (1880-1981)
Dr. phil., Lehrer, Leiter des Lehrerseminars in Weimar, Pädagoge,
Schriftsteller
Der Nachlass des expressionistischen Schriftstellers umfasst 17
Archiv-Einheiten, außer der frühen Gedichtsammlung "Dank des Paria" die
späten, biographisch-lebensphilosophischen Werke aus den Jahren 1976 bis
1980.
-
Otto Franzmeier (1885-1980)
Lehrer in Bad Salzuflen und Detmold, Lyriker und Erzähler
Der Nachlass des "letzten lippischen Romantikers" umfasst 157
Archiv-Einheiten, vor allem Gedichte und Erzählungen in Manuskripten,
Typoskripten und unselbständigen Drucken (überwiegend in der Lippischen
Staatszeitung und in Beilagen zur Leipziger populären Zeitschrift für
Homöopathie), außerdem Franzmeiers Kindheitserinnerungen "Land des
Glücks", mehrere Lebensläufe, einige Briefe an ihn, Zeitungsberichte über
seine literarische Tätigkeit und Rezensionen seiner Bücher.
-
Heinrich Schäfertöns (1886-1978)
Dipl.-Pädagoge, Lehrer, Schriftsteller
Der Nachlass umfasst 78 Archiv-Einheiten: Erzählungen und Gedichte in
hochdeutscher und niederdeutscher Sprache, Schäfertöns's Erfindungen auf
dem Gebiete pädagogischer und technischer Hilfsmittel, Dokumente zu seiner
Biographie und einige Briefe.
-
Otto Franz Krauß (1886-1978)
Vortragskünstler
Der Nachlass umfasst 97 Archiv-Einheiten: Drucke von Gedichten und
Zeitungsaufsätzen und Gedichttyposkripte, einige Briefwechsel sowie eine
umfangreiche, von Krauß geordnete Sammlung von Rezensionen seiner
Bühnenauftritte, Fotos und Plakate.
Luise Küchler (1902-1982)
Christliche Volksschriftstellerin
(Lit.: K. Nellner: Der Nachlaß Luise Küchler, in: Heimatland Lippe, 78
(1985),6, S. 192 - 194)
Der Nachlass umfasst 648 Archiv-Einheiten: Typoskripte von zahlreichen
Romanen, Erzählungen und Dramen von L.K., autobiographische und
Niederschriften über ihr Werk, umfangreiche Briefwechsel mit
Einzelpersonen, Verlagen, Redaktionen und Institutionen, Drucke ihrer
Romane und Erzählungen, Sammlungen von Rezensionen, Gutachten und
Äußerungen Dritter über ihr Werk sowie Sammlungen von Zeitungsartikeln zu
verschiedenen Themen.
Hermann
Griebel (1892-1932)
Schriftsteller, Theaterspielleiter, Maler
Nachlassverzeichnis
Bibliographie
Hermann Griebel,
zuvor Theaterspielleiter an der Freilichtbühne Bentheim, lebte in seinen
letzten beiden Lebensjahren in Nettelstedt am Wiehengebirge. Er war dort
als Dramaturg für die Nettelstedter Freilichtspiele engagiert, die 1931
seine Bearbeitung des „Reineke Fuchs“ aufführten und nach seinem Tod seine
Dramen „Der Herrgott von Bentheim“ (1933) und „Beowulf“ (1935) zur
Uraufführung brachten. Der Nachlass steht inhaltlich in engem Zusammenhang
mit dem bereits im Jahr 2002 übernommenen Nachlass des Schriftstellers
Martin Simon; für die Erforschung der Nettelstedter Freilichtbühne bietet
die Landesbibliothek in Detmold somit jetzt vielfältiges Material. Der
Nachlass umfasst in 7 Archivkartons Manuskripte und Maschinenschriften zu
17 Erzählungen und zu 21 verschiedenen Theaterstücken, dazu Notizbücher
mit Gedichthandschriften und Gedichtmanukripte wie -typoskripte auf losen
Blättern. Ebenfalls erhalten sind Aufsatzmanuskripte, Zeichnungen,
Korrespondenzen, Personenstandsdokumente, Ausbildungszeugnisse, Bühnen-
und Verlagsverträge, Fotos, Plakate, Druckschriften und
Zeitungsausschnitte. D
-
Martin Simon (1909-1942)
Lehrer, Schriftsteller
Nachlassverzeichnis
Bibliographie
Nach einem
Lehramtsstudium an der Pädagogischen Akademie Dortmund 1933 aus
politischen Gründen nicht zum Schuldienst zugelassen, lebte Simon 1934 bis
1936 ohne Beruf, aber schriftstellerisch tätig im westfälischen
Nettelstedt. Dort wirkte er führend an den
Freilichtspielen der Spielgemeinde Nettelstedt
mit. Seit 1936 veröffentlichte er Gedichte und Aufsätze in wichtigen
Zeitschriften wie "Das Innere Reich", "Die Hilfe", "Heimat und Reich"
etc.; auch Gedichtbände und Theaterstücke wurden publiziert. Nach einem
Bewährungssemester an der Pädagogischen Hochschule in Weilburg/Lahn
erhielt Simon zum 1. Januar 1937 endlich eine Anstellung an der
Volksschule in Nettelstedt. 1939 führte die Spielgemeinde Nettelstedt sein
Theaterstück "Die Westfälinger" auf, für das ihm 1940 der Karl
Wagenfeld-Preis der Stadt Soest verliehen wurde. Bei Kriegsausbruch
meldete Simon sich freiwillig als Soldat; er nahm am Frankreichfeldzug
teil und kämpfte seit 1941 an der Ostfront. Simon fiel 1942 bei Rschew.
Sein Nachlass mit zahlreichen, auch unveröffentlichten Gedichten,
Erzählungen und Theaterstücken wurde der Landesbibliothek Ende 2002 von
seiner Witwe Emmy Simon als Schenkung übereignet.
- Günther von Stünzner (1910-1998)
Pfarrer, Schriftsteller
Der erste Teil des Nachlasses mit 58 Archiv-Einheiten ging 1985 ein, der
zweite Teil 1998. Dieser wurde gesichtet und geordnet, konnte jedoch
bisher nur zu einem geringen Teil in den schon katalogisierten Bestand
eingearbeitet werden. Der Nachlass enthält Gedichte, Dramen und
Erzählungen, Predigten, Vorträge und theologische Arbeiten, zahlreiche
Briefe an Günther von Stünzner, biographisches Material, Belegexemplare
u.a.
Kunstgeschichte
-
Joachim von Stünzner
(1908-1939)
Hauptmann und Kompaniechef in einem Panzerregiment, Künstler
Der künstlerische Nachlass umfasst 135 Archiv-Einheiten, außer einigen
wenigen biographischen Materialien Einzelblätter und Skizzenbücher mit
Handzeichnungen in Blei- und Farbstift, Federzeichnungen und Aquarelle.
Kontakt
Bei Interesse melden Sie sich
bitte bei
Lippische Landesbibliothek Detmold. Hornsche Strasse 41. D-32756 Detmold
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