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Wir laden ein: zum Vortrag über Benjamin Bilse

von Julia Hiller von Gaertringen • 22.12.2005

Finissage der Ausstellung Benjamin Bilse (1816-1902). Vom "Stadtmusicus" zum gefeierten Dirigenten


Wir laden Sie ein zur Finissage am Mittwoch, dem 11. Januar 2006, ab 18 Uhr in der Landesbibliothek.

Um 18 Uhr bietet Herr Professor Güntzel als Vorsitzender der Benjamin Bilse Gesellschaft e.V. eine Führung durch die Ausstellung an. Um 19 Uhr beginnen die beiden Vorträge, mit denen wir noch einmal die Bedeutung Benjamin Bilses für das Musikleben seiner Zeit  verdeutlichen wollen.

Herr Prof. Dr. Eckart Bergmann (Fachhochschule Lippe und Höxter) berichtet über das Konzert-Haus an der Leipzigerstraße, das in den Jahren 1867 bis 1898 ein wesentlicher Bestandteil der Berliner Musik- und Kulturgeschichte war. Bekannt wurde es vor allem als Wirkungsstätte Bilses, der hier in der Wintersaison täglich mit seiner Kapelle konzertierte. Bilse und seine Nachfolger haben die klassische und moderne Musik mit mehr als 6000 Konzerten in diesem Haus einem großen Kreis der Berliner Bevölkerung erschlossen. Der 1900 zugunsten des Warenhauses Hertie abgerissene Bau hat aber nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern nimmt auch einen besonderen Platz in der Entwicklung der Konzerthäuser ein. Das Berliner Konzerthaus erhebt die traditionelle Schachtelform der Musiksäle zu einem von Logen umgebenen Festsaal, er steht an der Wende zu den monumentalen Konzerthäusern des Historismus.

Herr Dr. Rüdiger Ritter (Universität Bremen) referiert unter dem Titel »Der Deutsche dem Polen ein Bruder« über die Bedeutung der Bilsekonzerte für das Musikleben in Warschau von 1857 bis 1878. Seit 1857 besuchte Benjamin Bilse mit seinem Orchester die Stadt Warschau mehrmals. Besonders die ersten Konzerte waren eine Sensation für das Warschauer Publikum. Endlich konnte man einen Dirigenten mit seinem Orchester bei sich genießen, dem der Ruf außerordentlicher Professionalität vorausging. Tatsächlich enttäuschten Bilse und seine Musiker die Erwartungen der Warschauer nicht. Sie beeindruckten nicht nur durch ihre in Warschau bis dahin ungekannte Akkuratesse im Vortrag, sondern vermittelten ihren polnischen Hörern auch erstmals die wichtigsten Werke westlicher, vor allem deutscher Sinfoniker.

Die Moderation der Vorträge hat dankenswerterweise Frau Dr. Rebecca Grotjahn übernommen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


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