Sie befinden sich hier: Startseite » 


Wir laden ein: Arnold Höllriegel, „Das Urwaldschiff“ und Reportagen. Lesung mit Frank Meier

von Joachim Eberhardt • 28.03.2011

„ … mit dem Schreiben ist es wie mit dem Reisen, man kommt nie an.“


Am Donnerstag, den 31. März um 19.30 Uhr lädt die Lippische Landesbibliothek Detmold ein zum dritten und letzten Teil der historischen Lesereihe „Die Fremde - Inspiration und Zuflucht“ mit Frank Meier. Diesmal geht es um den Wiener Richard Bermann (1883-1939) alias Arnold Höllriegel.

Höllriegel ist einer der besten deutschsprachigen Reiseschriftsteller des 20. Jahrhunderts. Einst war er ein Bestseller-Autor, bekannt mit Charlie Chaplin, und Winston Churchill schrieb das Vorwort für eines seiner Reisebücher. Nachdem dem jüdischen Autor in den 1930ern der deutschsprachige Buchmarkt wegbrach, geriet er jedoch mehr und mehr in Vergessenheit. Das Werk des Globetrotters begeistert noch heute.

Der Schwerpunkt des Abends liegt auf dem vielschichtigen Bericht „Das Urwaldschiff. Ein Buch vom Amazonenstrom“, das sich in den 1920ern 300.000mal verkaufte. Satirisch beschreibt Höllriegel darin die zeternde Empörung einer Touristengruppe, die wegen blutiger Revolutionskämpfe nicht zu den Sehenswürdigkeiten aus dem Reiseprospekt darf. Dann wird es märchenhaft-poetisch bei der Beschreibung des tropischen Regenwaldes: „Dieser geheime, zwielichthelle, zwielichtdunkle, schwirrende, raunende, grüne, fürchterliche, neckische, herrliche, gespenstische Zauber, Zauber, Zauber“. Außerdem wird es um Reportagen über die libysche Wüste und das glitzernde Hollywood der Stummfilm-Ära gehen.

Der Eintritt beträgt 8 Euro, inkl. Wein und Gebäck. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl wird um Voranmeldung unter Tel. 05231/926600 oder per Email (llbmail(at)llb-detmold.de) gebeten.

An dieser Stelle möchten wir auch schon einmal hinweisen auf unsere Veranstaltung am 14. April um 19:30 mit dem verheißungsvollen Titel „Das Ende der Welt“. Dr. Andreas Ruppert (Stadtarchiv Detmold) und Frank Meier zeigen die wechselvollen Schicksale von Deutschen in Spanien um 1800. Auch diese Veranstaltung kostet 8,- €, um Anmeldung wird gebeten.


Kommentar(e)

Keine Kommentare
Für diesen Eintrag werden keine Kommentare mehr angenommen