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Schaufenster 30: Mütter, Hausfrauen und „gute“ Mädchen...

von Christine Rühling • 30.04.2020

...sind die Zielgruppen für Johann Ludwig Ewalds (1748-1822) Erziehungsratgeber von 1798. Der Titel sagt schon viel „Die Kunst, ein gutes Mädchen, eine gute Gattin, Mutter und Hausfrau zu werden: ein Handbuch für erwachsene Töchter, Gattinnen und Mütter“. Ewald war von 1781-1796 als Hofprediger und Generalsuperintendent in Lippe tätig und verfasste zahlreiche pädagogische Schriften. Dass er hier besonders Mädchen und Frauen in den Blick nahm, war nicht untypisch für seine Zeit, denn sie galten den bürgerlichen Theologen und Pädagogen als besonders erziehungsbedürftig. Aus heutiger Sicht ist Ewalds Anleitung, ein Hausmütterchen zu werden, in vielen Passagen kaum erträglich. Der Text ist jedoch typischer Ausdruck des bürgerlichen Geschlechterdiskurses um 1800: Männern und Frauen wurden dabei komplementäre Rollen zugeschrieben. Während der Mann außerhalb des Hauses tätig sein und die Familie vertreten sollte, waren Frauen die Rollen der Hausfrau, Mutter und Gattin vorbehalten. Ewalds Ratgeber ist Teil der Bibliothek der Fürstin Pauline zur Lippe (1769-1820), die eine große Gruppe von Erziehungsschriften enthält. Pauline interessierte sich besonders für die Schriften ihrer fortschrittlichen Zeitgenossen, etwa für die Erziehungsgrundsätze des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827).

Mehr zu Bibliothek der Fürstin Pauline: hier.


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