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Heady und Halling mit Neuem über Grabbe

von Joachim Eberhardt • 12.07.2010

Katy Heady beschäftigt sich in ihrem Werk Literature and Censorship in Restoration Germany (Rochester, NY : Camden House, 2009) nicht mit Freiligrath – der taucht im Register nicht einmal auft. Aber dafür hat Grabbe seinen Auftritt: Das erste Kapitel beschäftigt sich mit "Sex, Religion, and Violence": richtig, es geht um Herzog Theodor von Gothland. Das zweite handelt von "The Denomination of the Devil": Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Dass letzteres in Preußen erscheinen konnte, obwohl sowohl mittelmäßige Autoren als auch katholische Kirchenleute von der Zensur eigentlich geschützt wurden, zeige nur deren Unwichtigkeit für die herrschende protestantische Elite, fasst Heady zusammen. Jeweils zwei Kapitel beschäftigen sich mit Werken von Heine und Grillparzer und erlauben so auch den länderübergreifenden Vergleich der Zensurpraktiken.

Torsten Halling hat sich mit der Melancholie im Werk Christian Dietrich Grabbes (Bielefeld : Aisthesis, 2010) beschäftigt. Melancholie, stellt Halling einleitend fest, sei ein zentraler Bestandteil von Grabbes Werk, und lohne daher die Untersuchung auch abseits des Biographischen, das die frühere Forschung wesentlich geleitet habe. Dort sei Grabbe vor allem als pathologischer Fall gesehen; solche Kategorisierung wird natürlich den Texten nicht gerecht. Mehr also zur Melancholie in den Texten nun im Buch von Torsten Halling.


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