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Grabbe, der große Mann

von Joachim Eberhardt • 12.09.2012

Passend zum Datum heute – Grabbes 176. Todestag – weise ich auf einen Vortrag hin, den Stephan Baumgartner auf einer Tagung in Zürich hielt. Die Tagung stand unter dem Motto Der ‚große Mann‘: Phantasma des 19. Jahrhunderts und fand vom 28.-30. Juni in Hannover statt. Nils Gelker fasst Baumgartners Vortrag so zusammen:

Stephan Baumgartner (Zürich) stellte (in seinem Vortrag Konkurrenz und Kampf der ‚großen Männer‘ bei Grabbe) die Konkurrenz als wichtigen Aspekt der ‚großen Männer‘ heraus und machte dies an Dramen Christian Dietrich Grabbes fest. Da Grabbes Poetik eine starke Korrelation zwischen der historischen Größe des zu beschreibenden Gegenstandes und dem Kunstwerk, das diese Beschreibung unternimmt, ansetzt, spielen ‚große Männer‘ bei ihm eine zentrale Rolle. So auch in dem Fragment gebliebenen ‚Marius und Sulla‘ und im Barbarossa-Drama. Beide Texte setzen ‚große Männer‘ in Konkurrenz zueinander. Die Größe dieser Individuen wird relativ bestimmt, indem sie die Größe ihrer Widersacher überwinden. Es ist diese individuelle Größe, auf die sich Grabbe konzentriert, wenn etwa Schlachten in den schicksalhaften Zweikämpfen der Heerführer entschieden werden. Grabbe skizziert so das Bild eines ‚großen Mannes‘, der seine Größe nicht absolut, sondern im Vergleich zu seinem Konkurrenten gewinnt.

Via H-Germanistik, mit freundlicher Genehmigung von Nils Gelker.


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