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Der erste (singende) Deutsche: Hermann der Cherusker in der Musik

von Musikwissenschaftliches Seminar • 15.07.2009

Gastvortrag von Dr. B. Eichner, Vortragssaal der Lippischen Landesbibliothek, Do, 16.7., 18 Uhr

Von Händel bis zum Hermannsdenkmal – diesen Bogen spannt ein Vortrag der Musikwissenschaftlerin Barbara Eichner am 16. Juli um 18 Uhr in der Lippischen Landesbibliothek. Bekanntlich befügelte die Varusschlacht die Fantasie der Deutschen, seit Hermann der Cherusker, der "Befreier Germaniens", im 16. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Knapp zweihundert Jahre später wagten sich die ersten Komponisten daran, ihn als "Arminio" in italienischen Opern auf die Bühne zu bringen. Breite Popularität im Musikleben erreichte Hermann der Cherusker im 19. Jahrhundert. Als Inbegriff des deutschen Nationalbewußtseins wurde er nun in jeder erdenklichen Form gefeiert – ob in der Oper, im Oratorium, im patriotischen Männerchor oder im frechen Studentenlied.

Der Vortrag stellt ausgewählte Beispiele des "ersten (singenden) Deutschen" in ihrem historischen Kontext vor. Darunter ist auch ein interessantes Werk, das am nächsten Tag – Freitag, dem 17. Juli um 21 Uhr – im Rahmen des VII. Internationalen Chorfestivals Detmold im benachbarten Palaisgarten erklingen wird: Das Oratorium "Arminius" von Max Bruch, vorgetragen vom Philharmonischen Chor Lippe e. V. unter der Leitung von Volker Schrewe.

Die Musikwissenschaftlerin Dr. Barbara Eichner stammt aus der Nähe von Ansbach und promovierte an der Universität Oxford. Zur Zeit lehrt sie an den Universitäten London und Bangor (Wales).

Veranstalter sind das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold in Kooperation mit der Lippischen Landesbibliothek und dem Philharmonischen Chor Lippe e. V.


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