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Denkmal für Ernst von Bandel in Ansbach

von Joachim Eberhardt • 02.11.2011

Friedrich Schelle vor seinem Bandel-Denkmal

Seit dem 24.9. steht in seiner Geburtsstadt Ansbach ein Denkmal für den Erbauer des Hermannsdenkmals Joseph Ernst von Bandel. Gestiftet haben es die Ansbacher Lions ihren Mitbürgern, um an den großen Sohn der Stadt zu erinnern (und um ihr eigenes 40jähriges Jubiläum zu feiern). Den Entscheidungsprozess der Lions für diese Ausgabe konnten Stephan Radeck von der Denkmalstiftung des Landesverbandes Lippe und ich mit Vorträgen bei einer Vereinssitzung im letzen Herbst unterstützen.

Das Denkmal stammt von dem Berchtesgadener Künstler Friedrich Schelle, der in Ansbach bereits für zwei weitere Denkmale (Kaspar Hauser, Simon Marius) verantwortlich zeichnet. Schelle hat mir den aufwändigen Herstellungsprozess des in Kupfer gegossenen Denkmals ausführlich beschrieben -- es dauert ganz schön, bis aus dem in Balsaholz oder Ton gefertigten Modell, das den Entwurf zeigt, das mannshohe Stück in seiner Endfassung geworden ist. Bei der Enthüllung äußerte er sich auch zu seiner Idee: Das Denkmal zeige Bandel gleichsam "durch den Schleier der Geschichte", der in der geriffelten Oberfläche der Figur zum Ausdruck kommt. Bandel sei ganz ein Mann des 19. Jahrhunderts gewesen, und diese zeitliche Distanz zum Heute stelle das Denkmal dar. In seiner Abstraktion der körperlichen Form zeigt Schelles Figur den Bildhauer als wuchtige, zugleich reduzierte Gestalt, die das Denkmal als einziges Zeugnis ihrer Arbeit hält; die Werkzeuge Bandels: Architektenzirkel, Schmiedehammer, Zimmermannsfeile, liegen zu seinen Füßen. (Mehr zur Enthüllung im Bericht von Lippe aktuell.)

Interessant war für mich bei dem Besuch in Ansbach auch, in welcher Form es der Stadt gelungen ist, eine eigene Denkmalkultur zu entwickeln. Der öffentliche Raum der Innenstadt hat dort inzwischen eine besondere Qualität gewonnen.


Kommentar(e)

Heinz Klenke, 09-08-18 18:57:
Sie haben Recht! Ernst v. Bandel schreibt in einer Broschüre Ich nahm einen Stab mit einem Fähnchen und so markierte ich die Stelle des zu bauendem Denkmal. Weil E.v.B. auch die Herlingsburg besichtigt hat, wollte ich die Begründung für die Grotenburg herausfinden. Lt. der röm. Geschichtsschreiber kann die Sclacht nur in der Gegend der Herlingsburg gewesen sein. Alte Bezeichnungen sind bis heute übertragen worden.Z.B:Römerschanze, Tumulus, Martergruben, Varusbusch (Wo sich Varus in sein Schwert gestürzt haben soll, in den Hainen (Hainberge) Siegfeld, Auf den Totenköpfen. Schon Dr. Hohenschwert sagte mir vor ca. 25 Jahren: Hier und nirgendwo anders war die Warusschlacht. Er nannte mir Beispiele und sie zog sich bis nach Horn. Eine alte Karte v. 1752 zeigt das Gleiche. 3 Schlachtfelder. 2 aus dem J. 9, 1 aus dem J. 16. usw.
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